Geiler Bart, geiler Hintern, geiler Hut

25 fiese Modesünden: Von Radlerhosen bis zu Trucker Cappys

Geiler Bart, geiler Hintern, geiler Hut: 25 fiese Modesünden: Von Radlerhosen bis zu Trucker Cappys Geiler Bart, geiler Hintern, geiler Hut: 25 fiese Modesünden: Von Radlerhosen bis zu Trucker Cappys Foto: Shutterstock / Daniel Hecht

Radlerhosen, die alle Weichteile abschnüren, peinliche Tattoo-Ketten, kitschige Pullover mit "Alf" oder "Mickey Mouse"-Aufdruck: Die Liste an Modesünden wächst mit jedem Jahr. Wir blicken auf einige der schrägsten Trends zurück.

Schon Oscar Wilde hat gesagt: "Die Mode ist so häßlich, daß man sie alle sechs Monate ändern muß." Und wenn wir auf die letzten Jahre zurückblicken, kommen wir nicht umher zu sagen: Recht hat der Mann!

Was sich von 1970 bis 2010 so alles "Mode" schimpfen durfte, passt heute wortwörtlich auf keine Kuhhaut mehr. Schaut mit uns zurück auf einige der größten Modesünden, irgendwo zwischen "Porn", "Frivol" und "Freizügig".

Diese Klamotten bleiben besser im Schrank Die größten Modesünden aller Zeiten 20 Fotos

Stramme Latexhosen

Er glänzt und zieht alle Blicke magisch auf sich: Ein praller Po in enger Latexhose spornt die Fantasie aller Männer an. Schlimm wird's nur, wenn die Hosen so einschnürend sind, dass der Schwabbelbauch drüberhängt und die zu fetten Beine akuten Blutstau verspüren.

Außerdem schreit der Look nach schlechter Bondage-Orgie: "Fiftys Shades of Grey" hat nicht umsonst sechsmal die Goldene Himbeere verliehen bekommen. Kein Maßstab, an den man sich modisch messen sollte.

Also: Überlasst die Latex-Klamotten besser den Spice Girls, Catwoman, den Porn-Stars und Lara Croft Cosplayern, anstelle selbst damit durch die Clubs zu ziehen. 

Radlerhosen

Das männliche Pendant der Latexschlüpper feierte in den 80er Jahren seine Trendzeit und war - im Gegensatz zu heute - nicht nur Fahrradfahrern vorbehalten: Die eng anliegenden, teils extrem kurzen Hosen mit exzessiven Farbgestaltungen von "Batik" bis "Psychedelisch" haben dafür gesorgt, dass kaum eine Frau mehr etwas mit Männern anfangen wollte.

G-Shock und Baby-G

Dass selbst Selena Gomez in ihrem neuen Video "Hands to myself" eine schwarze G-Shock trägt, zeigt wie resistent die Marke nicht nur gegenüber Steinschlag und Wasserdruck ist, sondern auch gegenüber der Zeit an sich.

Dennoch kommen wir nicht umher zu summerieren, dass eine G-Shock stets eine modisch extrem mutige Uhr gewesen ist: Das klobige Design ist sicher nicht jedermanns Geschmack, und die grellen Farben einiger Modelle sind ein übler Abtörner.

Angefangen hat der Trend zur G-Shock in den 90ern Jahren, passend zur schrillen Techno-Zeit. Baby-Gs, Plateau-Schuhe und Lack-Jacken ließen uns damals reihenweise vor schrillen Farben kollabieren. Lustig: Heutzutage wieder "in" sind Casio-Uhren im Retro-Stil, um einiges schmaler als die gewöhnliche G-Shock und in klassischen Farben wie schwarz und gold. 

Tattoo Ketten und Choker

Irgendwo zwischen Grufti und Hundehalsband liegen die Tattoo-Ketten und "Choker", also extrem eng anliegende Halsketten, die erstmal einen schönen, schmalen Hals voraussetzen, um überhaupt zur Geltung zu kommen. Leider vergruben sich die Teile in den dicken Hälsen so einiger Frauen und verursachten nicht nur bei ihnen akuten Brechreiz.

