One Last Big Roadtrip – Teil 4

Portland, Multnomah Falls und Seattle

One Last Big Roadtrip – Teil 4: Portland, Multnomah Falls und Seattle One Last Big Roadtrip – Teil 4: Portland, Multnomah Falls und Seattle Foto: Lisa Harings

Study at the Beach 2016: Wer bloggt hier? Study at the Beach 2016 Wer bloggt hier? Zum Artikel » In den letzten Wochen ihres Auslandssemesters in den USA reist unsere Kollegin Lisa (24) mit ein paar Freunden durch Kalifornien, Oregon und Washington. Heute erzählt sie euch von ihren letzten drei Stationen des großen Roadtrips: Portland, die Multnomah Falls an der Columbia River Gorge und Seattle!

Es ist soweit – unsere letzten gemeinsamen Tage sind angebrochen. Wir haben nur noch drei gemeinsame Ziele vor uns, bevor sich unsere Wege trennen. Seit nun elf Tagen bin ich mit meinen Freunden unterwegs und wir sind mittlerweile so eng zusammen gewachsen, dass wir uns schon "Familie Flodder" nennen.

One Last Big Roadtrip – Teil 4 Portland, Multnomah Falls und Seattle 30 Fotos

Nächster Halt: Portland!

Nachdem wir nun eine Nacht auf einem Campingplatz mit Plumpsklo und ohne fließendes Wasser übernachtet haben, geht es heute weiter nach Portland. Wir bräuchten dringend alle mal eine Dusche – also fahren wir mit der kompletten Family ins Schwimmbad, um dort duschen und gehen eine Runde schwimmen gehen zu können!

Da es letzte Nacht kräftig geregnet hat und das Zelt ein wenig nass geworden ist, müssen wir es in unserem Motel in Portland erst einmal zum Trocknen aufhängen. Hier bleiben wir für eine Nacht. Wir haben dieses Mal zu sechst ein Viererzimmer im Motel gebucht, weil uns alles andere zu teuer war. Dementsprechend müssen wir uns bei der Ankunft abwechselnd in das Zimmer schleichen, damit niemand merkt, dass wir mit sechs Leuten, einem Zelt und unseren Schlafsäcken komplett das Zimmer belagern ;-)

Unseren ersten Abend in Portland verbringen wir mit einem herrlichen Essen und Wein in einem Restaurant, das Meeresfrüchte und Fleisch serviert. Darunter unter anderem Jägerschnitzel, worüber sich unsere Jungs natürlich ganz besonders freuen!

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Da wir ein wenig platt von unseren ganzen Trips in der letzten Zeit sind, lassen wir den Abend entspannt ausklingen und gehen ins Kino, um „Finding Dory“ zu sehen. Später landen wir in einer total netten Kneipe in der Nachbarschaft unseres Motels, die unter anderem auch deutsches Bier serviert. Man merkt, dass es bald wieder zurück nach Deutschland geht – wir haben unser geliebtes Bier so sehr vermisst!

Am nächsten Tag ist ausgiebiges Shopping angesagt. Wir schlendern durch die süße Innenstadt von Portland und vertrödeln richtig schön den Tag. Später spazieren wir ein wenig am Fluss vorbei. Ich muss sagen, dass mich Portlands Skyline mit seinen Brücken ziemlich an Köln erinnert!

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Nächster Halt: Multnomah Falls und ein letztes Mal Camping (Oregon)

Nach diesem super entspannten Tag fahren wir nun weiter zur Columbia River Gorge, einer Felsenschlucht von gigantischem Ausmaß, wo sich die Multnomah Falls befinden. Auf gut Glück versuchen wir kurzfristig einen Campingplatz zu finden. Das ist gar nicht mal so einfach, denn an diesem Wochenende finden lauter Veranstaltungen in der Umgebung statt! Beim fünften Campingplatz klappt es endlich und wir dürfen unser Zelt – da der Platz eigentlich auch schon voll ist – auf dem Vorplatz zwischen den anderen Zelten platzieren und zahlen dafür nur zehn Dollar für alle zusammen. Nun heißt es ein letztes Mal gemeinsam campen … die nächsten und letzten Nächte werden wir in einem Hostel in Seattle übernachten.

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Am nächsten Tag steht eine kleine Wanderung auf dem Plan. Wir wollen uns die Multnomah Falls ansehen. Ganz in der Nähe der Wasserfälle gibt es einen kostenlosen Parkplatz für Wanderer, wo wir unser Flodders-Auto lassen.

Es stellt sich relativ schnell heraus, dass dieser Ort sehr beliebt unter Touristen ist. Zahlreiche Menschen tummeln sich am Eingang des Wanderwegs und schon nach kurzer Zeit hat man einen Ausblick von unten auf die Wasserfälle und die Brücke.

