90 Schrotkugeln im Rücken: Jäger verwechselt Mountainbiker mit Hase

Im spanischen Alicante feuerte ein Jäger mit Schrot auf einen Radfahrer. Die Entschuldigung klingt abenteuerlich.
Screenshot: À Punt NTC

Kaum ein Urlaubsland ist hierzulande so beliebt wie Spanien. Die Sehnsucht nach Südeuropa und seinen Inseln lockt im Jahr etliche Landsleute auf die iberische Halbinsel. Doch in Alicante sollte man aktuell besser aufpassen. Denn dort ereignen sich neuerdings Verwechslungen, die man kaum glauben kann und lebensgefährlich sind.

So kam es an der Costa Blanca vor einigen Wochen zu einem skurrilen Vorfall. Dort wurde ein Radfahrer von einem Jäger verwechselt – mit einem Hasen. Doch damit nicht genug: Der Jäger feuerte auch auf den Radfahrer, der letztlich mit 90 Kugeln Schrot im Rücken beim Arzt ankam.

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Der Fahrradfahrer namens Jose Miguel Toran berichtete gegenüber der spanischen Seite „A Punt„, wie es zu dem Vorfall kam. So sei er auf einem Waldweg unterwegs gewesen, als er zwei Jäger traf. Unbedarft und nichts ahnend fuhr er weiter, als ihm ein dritter Jäger schließlich in den Rücken schoss.

Die Entschuldigung des Jägers lautete, dass er den Radfahrer mit einem Hasen verwechselt hätte. Eine Entschuldigung, die Toran nach eigener Aussage nicht glauben wollte. Die Sanitäter holten ihm anschließend das Schrot so gut es ging aus dem Rücken, etliche Kügelchen sollen sogar noch unter der Haut des Radlers stecken.

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Etwas spanisch kam Toran auch vor, dass der Jäger am Wochenende unterwegs gewesen sei. Wo doch um jene Zeit viele Familien, Touristen und auch Sportler die Wanderwege rund um Alicante nutzen. Der Jäger scheint aber kein Unbekannter zu sein. So hätte es in der jüngeren Vergangenheit schon häufiger Beschwerden gegeben, allerdings kam wohl bislang niemand mit 90 Kugeln Schrot im Rücken zu den Sanitätern.