Trend-Setter der Mode waren unter anderem Drew Barrymore und Reese Witherspoon, sowie Serien wie "Beverly Hills 90210" und natürlich "Buffy". Das wohl populärste Beispiel für ein Choke-Halsband fällt auf Natalie Portman zurück: Als "Mathilda" in "Leon - Der Profi" setzte sie ein - zum Glück - nur kurzzeitiges Zeichen für einen Trend, den heutzutage niemand mehr braucht.

Noch schlimmer: Halsbänder mit Glöckchen. Urghs. Wenn der Teenie-Vamp dreimal klingelt...

Optische Täuschungen Muster

Ganz egal ob edles Kleid, oder gewöhnlicher Pullover: Ausgefallene Schwarz-Weiß-Muster erinnerten für lange Zeit eher an eine optische Täuschung, als an ein modisches Statement.

Spätestens wenn man sich den schwarz-weiß tragenden Damen betrunken näherte und beim Blick auf's Kleid spontan in den Hemdärmel kotzen musste, war klar: Diese Muster verursachen schlimme Dinge in unserem Kopf!

Tennissocken

Ich kann mir noch gut daran erinnern, wie mir zwei gute Freundinnen erklärt haben: "Daniel, hömma, hör bitte auf deine Socken so hoch zu ziehen. Und Schleifen an Schuhen sind ebenfalls out!" Das war für mich damals, also vor gut 15 Jahren, ein Paradigmenwechsel, gleichwertig mit dem Umschwung von D-Mark auf Euro und Raider auf Twix.

Die Krönung dieser Modesünde war die unschlagbare Kombo aus hochgezogenen Tennisssocken und Adiletten, alternativ Birkenstock-Sandalen. Da gingen selbst hartgesottene Ladys auf die Barrikaden.

Ed Hardy

Dass Mode-Erscheinungen gerne innerhalb weniger Wochen von "Kult" auf "Flop" fallen, beweisen unter anderem Modemarken wie Abercrombie & Fitch sowie Ed Hardy.

Abseits von der Vorstellung, dass die Klamotten mit großer Wahrscheinlichkeit aus irgendwelchen Kinderarbeitslagern in China stammen, hatte zumindest der Abgesang von Ed Hardy tatsächlich auch zeitgenössische Gründe: Nachdem sich die halbe Welt zu Beginn des neuen Jahrhunderts tätowieren ließ und das "Rock"-Gefühl irgendwo zwischen Gwen Stefani und Linkin Park wiedergefunden hat, wurde dieses bunte Bild des Revoluzzers in Spe gerne auch auf T-Shirts und Pullovern verwendet.

Um es mit YouTube zu sagen: Fuck Ed Hardy!

Schulterpolster

Das Aushängeschild von praktisch JEDEM Talkshow- und Gaming-Show-Gast der 80er und 90er Jahre: Ohne Schulterpolster ging man damals einfach nicht außer Haus. Heutzutage trägt man die ollen Teile zum Glück nur noch, um in der Business-Runde Eindruck zu schinden oder auf der 90er Jahre Party zu glänzen.

Pop Swatch

Noch eine Modesünde für's Handgelenk: Die grell bunten Stoff-Armbanduhren der Marke "Pop Swatch" sehen heutzutage einfach so scheußlich aus, dass man sich allen Ernstes fragen muss, wie sich diese Teile je an ein Handgelenk verirren konnten.

Batik

Sieht aus wie ein Teppich und riecht komisch: Von indischen Schlängellinien bis hin zum einfachen Hippie-Shirt, die hohe Farbkunst der Batik sorgte für einige der schlimmsten Modesünden der letzten 20 Jahre.

Besonders harter Tobak waren die Batik-Hemden, die insbesondere junge Männer gerne beim Ausflug an den Strand trugen. Und ja, ich hatte tatsächlich auch so ein Teil, welches ich erst kürzlich rituell im heimischen Ofen verbrannt habe. Die Düfte, die da rauskamen, haben mich über mehrere Tage high werden lassen.

