Wespe zwischen Regentropfen auf einer Autoscheibe
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Um Wespen von ihrem Balkon zu vertreiben, hat eine 96-Jährige Kaffeepulver und Nelken abgebrannt und dabei ein Feuer mit mehreren verletzten Menschen ausgelöst.

Der Teppich in der Wohnung der Seniorin geriet bei der Aktion in Brand, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Vier Nachbarn der Remscheider Seniorin im Alter von 60, 63, 91 und 92 Jahren hätten das Feuer bemerkt. Die Nachbarn konnten den Brand löschen.

Sowohl die 96-Jährige als auch ihre hilfsbereiten Nachbarn mussten nach dem Vorfall am Donnerstag mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro, was gegen Wespen helfen soll, haben wir hier für euch zusammengefasst:

Generell treten Wespen in diesem Sommer in vielen Regionen Deutschlands nicht so zahlreich auf wie im Vorjahr. Beobachtungen vieler Bürger über ein vergleichsweise geringeres Aufkommen seien nicht von der Hand zu weisen, sagte die Biologin Melanie von Orlow von der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu) auf dpa-Anfrage.

Grund zur Sorge um die Insekten sieht die Expertin aber nicht. Es gebe zudem immer noch Menschen, die von Problemen mit Wespen berichteten. Allerdings sei die Zahl nicht mit 2018 vergleichbar: 2019 habe das Team bisher ungefähr halb so viele Beratungen und Umsiedlungen von Hornissen, Hummeln, Wildbienen und Wespen vorgenommen wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Trotz der aktuell verhaltenen Lage hält es von Orlow für möglich, dass sich Wespen in den nächsten Wochen stärker bemerkbar machen: „Ich denke, da kann noch etwas kommen.“ Die beste Wespenzeit stehe noch bevor. „Von Mitte August bis Mitte September werden die zudringlich und nervig.“

Quelle: dpa