Von Ballermann-Touris und Korallentauchern

Diese 10 Typen von Urlaubern könnten neben euch im Flieger sitzen

Von Ballermann-Touris und Korallentauchern: Diese 10 Typen von Urlaubern könnten neben euch im Flieger sitzen Von Ballermann-Touris und Korallentauchern: Diese 10 Typen von Urlaubern könnten neben euch im Flieger sitzen Foto: iStock

Urlaub bedeutet für jeden etwas anderes – die einen wollen Erlebnis und Action, die anderen Entspannung und Wellness und manche wünschen sich einfach nur ein Wochenende weg von den Blagen. Aber eins verbindet alle Reisenden: Woanders kann man mal ganz ungeniert man selbst sein und genau das tun, was man möchte. Wir haben insgesamt 10 Typen von Urlaubern für euch identifiziert:

1. Das besoffene Rudel

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem besoffenen Rudel um eine Gruppe von ca. 5 bis 12 Personen, die gemeinsam an einen Ort fahren mit dem Ziel, sich täglich bis zur Besinnungslosigkeit zu besaufen. Anlass für diese Art von Zuammenkünften sind häufig Abschlussfahrten von meist erfolglosen Mannschaften des Breitensports oder Junggesell(inn)enabschiede. Beliebte Ziele sind Spanien oder Kroatien. Anhand der praktischen Rückenbeschriftungen („Bierfahrt 2015 – SC Endenich-Trutzdorf goes Malle!“) sind einzelne Mitglieder leicht dem passenden Rudel zuzuordnen.

2. Der Einchecker

Der Einchecker fährt eigentlich nur in den Urlaub, um vorher, nachher und währenddessen seinen „Social Media“-Kontakten davon zu berichten. Der bevorstehende Urlaub wird zunächst mit aufgeregten Facebook-Posts angekündigt (#Fernweh! Noch 17 Tage - AUSTRALIEN! wir kommen!!!) angekündigt und dann durch stündliche Updates und Instagram-Fotos akribisch dokumentiert (Schatz beim Tauchen! #actionurlaub #sonne #welove). Noch nicht genutzte Fotos werden dann nach der Reise häppchenweise in wehmütigen Nostalgie-Posts verwertet (Sonnenuntergang in Sydney – take me back :(( !!!).

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3. Der Abenteurer

Der Abenteurer hat im normalen Leben einen langweiligen Bürojob bei einer Versicherung und kompensiert diese geballte Ödnis, indem er einmal im Jahr in den Urlaub fährt, sich eine Gopro auf den Kopf schnallt und sich von mexikanischen Klippen stürzt oder um die Kanaren herumsurft. Er reist mit Rucksack und Schlafsack durch die Gegend und wohnt entweder in Hostels oder auf fremden Sofas. Oder schläft einfach auf 'ner Wiese. Man ist ja schließlich jung und wild und frei!

4. Der All-inclusive-Gammler

Als das Gegenstück zum Abenteurer legt der All-inclusive-Gammler auf Action im Urlaub eher wenig Wert. Seine zurückgelegten Wege beschränken sich auf den Gang vom Zimmer zum Buffet zum Hotelpool zur Poolbar zum Buffet ins Zimmer in die Sauna. Zum Abendessen schaufelt er Nudeln und Schnitzel aus Warmhaltetrögen in sich rein und freut sich später einen Arm ab, dass er den Fusel-„Sex on the Beach“ an der Hotelbar nicht bezahlen muss. Die Hotelanlage wird lediglich zur An- und Abreise verlassen – warum auch, gibt ja alles umsonst! Und der Pool ist sowieso viel angenehmer als das Meer.

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5. Der Food-Tourist

Statt für Sehenswürdigkeiten oder Badestrände interessiert der Food-Tourist sich an seinem Urlaubsziel hauptsächlich für die landestypischen Cuisine. Welche Restaurants die lokale Küche am authentischsten umsetzen, wird im Vorfeld akribisch bei Tripadvisor recherchiert und Personen, die sich einfach bloß ne Portion Fritten mit Ketchup bestellen, werden verächtlich gemustert (außer in Belgien natürlich). Wieder daheim erklärt er dir dann, dass deine Spaghetti Carbonara eigentlich gar keine sind, denn diesen kleinen Schuss Sahne am Ende würde ein Italiener NIEMALS reintun. Nur so zur Info.