Kurz: Nur weil jeder plötzlich seine Hemden und Shirts eigenhändig daheim färben konnte, sollte das nicht heißen, dass es auch jeder machen sollte.

Leggings

Wem Latexhosen noch nicht eng genug sind, der kann es eventuell mit der angenehm fluffigen und beinahe ebenso schweißtreibenden Leggins-Variante ausprobieren: Bei etwas fülligeren Personen wird der Stoff dabei gerne genau an den Stellen durchsichtig, an die man besser nicht hinschauen sollte. Dschungelcamp-Alarm!

Nach langer Abstinenz waren Leggings 2015 wieder angesagt. Und wir freuen uns schon darauf, wenn die Teile wieder im Schrank daheim verschwinden.

Light Up Sneakers

Schrill, schriller, Light Up Sneakers: Die bunten Schuhe mit den Leuchtdioden blinken bei jedem Schritt auf und lassen den Weg zur Arbeit zur Disco-Zone mutieren. Für Kinder ein großer Spaß, für Erwachsene ein absolutes NO GO: Füße weg von dieser Modesünde!

Trucker Cappys

Cappys sind aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken: Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen man den Schirm in den Nacken trug, oder lässig eine Sonnenbrille auf den Schirm legte.

Jetzt muss nur noch die Zeit vergehen, in denen man die schnieken Hüte so locker auf den Kopf setzt, dass ein kleiner Windstoß ausreicht, um sie auf Nimmerwiedersehen im Großstadtdschungel verschwinden zu lassen. Ist vielleicht auch besser so. Coole Kids boykottieren diese Modesünde!

Nietenarmband

Sie gehören zu Heavy Metal wie Fledermäuse zu Ozzy Osbourne: Nietenarmbänder, wobei die Nieten alle Größen von "klein und rund" bis zu "lang, spitz und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit tödlich" haben dürfen.

Dass sich Metal-Fans einen feuchten Kericht um Mode scheren, dürfte bekannt sein: Viel schlimmer ist es derweil, wenn die Metal-Mode plötzlich wie eine Bombe im Mainstream aufschlägt und sich plötzlich alle Kids mit den Dingern bewaffnen, um im überfüllten Bus oder der Bahn für Angst und Schrecken und so einige "Autsch! Was zum Geier?"-Aufschreie zu sorgen.

Danke, Avril, danke!

Die Farbe Gelb

Jeder Mensch hat seine Lieblingsfarbe. Nur Schade, wenn eure ausgerechnet "Gelb" ist, denn - wie wir alle wissen - "Gelb" passt definitiv zu niemanden. Gelb ist keine Farbe, es ist eine Krankheit. Und wer gelbe Hemden trägt, hat den Schuss nicht gehört. Pfui Teufel!

Alf-Klamotten

Hach Alf: Kaum zu glauben, dass es das Alien mehr als einen Tag bei den - bis in alle Körperzellen spießigen - "Tanners" ausgehalten hat. Erstaunlicherweise ist Alf, ganz im Gegensatz zu Hit-Serien wie Baywatch und Knight Rider, in der heutigen TV-Landschaft beinahe vollkommen von der Bildfläche verschwunden. Ende der 80er Jahre gehörte er jedoch zu den absoluten Highlights - was einiges über die späten 80er verrät.

So ist es auch kein Wunder, dass es sogar die passenden T-Shirts (Marke XXXL) und Pullover (mit Ärmeln, in die man ganze Katzen stecken konnte) zur Lieblingsserie spießiger, deutscher Spaßgesellen gab. Selbst die BRAVO widmete den Alf-Klamotten eine Spezial-Ausgabe, die ihr im genialen Retro-Blog vongestern.com nochmal Revue passieren lassen könnt. Schlimme Zeiten!

Die riechende Swatch

Swatch-Armbanduhren eroberten in den 80er Jahren nicht nur die Handgelenke, sondern auch die Nasen: Heutzutage kaum mehr vorstellbar, aber es gab tatsächlich mal eine Swatch-Edition mit Geruch. Diese hörte auf den kreativen Namen "Granita di Futta" und stand euch sowohl als Himbeer-, als auch Banane- und "Ice Mint"-Armbanduhr zur Auswahl.

