Mallorca
Foto: Patrick Schirmer/dpa

Urlauber aus Deutschland haben auf Mallorca nach einer wilden Partynacht erneut für negative Schlagzeilen gesorgt. Gleich zwei Gruppen von jungen Deutschen lieferten sich in der Nacht auf Montag im Badeort Cala Rajada im Nordosten der spanischen Ferieninsel eine größere Schlägerei, wie die „Mallorca Zeitung“ und das „Mallorca Magazin“ in ihren Onlineausgaben berichteten.

Die jungen Leute hätten sich am Ende sogar mit Straßenschildern beworfen, wurde ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil zitiert.

Auch Beamte der Lokalpolizei der Gemeinde Capdepera seien attackiert und verletzt worden. Einer der an der schlägereibeteiligten Urlauber habe in der Folge das Bewusstsein verloren und sei in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden.

Dass einer der Schläger im Koma liegen würde, wie in einer urspürnglichen Meldung zu lesen war, konnte der Sprecher der Guardia Civil nicht bestätigen. „Die schlimmste Verletzung ist ein gebrochener Kiefer.“

Drei der insgesamt acht bis zehn Touristen seien festgenommen worden, hieß es in dem Bericht. Die Schlägerei sei nicht organisiert, sondern „die Folge von hohem Alkoholkonsum und Streitereien“ gewesen. Das hört man nicht zum ersten Mal, schon gar nicht auf der Mittelmeerinsel, die jährlich die Partygäste anlockt.

Verglichen mit zwei Taten, die im Juni für Aufsehen auf der Insel gesorgt hatten, war die Schlägerei von Cala Rajada allerdings relativ harmlos. Zwei deutsche Touristen, die im vorigen Monat einen afrikanischen Türsteher am „Ballermann“ verprügelt hatten, und zwei weitere, die eine 18 Jahre alte Deutsche vergewaltigt haben sollen, sitzen auf Mallorca ebenfalls in Untersuchungshaft.

Bleibt zu hoffen, dass sich derlei Vorkommnisse in den verbleibenden Urlaubsmonaten nicht wiederholen und die Feierlichkeiten weitgehend friedlich vonstatten gehen werden.

Quelle: dpa