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6. Der Schnäppchen-Fuchs

Der Schnäppchen-Fuchs kann seinen Urlaub nur richtig genießen, wenn er möglichst wenig dafür bezahlt hat. Seine bevorzugten Reisearten sind deswegen Ryanair-Flüge, Fernbuslinien und ab und zu auch mal eine Last-Minute-Pauschalreise, seine Lieblingsziele vor allem Niedriglohnländer mit billigem Bier. Er mag ein Geizhals sein, aber wenn man das Leuchten in seinen Augen sieht, wenn er erzählt, dass Flixbus jetzt für 15 Euro nach Prag fährt (12 Stunden zwar, aber nur 15 Euro!!!) und es da Bier für 50 Cent gibt, muss man sich einfach für ihn freuen.

7. Der Sonnenanbeter

Der Sonnenanbeter hat im Urlaub nur eine Mission: Möglichst viel Sonne tanken um eine gut sichtbare Bratwurst-Bräune mit nach Hause zu tragen. Seine Waffen sind Strandtuch, Sonnenbrille und Sonnenöl und seine liebste Tageszeit die intensive Mittagssonne. Wenn die Leute ihn nach dem Urlaub auf die Bräune ansprechen, antwortet er mit einem selbstzufriedenen: „Och joa, das ist irgendwie so ganz nebenbei passiert! Waren halt viel draußen.“

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8. Herman the German

Herman the German ist der Verursacher sämtlicher Klischees, die sich im Ausland über uns Deutsche etabliert haben. Er ist der Erfinder der berüchtigten Sandalen-Socken-Kombination und legt bei der Outfit-Wahl generell sehr viel Wert auf Praktikabilität, was Brustbeutel, Sonnenhut und Bauchtasche verraten. Seine Mahlzeiten nimmt er nur in Lokalitäten ein, die eine deutsche Version ihrer Speisekarte anbieten, die im besten Fall Schnitzel mit Pommes beinhaltet. Die Kommunikation mit Einheimischen ist mitunter stark eingeschränkt, da deren Nicht-Beherrschen der deutschen Sprache nur schwer akzeptiert wird. Ein vom Gegenüber unverstandener Satz wird deswegen einfach in doppelter Lautstärke wiederholt. Schlägt die Interaktion dann erneut fehl, zieht Herman the German fluchend von dannen und kauft sich die Zeitung mit den vier Großbuchstaben.

9. Der Abhaker

Der Abhaker hat irgendwann mal so eine Weltkarte geschenkt bekommen, bei der man die Länder freirubbeln muss, in denen man schon war. Seitdem besteht seine Urlaubsmission darin, mit einer Reise möglichst viele Länder abzuklappern, die im besten Fall auch noch möglichst groß sind (das sieht auf der Karte nämlich nach mehr aus). Nach der produktiven Nordamerika-Tour im letzten Jahr geht’s deswegen jetzt nach Moskau. Mit Gabelflug über Polen. Das war nämlich auch noch grau.

10. Das Sightseeing-Monster

Morgens in den Louvre, dann ist es da noch nicht so voll, dann Frühstück auf der Champs-Élysées, mittags auf den Eifelturm, weiter zum Arc de Triomphe und zur Notre-Dame. Dann ein kleiner Spaziergang an der Seine und eine Führung durch Montmartre. Das Sightseeing-Monster will jede Sehenswürdigkeit abklappern, die im Reiseführer einen roten „TIPP!“-Button bekommen hat. Mit Trekking-Schuhen, Jack-Wolfskin-Jacke und Kamera um den Hals hastet er von einem alten Gebäude zum nächsten und verprasst sein gesamtes Urlaubsbudget in Souvenir-Shops. Und für Blasenpflaster.