Da sind wir doch froh, dass es nicht auch Schweißbänder mit Geruch gab. Obwohl... so sicher sind wir uns da gerade auch nicht mehr. "Urghs!"

Holzfällerhemden

Nichts schreit "starker Mann" so, wie ein vollgeschwitztes und abgewetztes Holzfällerhemd. Schade nur, dass die Teile irgendwann so populär wurden, dass jeder kleine Pimmel mit zwei Ohren plötzlich einen auf "starker Mann" machen musste.

Plateau Schuhe und Buffalos

Die deutsche Schuhmarke feierte in den 90er Jahren einen Erfolg nach dem anderen: Die hohen Plateausohlen waren extrem angesagt und gehörten zur schrillen Technokultur, wie bunte Lack-Jacken und jede Menge Haargel. 

Zum Glück sind diese Zeiten lange vorbei: Heute prägen vor allem elegante Damenschuhe das Sortiment. Darauf ein Hallelujah!

Hosenträger

Die ersten Hosenträger soll bereits Benjamin Franklin getragen haben: Damals wurden die langen Strippen noch UNTER den Klamotten getragen. Erst später entwickelten sie sich zum modischen Statement... 

In den 90ern und frühen 2000ern waren die Hosenträger beinahe komplett aus dem Kleiderschrank verschwunden, zumindest bist Hip-Hop-Style-Ikone Fonzworth Bentley den "Dandy-Look" wieder populär gemacht hat. Das wenig erbauliche Ergebnis findet ihr im heutigen Yuppie-Look wieder, inklusive dicker Hornbrille und verschmitztem Lächeln.

Dann doch lieber Minions...

Pali-Tuch

Eigentlich hört das Kopftuch auf den Namen "Kufiya" oder "Ghutra" und wird allen voran in der arabischen Welt getragen, um sich vor der Sonne zu schützen. Dabei repräsentiert das Tuch jedoch nicht nur Mode, sondern auch Politik: Durch den Nahostkonflikt in Palästina kam der Name "Palästinensertuch", oder kurz "Pali-Tuch " auf. Studenten und Hippies bekundeten Ende der 60er mit dem Tuch ihre Solidarität mit der PLO, als Zeichen des linken Widerstands und persönlicher Freiheit.

Viele wissen bis heute nicht, dass Pali-Tücher überhaupt eine Bedeutung abseits der Mode haben - viele trugen das Teil einfach, weil es gerade "in" war. Seit Ende der 90er Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends tauchten die Tücher leider auch vermehrt in der rechten Szene auf, weswegen wir dem leisen Abgesang der Fledder-Laken nur wenig hinterhertrauern. Mode und Politik? Ein No Go!

Schweißbänder

Wer braucht schon Handtücher, wenn er seinen Schweiß schön am Handgelenk sammeln kann? Je länger wir darüber nachdenken, desto ekeliger sind Schweißbänder.

Cord-Hemden

Immerhin waren sie warm. Ansonsten taugt der enge Verwandte der Holzfällerhemden heutzutage nur noch für hochgezogene Augenbrauen und einen traurigen "WTF?"-Blick.

Schlaghosen

Disco, Disco! Wir sind jetzt schon gespannt darauf, wann die Schlaghosen wieder "en vogue" sind. Die Disco-Kugel-Zeit kann nicht früh genug wiederkommen, da wagen wir uns doch gerne ins modische Abseits. 

Und wie so oft gilt auch bei allen hier aufgelisteten Modesünden: Was heute scheiße aussieht, kann morgen schon wieder voll im Trend liegen. Irgendwie scheinen Menschen einfach Gefallen daran zu finden, eben genau die Klamotten und Accessoires geil zu finden, die gerade NICHT in Mode sind - bis sie dann schließlich wieder IN MODE sind und sich der teuflische Modekreisel erneut zu drehen beginnt. 

Haltet die Ohren steif, die Hosen knapp und die Schuhe offen! 

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