Foto: dpa/Sebastian Gollnow
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Weil ein Jugendlicher aus Mönchengladbach in den frühen Morgenstunden am Sonntag eine sechsköpfige Gruppe eines Junggesellinnenabschiedes in der S8 in Richtung Mönchengladbach um etwas Ruhe bat, wurde er von den Frauen bespuckt, beleidigt, geschlagen und getreten.

Im Zug kam es unter den sechs alkoholisierten Frauen (20, 21, 22, 22, 24 und 44 Jahre) zu einem Streit. Sie grölten und schrien sich an. Als der 16-Jährige die Frauen um ein ruhigeres Verhalten bat, wurde er von der künftigen Braut und deren Mutter mehrfach außerordentlich beleidigt. Nach einigen Beleidigungen konterte der Jugendliche und wurde anschließend von der gesamten Gruppe bespuckt und weiter beleidigt.

Als sich ihm Mutter und Tochter bedrohlich näherten, stand er auf und wollte den Bereich verlassen. Sie wedelten ihm mit einem Pompon durch sein Gesicht. Er hielt die Hände schützend davor, woraufhin die 44-Jährige dem jungen Mann mit der Faust in das Gesicht schlug. Er versuchte sich zur Wehr zu setzen und der Lage zu entkommen, als plötzlich die gesamte Gruppe begann, ihn mit Schlägen und Tritten zu attackieren.

Im Neusser Bahnhof griffen Zeugen ein, brachten den Geschädigten sowie die komplette Frauengruppe aus der Bahn und informierten die Polizei. Während Zeugen und Geschädigter weiterreisen durften, wurde den Frauen des Junggesellinnenabschiedes die Weiterfahrt vorerst untersagt.

Ein Strafverfahren aufgrund der gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigungen wurde gegen die Frauengruppe eingeleitet.