Die Debatte um das von der rot-grünen Landesregierung geforderte Rauchverbot in Kneipen geht weiter: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lehnt es ab, das absolute Rauchverbot in Kneipen und bei Volksfesten per Gesetz zu verordnen.
Dieter Schormann, Geschäftsführer der NGG Düsseldorf-Wuppertal, sagt die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) schieße mit dem Plan, das Rauchen in Kneipen ausnahmslos zu verbieten, weit über das Ziel hinaus. „Sie setzt die Kneipenlandschaft in Düsseldorf und damit auch ein Stück Kultur aufs Spiel. Zur Eckkneipe gehören das Bier und die Frikadelle genauso wie die Zigarette“, sagt Schormann.
Die Arbeitsplätze in nordrhein-westfälischen Brauereien, in der Tabakindustrie und der Getränkewirtschaft seien durch die Pläne gefährdet. Der Gastwirteverband Dehoga bestätigt, dass 200 der 500 Düsseldorfer Kneipen in ihrer Existenz bedroht seien.
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Die NGG spricht sich dafür aus, Gästen die Wahlfreiheit zu lassen, ob sie eine Raucher- oder Nichtraucherkneipe besuchen wollen. „Düsseldorf hat schon jetzt ein breites gastronomisches Angebot für Nichtraucher“, sagt Schormann.
Zudem haben viele Wirte bereits in abgegrenzte Raucherbereiche investiert. Schormann appelliert an die Landtagsabgeordneten aller Fraktionen, gegen das totale Rauchverbot in Kneipen zu stimmen und die „eckkneipenpolitische Notbremse“ zu ziehen.
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Quelle: RP


