Schwerer Zwischenfall bei der Loveparade in Duisburg: Im Verlauf einer Massen-Panik im Tunnel der Karl-Lehr-Straße sind mindestens 19 Menschen getötet und 340 schwer verletzt worden. Personen auf der gesperrten A59 behindern die Rettungsarbeiten.
Vor dem Eingang zu dem Gelände, auf dem die Loveparade stattfindet, ist es in einem Tunnel zu einer Massenpanik gekommen. Dort warteten Menschen darauf, auf das Partygelände vorgelassen zu werden.
Im Verlauf der Panik seien "Menschen überrannt" worden, wie ein Polizeisprecher erklärte. Mindestens 19 Menschen seien getötet und etwa 340 Menschen verletzt worden, "etliche" Menschen seien reanimiert worden. Mit Lautsprecherdurchsagen würden die nachfolgenden Besucher aufgefordert, umzukehren.
Augenzeugen berichteten, die Polizisten hätten Tausende Menschen davon abgehalten, auf das Gelände der Loveparade zu strömen. Viele Besucher seien bei dem Andrang umgekippt. Einige hätten wiederbelebt werden müssen. Rettungskräfte seien kaum durchgekommen.
Offenbar sind Menschengruppen über die gesperrte A59 gelaufen und haben den Tunnel damit überfüllt, wie der "WDR" berichtet. Diese Version ist aber nicht bestätigt. Derzeit behindern Personen auf der Autobahn die Rettungsarbeiten.
Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, der Verantaltungsort sei wegen Überfüllung geschlossen worden. An der Loveparade nahmen nach Angaben der Organisatoren über den gesamten Tag verteilt 1,4 Millionen Menschen teil. 14 Hundertschaften der Polizei waren im Einsatz.
Die Loveparade wurde rund um das Gebiet des alten Duisburger Güterbahnhofs gefeiert. Die erstmals 1989 in Berlin gestartete Loveparade fand damit nach einer Pause im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder statt.
Quelle: rpo