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Ganz klischeemäßig amerikanisch rennt eine Familie mit Softeis und fettigem Pizzastück zum Fotopunkt, macht kurz ein Foto und beschließt dann, dass man jetzt auch genug gewandert sei (10 Minuten vom Parkplatz). Die eigentliche Wanderung zur Spitze des Wasserfalls und zurück nimmt nämlich ungefähr zwei bis drei Stunden in Anspruch, womit sich dann auch erklärt, warum es weiter oben auf unserer Wanderung immer leerer wird ;-)

Auch wenn die Wanderung bis zum oberen Wasserfall echt schön ist (und auch für Anfänger gut machbar, der Weg ist teilweise geteert), so ist der Ausblick von unten tatsächlich ein wenig besser. Auf der oberen Aussichtsplattform, die ziemlich im Gebüsch liegt, tummeln sich ziemlich viele Leute, so dass man kaum Platz und Gelegenheiten für Fotos hat. Immerhin ist der Wanderweg nach oben schön!

Letzter Halt: Seattle (Washington)

Nach unserer Wanderung machen wir uns nun auf den Weg zu unserem allerletzten Stopp unseres Roadtrips: Seattle! Das heißt gleichzeitig, dass wir Oregon und somit auch das „Steuerparadies“ verlassen. Im Gegensatz zu anderen US-Bundesstaaten zahlt man nämlich in Oregon keine Steuern auf Artikel, die man kauft.

Wir haben in Seattle ein komplettes Sechsbettzimmer in einem super schönen Hostel im Voraus gebucht. Das Hostel liegt in Fremont, einem Stadtteil mit tollen Cafés, Restaurants, Bars und Boutiquen, wie sich nachher herausstellt. Auch Google und Adobe sind hier vertreten. Den Abend lassen wir in einer Brauerei ausklingen, wo wir erst mal das Bier von Seattle testen, bis der Laden irgendwann schließt ;-)

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Am nächsten Morgen klingelt mein Wecker pünktlich um 8 Uhr. Ich stehe höchstmotiviert auf, denn um 9 Uhr wird vom Hostel eine kostenlose Führung durch das Viertel (Fremont) angeboten. Die anderen sind nicht ganz so angetan, an einem Sonntagmorgen um neun völlig verkatert bei einer Stadtführung mitzulaufen … außerdem läuft gleich auch das Deutschlandspiel. Die Stadtführung dauert ca. eine Stunde und man erfährt ziemlich interessante Sachen, wie Seattle zusammengewachsen ist und was das Viertel ausmacht. Unter anderem erzählt uns unser Tourguide, dass hier öfters mal Skulpturen platziert wurden, die die Stadt mittlerweile doof findet und die man daher nun kaufen kann. Außerdem wird gerade ein Museum renoviert, so dass die Deko-Statuen vorübergehend eine Bleibe brauchen und damit auch überall in Fremont platziert wurden.

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Nachmittags machen meine Freunde und ich uns auf den Weg ins Stadtzentrum und in ein Viertel, das Queen Anne heißt, sehr zur Freude unserer lieben Anne. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Skyline Seattles.

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Wir spazieren weiter zum Pike Place Market, wo es eine ganz lange Markthalle am Lake Union gibt. Hier werden Blumen, Fleisch, Fisch, Gebäck, Kleidung, Accessoires, Bücher, Zeitungen, … eigentlich alles verkauft. Gleich in der Nähe gibt es eine kleine Seitenstraße, in der es die berühmte Gum Wall gibt. Hier kleben seit 25 Jahren Bewohner wie Touristen ihre Kaugummis an die Wand – mittlerweile sind es über eine Million! Ich weiß nicht, ob ich das faszinierend oder absolut abartig finde. Aber natürlich verewigen wir uns auch einmal alle gemeinsam an der Wand!

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Am Ende des Tages sind unsere Füße ganz platt gelaufen und wir beschließen, in der Bar unter unserem Hostel den Abend zu verbringen. Für nur fünf Dollar bekommt man hier ein riesiges Stück Pizza mit einem großen Glas Bier. Das ist unser letzter gemeinsamer Abend, morgen werden die anderen nach Long Beach zurückfliegen und ich werde alleine nach Alaska weiterreisen. Maxi, Anne und Stefan werde ich bei meiner nächsten Rückkehr nach Long Beach sogar nicht mehr wiedersehen, weil die drei schon in wenigen Tagen wieder in Deutschland sein werden.

Was wir die letzten Tage und Wochen gemeinsam erlebt haben, ist unbezahlbar. Ich hatte so wahnsinnig viel Spaß mit meinen Flodders on Tour. Ich bin unglaublich traurig, dass unser Abenteuer jetzt zu Ende ist, aber ich weiß, dass wir uns spätestens in Deutschland zu einer angemessenen Reunion wiedersehen werden!

Danke Victor, Anne, Stefan, Philipp und Maxi! <3

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Lisa Harings (24) schreibt auf TONIGHT.de darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Auslandssemester komplett alleine auf die Beine zu stellen und teilt all die Momente, Eindrücke und verrückten Erlebnisse, die ihr in ihrem Auslandssemester und auf dem Weg dorthin begegnen werden. Alle Texte von Lisa findet ihr auf TONIGHT.de/travel!

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