Elf Tage quer durch Kalifornien

Tag 4-5: San Francisco, das Food-Paradies auf Erden

Elf Tage quer durch Kalifornien: Tag 4-5: San Francisco, das Food-Paradies auf Erden Elf Tage quer durch Kalifornien: Tag 4-5: San Francisco, das Food-Paradies auf Erden Foto: Lisa Harings

Study at the Beach 2016: Wer bloggt hier? Study at the Beach 2016 Wer bloggt hier? Zum Artikel » Lisa Harings (24) ist für ihr Auslandssemester nach Long Beach in Kalifornien gegangen. Auf TONIGHT.de schreibt sie über ihre Erlebnisse während ihres USA-Aufenthalts. Während der Osterferien ist sie mit ihrer Freundin Maxi (21) elf Tage lang durch Kalifornien gereist.

Auf unserem elftägigen Roadtrip durch Kalifornien haben wir drei Nächte in San Francisco verbracht. Nachdem wir die Westküste einmal abgefahren hatten, machten wir uns über Monterey, Santa Cruz und Silicon Valley schließlich auf den Weg nach San Francisco. San Francisco hat bei mir vor allem einen Eindruck hinterlassen: Hier gibt es SO - VIEL - GUTES - ESSEN! 

Der zweite und dritte Tag unseres Aufenthalts in der Hippie-Stadt fiel auf Osternsonntag und Ostermontag. Dieses Ostern ist glaube ich das erste in meinem ganzen Leben, das ich außerhalb von Deutschland verbracht habe. Und von Europa sowieso. In den USA feiert man auch Ostern, mit Ostereier-Suche und allem drum und dran. Dementsprechend waren die meisten Geschäfte zumindest an Ostersonntag in San Francisco sogar geschlossen.

Elf Tage Roadtrip durch Kalifornien San Francisco - Food, Fashion, Hippies & Co. 55 Fotos

Tag 4 – Endlich wieder Brot!

San Francisco - image/jpeg Für unseren ersten Morgen in San Francisco hatten wir uns ein ganz besonderes Café zum Frühstücken ausgesucht: "The Mill". Das Café liegt im hippen Haight-Ashbury auf der Divisadero Street, wie ganz viele andere herrliche Foodlocations. An diesem Morgen konnten wir nach langer Zeit nochmal eine ganz tiefe Sehnsucht erfüllen: Richtiges Brot! Hach, herrlich. In Südkalifornien ist es nämlich eher ein schwierigeres Unterfangen, ein anständiges Brot mit Kruste zu finden. Die meisten Brote sind völlig überzuckerte Toastbrote und hängen einem daher schon nach kurzer Zeit zum Hals heraus. Umso mehr freuten wir uns über ein vernünftiges "Artisan Bread" mit richtiger Kruste. Wenn man in den USA nach halbwegs gutem Essen sucht, dann ist der Begriff "artisan" immer ganz hilfreich, da er so viel wie "Handwerk" bedeutet.

Das Café verkaufte nicht nur sein umwerfend leckeres Brot, Backmischungen und Kaffee, sondern auch Dekoartikel lokaler Designer, ähnlich wie in dem Café in Monterey, das wir am Vortag besucht hatten.

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"Everywhere you look, everywhere you go …" – Full House und die Painted Ladies

Am Abend vorher hatten wir unsere AirBnB-Gastgeber gleich darüber ausgefragt, wo denn hier die Shooting-Location der kultigen TV-Serie "Full House" liege. Ich wollte schon immer mal den Park und die Häuser aus der Opening-Scene sehen. Die Antwort war ganz einfach: "Auf unserer Straße. Fünf Minuten zu Fuß." Ich konnte gar nicht glauben, was ich da hörte! Und so war es auch: Nach unserem Frühstück bei The Mill spazierten wir ein paar Blocks weiter und schon fanden wir uns im Alamo Square Park vor den Painted Ladies wieder. "Painted Ladies" werden die bunten Häuser genannt, die in der Anfangsszene von Full House zu sehen sind. Von hier aus hat man auch einen guten Ausblick auf die Stadt.

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Tenderloin, Financial District, die Piers und das Ferry Building

Nach ein paar Fotos spazierten wir weiter durch Downtown San Francisco, durchquerten den Tenderloin District, wo es ziemlich viele Obachlose gab, und gingen weiter zur Market Street, wo wir die wenigen am Ostersonntag geöffneten Shops für einen kleinen Bummel nutzten. Nach einem mehrstündigen Spaziergang durch die Straßen des Financial Districts führte unser Weg an die Piers von San Francisco. Hier kann man wunderbar entlangflanieren und die Sicht auf das Meer und die Brücken genießen. Im Ferry Building, das ebenfalls dort liegt, bestaunten wir die süßen kleinen Shops und gönnten uns einen Kaffee mit Macarons. Unser Spaziergang am Meer endete am berühmten Pier 39 und dem Fisherman's Wharf, wo man super essen gehen und Souvenirs shoppen kann.

