87 Corona-Impfungen für einen Mann, einige Impfgegner freut’s

Ein Mann lässt sich 87-mal gegen Corona impfen, spielt damit Impfgegnern in die Karte und kassiert mutmaßlich noch ab.
Coronavirus Impfung
Hier wird ein Erwachsener gegen das Coronavirus geimpft. Foto: Andreas Arnold/dpa pool/dpa
Coronavirus Impfung
Hier wird ein Erwachsener gegen das Coronavirus geimpft. Foto: Andreas Arnold/dpa pool/dpa

Ein Impf-Skandal scheint sich in Sachsen-Anhalt aufzutun. Dort wurde nun öffentlich, dass sich ein 61 Jahre alter Mann offenbar bis zu 87 Mal gegen das Coronavirus hat impfen lassen. Dafür wechselte er immer wieder zwischen verschiedenen Corona-Impfzentren. Allerdings ist das nicht das einzige, was dabei kriminell war.

Wie die „Freie Presse“ berichtet, flog der 61-Jährige auf, nachdem bereits das Deutsche Rote Kreuz ausdrücklich vor ihm in Impfzentren gewarnt hatte. In einem Impfzentrum in Eilenburg seien Mitarbeiter demnach auf ihn aufmerksam geworden. Sie verständigten daraufhin die Polizei. Die Beamten nahmen den Verdächtigen daraufhin fest.

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Allerdings hatte er offenbar zu diesem Zeitpunkt schon fast 90 Corona-Impfungen abgestaubt. Das Absurde: Dem Mann waren anscheinend Abstände zwischen den Impfungen völlig egal. Seit seiner ersten Impfung im Juli 2021 ließ er sich – dann vermutlich in verschiedenen Impfzentren – drei Impfungen täglich verabreichen.

Wie geht es dem Mann nach 87 Corona-Impfungen?

Der erste Gedanke bei vielen dürften deswegen sein, wieso es gesundheitlich um den Mann gestellt ist. Kann man irgendwann zu viele Corona-Antikörper in sich tragen? Um diese Frage zu beantworten, wäre er vermutlich ein prädestinierter Studienteilnehmer. Über gesundheitliche Beschwerden in Folge des Impf-Marathons ist nicht bekannt.

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Das steht gerade für die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt aber auch nicht im Fokus. Denn nicht nur mit dem Einheimsen der vielen Impfungen hat er einen Verstoß begangen. Natürlich konnte er nicht 87 Impfungen in einen Impfpass eintragen lassen.

Dafür besorgte sich der Verdächtige anscheinend immer wieder blanke Impfpässe. Diese soll er dann wiederum an Impfgegner weiterverkauft haben. Für sie kam es vermutlich nicht in Frage, sich selbst impfen zu lassen. Um aber weiterhin am gesellschaftlichen Leben und Veranstaltungen mit 2G-Regeln teilnehmen zu können, war der ein oder andere anscheinend an einem Impfnachweis interessiert. So hat sich ein Geschäftsmodell für den Mann entwickelt. Deswegen hat nun die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

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