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Nichtraucherschutzgesetz soll verschärft werden: Rauchverbot: Wirte resigniert Foto: RP/Dieker

Nichtraucherschutzgesetz soll verschärft werden

Rauchverbot: Wirte resigniert

Von HANS ONKELBACH - erstellt am: 22.12.2011

Die Ankündigung der Landesregierung, das Nichtraucherschutzgesetz erneut zu verschärfen und im Laufe des nächsten Jahres für komplett rauchfreie Kneipen und Restaurants zu sorgen, hat hiesige Gastronomen nicht mehr wirklich erstaunt. Offenbar hat man sich damit abgefunden, dass die Regierung das Rauchen komplett unterbinden will und auf die Proteste der Wirte keine Rücksicht nimmt. Die Gastronomen hatten mehrfach vor einer Zerstörung der Kneipenkultur gewarnt und die Vernichtung von tausenden Existenzen prophezeit.

Fotostrecke | 18 Bilder Wie die Rauchverbote in den Bundesländern geregelt sind Bisher konnten sich Einraum-Kneipen (bis 75 Quadratmeter) mit einer Sonderregung, die das Rauchen erlaubt, über Wasser halten. Größere Betriebe richteten abgetrennte Räume ein, wo geraucht werden durfte.

Uerige-Chef Michael Schnitzler hat den Vorteil, dass er nicht nur über mehrere Räume verfügt, sondern einen Innenhof mit zu öffnenden Dachfenstern hat, in dem derzeit geraucht werden darf. Hunderte nutzen diese Möglichkeit. Schnitzler: „Wenn das umfassende Rauchverbot kommt, werden wir das den Gästen eben sagen müssen.“ Dass er nicht begeistert ist, merkt man ihm an.

Peter Nöthel, Chef des Hummer-Stübchens in Lörick, pocht ebenfalls auf das generelle Rauchverbot in seinem Restaurant. Das gelte schon seit Jahren. Wer von den Gästen dennoch zur Zigarette greifen will, der kann das im angeschlossenen Hotel Fischerhaus tun. Dessen Foyer ist durch einen Gang mit dem Restaurant verbunden, dort stehen bequeme Sessel, daneben Tische mit Aschenbechern.

News | Szene Altstadt auf dem Prüfstand: Kaum Nichtraucherschutz in Düsseldorf Christian Bareiss (Dorfstube Oberkassel) ist selbst Raucher, hält aber das Verbot in Restaurants für vernünftig. In seinem Restaurant wünschten selbst Raucher keinen Qualm, außerdem sei das Rauchen versicherungsrechtlich nicht zulässig - denn die gesamte Innenverkleidung seines Restaurants ist aus altem Holz. Da wäre die Gefahr eines Brandes viel zu groß. Gäste, die nicht aufs Nikotin verzichten können, müssen vor die Tür der Dorfstube.

Etwas leichter hat es Michael Küffner auf seinen Gastro-Schiffen der Weißen Flotte. An Deck ist das Rauchen grundsätzlich nicht verboten, aber in den Räumen der Decks schon. Ausnahmen sind geschlossene Gesellschaften. Küffner: „Wenn der Gastgeber, der das Schiff chartert, Rauchen erlauben will, dann machen wir das.“

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Quelle: RP

Kommentare (1)

Mallzig
Mallzig | vor 5 Monaten

„Helmpflicht beim Blumenpflücken“ – grüne Gedanken schaffen das normale Leben weitestgehend ab. Es ist längst kein Geheimnis mehr: in Deutschland haben sich einige aufgemacht, dem scheinbar unmündigen Bürger ein grandioses Erziehungsprogramm zuteil werden zu lassen. Man könnte meinen, dass nur grüne Lebenskünstler und ein paar selbsternannte Volkserzieher wissen, worum es im Leben geht. An diesem Erziehungswesen soll das ganze Volk genesen. Rauchverbote, E-Zigarettenverbot, Zucker -, Fett -, Cola -, Alkohol – Verbote und sicher noch weitere „Schädlingsbekämpfungsideen“ machen die Runde. Die politisch Verantwortlichen glänzen durch Lemmingverhalten und folgen dem Diktat auf Schritt und Tritt. Von Abwägung und demokratischer Gerechtigkeit ist nur wenig zu sehen. Eine komplette Veränderungen innerhalb der politischen Landschaft ist erkennbar. Hervorgerufen durch schamloses Eingreifen in persönliche Lebensführung. Wehrt sich der Bürger dagegen? Scheinbar nicht. Noch ist kein allgemeiner Aufschrei zu hören. Möglicherweise stellt die Alltagsbewältigung viele vor andere Probleme, die gemeistert werden wollen. Da zählen Verbote vielleicht nicht zu den Prioritäten, es sei denn, man ist irgendwann selbst betroffen. Doch dann ist es zu spät. Gesetz ist dann Gesetz, Nachbesserungen scheitern dann an parlamentarischer Trägheit und Feigheit gegenüber dem vielzitierten Mainstream. Dann folgt Wut, Enttäuschung und häufig virtuelle Bestürztheit. Danach setzt Lethargie ein. Eine Spirale, mit der es sich prima planen und erziehen lässt. Das wissen die Protagonisten der Diktatur über den Körper sehr genau. Und deshalb scheint es zu gelingen. „Helmpflicht beim Blumenpflücken“ ist deshalb keine Satire, sondern könnte bald Wirklichkeit werden. Nur der gesund und überversichert lebende Mensch wird dann wertvoll sein. Alle anderen gehören geläutert und gegebenenfalls bestraft. Gerne auch als Unterschicht tituliert, finden sich dann Menschen in der Ausgrenzung, die soeben noch der Meinung waren, sie tragen ihren Teil zum Volkswohl bei. Der Liberale wird zum Außenseiter, der Raucher zum Killer und der Weintrinker zum Abszess der Gesellschaft. Viel Vergnügen im Jahr 2012. Was immer auch Vergnügen dann noch sein mag? Wer sich zum Beispiel gegen eine Verschärfung des Rauchverbots in Nordrhein-Westfalen aussprechen möchte, der erhält die Gelegenheit dazu in einer Petition, die durch BFT e.V. Bürger für Freiheit und Toleranz auf den virtuellen Weg gebracht wurde. Bis Anfang März 2012 läuft diese Solidaritätsbekundung im Internet. Alle Unterzeichner werden dann an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft übermittelt, damit diese den NRW-Landtag über Volkes Meinung informieren kann. Man darf aber gespannt sein, inwieweit sich die Bürgerinnen und Bürger für ihre eigenen Belange motivieren lassen. Wenn sich eine große Anzahl von Unterstützern der Petition aufmacht, dann dürfte dieses vom Landtag in Düsseldorf kaum ignoriert werden. Zudem die Reihen der Befürworter eines absoluten Rauchverbots in NRW nicht geschlossen sind. Hier ist jeder Abgeordnete selbst gefordert, ob er das Übermaß an Volkserziehung zulässt, oder er in freier Entscheidung gegen eine weitere Verschärfung der Bürgerdrangsale votiert. Abstimmen kann man hier: http://www.openpetition.de/petition/online/kein-neues-nichtraucherschutzgesetz-in-nordrhein-westfalen

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