San Francisco - image/jpeg Das Ferry Building am Pier

Dinner in Chinatown

Als die Sonne langsam unterging, riefen wir uns ein Taxi, um nach Chinatown zu fahren. Da wir kein Chinesisch lesen oder sprechen und keine Ahnung von dem Stadtteil hatten, gingen wir einfach zu irgendeinem chinesischen Restaurant, das gut besucht aussah, um dort Abend zu essen. Wir bestellten uns ein Menü aus einer sauren Suppe (nicht lecker), Frühlingsrollen, Cashew-Hühnchen und mongolischem Rind, dazu gab es Reis und Tee. Zu meiner Überraschung überlebten wir das Essen und rollten glücklich und satt nach Hause.

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Tag 4 – Shopping, Sightseeing und ganz viel Essen

Den nächsten Tag zelebrierten wir auch wieder mit einem ganz besonderen Frühstück. Dieses Mal hatten wir ein Café auf der Fillmore Street gefunden, für das mein Herz heute noch schlägt. Also, so gutes Frühstück habe ich in den USA bisher glaube ich noch nirgendwo gegessen! Im Café "Jane" gibt es alles, was "Organic-Healthy-Artisan-Cleaneating"-Fans lieben. Wer hier isst, versteht, warum viele Foodtrends aus Kalifornien kommen ... Ich denke, in diesem Fall sagt ein Bild mehr als tausend Worte:

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Nachdem wir uns einmal quer durch Jane's Speisekarte gefrühstückt hatten, verbrachten wir ein wenig Zeit auf der Fillmore Street, und bummelten durch die Geschäfte. Die Straße ist meine absolute Lieblingsstraße in San Francisco, weil es dort tolle Cafés, Restaurants Designer-Boutiquen und Secondhand-Läden gibt. Sie liegt in dem stylischen und wohlhabenden Stadtteil Pacific Heights.

Der Golden Gate Park

Unser Weg führte danach weiter in den Golden Gate Park, wo wir einen kleinen Nachmittagsspaziergang machten. Der Park liegt im Westen San Franciscos und ist ein großartiger Ort, um dem Alltagsstress der Stadt zu entfliehen. Hier ist alles grün und bunt soweit das Auge reicht und man hört nichts außer dem Rauschen der Blätter und heiteres Vogelgezwitscher. Der Park ist riesig groß. Hier gibt es außerdem das M. H. de Young Memorial Museum, das Conservatory of Flowers, einen japanischen Teegarten und die California Academy of Sciences.

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Haight-Ashbury und seine Hippie-Shops

Nach einer kleinen Kaffeepause bei The Mill (unser Frühstückslokal vom Vortag) beschlossen wir uns Haight-Ashbury nochmal genauer anzusehen. Das Viertel, in dem wir auch unsere AirBnB-Unterkunft hatten, wurde in den 60er Jahren besonders bekannt durch die Hippie-Bewegung und sieht heute immer noch entsprechend bunt aus. Auf der Haight Street kann man wunderbar Vintage-Artikel und Secondhand-Kleidung shoppen, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Drei bunte Kleider landeten in meinem Einkaufskorb.

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Sonnenuntergang an der Golden Gate Bridge

San Francisco - image/jpeg Ich muss sagen, dass wir auf unserem ganzen Roadtrip echt immer Glück hatten mit dem Wetter. Das vor allem für unseren Aufenthalt in San Francisco sehr von Vorteil. Denn wer die Golden Gate Bridge sehen will, kann durchaus Pech haben und an einem Tag ankommen, wo die Brücke vor lauter Nebel nicht zu sehen ist. Bei uns herrschte glücklicherweise strahlender Sonnenschein, so dass wir super Fotos von der Brücke bei Sonnenuntergang machen konnten.

Wir fuhren danach wieder zurück zur Fillmore Street, denn wir waren – wie nicht anders zu erwarten – mal wieder hungrig und wollten unbedingt das Burgerrestaurant austesten, was wir dort bei unserem Morgenbummel gesehen hatten. Ich bestellte Burger mit Avocado und Pommes. Nicht als Beilage – Pommes und Avocado AUF dem Burger. Mein Urteil: Hervorragend!

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San Francisco - image/jpeg Danach gab es nochmal eine Runde Eis für uns (Wir sind ein wenig eissüchtig). Gleich um die Ecke von dem Burgerladen befand sich "Smitten" – eine Eismanufaktur. Ja, wortwörtlich Manufaktur. Man sucht sich eine der kreativen Kombinationen vom Menü aus und das Eis wird live aus frischer Milch und Toppings zubereitet. Wir entschieden uns für Cookie Dough, Pretzels und Chocolate Chips. Mmmmh!

Dieser Tag war wirklich sehr erlebnisreich gewesen. Ich neige manchmal ein wenig dazu, alles sehen zu wollen, was geht, bevor ich es nicht mehr schaffe und womöglich nicht mehr an den Ort zurück komme. Am Ende des Tages bin ich dann zwar immer richtig platt, aber unheimlich glücklich, wieder so viel erlebt und kennengelernt zu haben!

Lisa Harings (24) schreibt auf TONIGHT.de darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Auslandssemester komplett alleine auf die Beine zu stellen und teilt all die Momente, Eindrücke und verrückten Erlebnisse, die ihr in ihrem Auslandssemester und auf dem Weg dorthin begegnen werden. Alle Texte von Lisa findet ihr auf TONIGHT.de/travel!