Eine leichtfertige Entscheidung hat das Leben von Charles Dittler für immer verändert. Der US-Amerikaner achtete nicht darauf, was er in einen Grill kippte – es war nicht Diesel, sondern Benzin. Ein folgenschwerer Fehler, nun will Dittler andere warnen.

Im Januar 2018 war Charles Dittler bei Freunden zu einer Grill-Party eingeladen, alles nahm seinen gewohnten Lauf und die Freunde verbrachten einen schönen Tag. Als das Feuer im Grill aber langsam erlosch, wollte der 33-Jährige noch einmal etwas nachkippen.

Er bemerkte aber nicht, dass er statt Diesel Benzin in die Flammen kippte. „Sofort merkte ich dann, was passiert war. Ich hatte aber keine Zeit mehr, um zu reagieren. Ich kann mich noch daran erinnern, wie es zu der Explosion kam und ich von der Kraft zu Boden gerissen wurde“, schildert Dittler der „Metro“.

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„Ich habe angefangen, mich auf dem Boden herumzurollen, und habe gerufen, dass ich brenne. Es hat sich angefühlt, als würde ich auch von innen brennen. Ich dachte, ich würde das nicht überleben und würde lebendigen Leibes verbrennen.“

Der Flammpunkt – die niedrigste Temperatur, bei der sich über einem Stoff ein zündfähiges Dampf-Luft-Gemisch bilden kann – ist bei Benzin im Vergleich zu Diesel deutlich niedriger, dadurch entflammt Benzin deutlich schneller und intensiver. Auch das Benutzen von Diesel ist alles andere als ungefährlich, von der Wucht der Entzündung durch das Benzin war Dittler aber überrascht.

Zehn Sekunden stand der Mann aus Louisiana komplett in Flammen, ehe sein Schwiegervater mit einem Feuerlöscher zur Stelle war, und Dittler vermutlich das Leben rettete.

Explosion und Feuerball! So sollte man auf keinen Fall grillen

Glück im Unglück war, dass der 33-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls eine feuerfeste Hose trug – dadurch blieb der untere Teil seines Körpers nahezu unverletzt. Dennoch waren seine Verbrennungen am Oberkörper so schwer, dass Dittler über zwei Wochen in ein künstliches Koma versetzt wurde.

Nach der Zeit im Koma begann für den US-Amerikaner, so sagt er selbst, sein zweites Leben. Zwar musste er sich seitdem 16 Operationen und einer langwierigen Physiotherapie unterziehen, davon lässt sich Dittler aber nicht herunterziehen.

Dass er mittlerweile über den Unfall lachen kann, stellt Dittler auf Facebook unter Beweis:

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„Der Moment, in dem ich die Verletzungen erlitten habe, hat mein Leben verändert. Es ist aber ein Wunder, dass ich überhaupt noch hier bin. Ich sehe es als einen Segen an“, meint er.

Arterien und Gewebe wurden aus Dittlers rechtem Arm entnommen, um damit sein Kinn wiederherzustellen. Haut aus seinem Oberschenkel und seiner Schulter wurden darüber hinaus transplantiert, um seine zerstörten Augenlider und Teile seines Halses zu richten.

„Seitdem versuche ich aber, das Beste aus meinem Leben zu machen, und das mit einem Lächeln in meinem Gesicht“, erklärt Dittler trotzdem. Seitdem hat er sich zwei Sachen zur Aufgabe gemacht: Zum einen will er anderen die Freude am Leben vermitteln, darüber hinaus warnt er gerade Kinder vor leichtfertigem Umgang mit Feuer.

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Für einen regionalen Radiosender führt er einmal die Woche durch das Programm „Motivational Mondays“ und wird auch von anderen Unternehmen und Gemeinschaften als Motivationsredner engagiert.

„Ich versuche auch, Kindern den richtigen Umgang beizubringen. Ich will einfach aus einer schlechten Sache eine gute machen und meine Erfahrungen nutzen, um einen guten Einfluss auf das Leben anderer zu nehmen“, sagt er. Genau diese positive Einstellung zum Leben zwei Jahre nach dem schweren Unfall ehrt den 33-Jährigen.