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Reaktionen der Partywelt

Loveparade-Katastrophe: Spendenaufrufe und abgesagte Events

erstellt am: 29.07.2010

Die schrecklichen Ereignisse der Loveparade in Duisburg bewegen die Partywelt nach wie vor: Viele Veranstalter wollen helfen, diskutieren über soziale Netzwerke den richtigen Umgang mit den Geschehnissen. Manche Events werden ganz abgesagt - wie die Stadtwerke Summer Night Lounge im Landschaftspark Nord.

Für die Veranstalter der Summer Night Lounge stand schnell fest, die Events am 24. und 31. Juli abzusagen. Von der Duisburger Marketing Gesellschaft wurden jetzt auch die Termine vom 7. und 14. August gestrichen. Dazu erreichte uns per E-Mail folgende Stellungnahme der Veranstalter (Ausschnitt):

"Aufgrund des erschütternden Ereignisses und Trauer um die Verstorbenen am vergangenen Samstag, 24. Juli 2010, bei der Loveparade hatten wir uns sofort mit allen Beteiligten besprochen und entschieden, die Stadtwerke Summer Night Lounge für den 24.7 und 31.7.2010 nicht durchzuführen. Der fröhliche Charakter der Veranstaltung entsprach nicht dem Gefühl der starken Betroffenheit, das von vielen Mitbürgern empfunden wird. Das wollen wir als Veranstaltergemeinschaft respektieren. Dennoch sind wir sehr betroffen und traurig, dass jetzt durch die Duisburg Marketing Gesellschaft die gesamte Veranstaltung abgesagt wurde. Die „jungen Duisburger“ brauchen jetzt dringend Ablenkung und Gespräche, um das Erlebte zu verarbeiten."

Jens Thiem ist Veranstalter der Duisburger Party-Reihe "ultraschall" und war mit einem eigenen Float auf der Loveparade. Auch er ist sehr erschüttert von den schrecklichen Ereignissen und hat dazu direkt einen Tag danach ein Interview gegeben. Die geplante Aftershow-Party "ultraschall meets klub 100" wurde auf den 21. August verschoben.

In diesen schweren Tagen ist es für viele Veranstalter und Clubber nicht leicht, mit etwas an für sich ausschließlich Fröhlichem wie Partys "ganz normal" umzugehen. Die Reaktionen sind unterschiedlich: Events werden abgesagt, bei einigen Partys finden Schweigeminuten statt oder einen Teil der Eintrittsgelder wird gespendet - wie etwa bei der Partyreihe "Klangkunst" in den Düsseldorfer Rudas Studios am 30. Juli. Dort geht je 1 Euro pro Gast an die Angehörigen der Loveparade-Opfer.

Auch das Deutsche Rote Kreuz hat ein Spenden-Konto zur Unterstützung von Opfern, Verletzten und Betroffenen der Loveparade-Katastrophe bei der Duisburger Sparkasse eingerichtet. Kontonummer 200 204 204, Bankleitzahl (BLZ) 350 500 00 unter dem Stichwort Loveparade. Und auf Facebook gibt es diverse Gruppen wie etwa Trauer um die Toten der LoveParade 2010 in Duisburg oder Schweigeminute für die Opfer der Loveparade, der sich zahlreiche User anschließen.

Zeichen setzen kann jeder - auf seine Weise.

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Quelle: rpo

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