Ein Euro Eintritt für die Altstadt während des Straßenkarnevals – diese Idee kursierte am Dienstag in der Landeshauptstadt. Obwohl sie allgemein als Scherz aufgefasst wurde, trug der Gedanke doch einen ernsten Kern in sich.
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Party-Tipps für Düsseldorf: Karneval pur bis Rosenmontag
Die Kosten für die Sicherheit zwischen Altweiberdonnerstag und Rosenmontag sind so stark gestiegen, dass das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) große Probleme hat, die Summen dafür aufzubringen. "Die Kosten haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt", sagt CC-Geschäftsführer Jürgen Rieck. "Woher soll ich das Geld nehmen?"
Die Probleme resultieren aus der Loveparade-Katastrophe in Duisburg und dem Glasverbot, das es seit dem vergangenen Jahr im Düsseldorfer Karneval gibt. Große Wagen für den Rosenmontagszug erfordern nun sechs Begleiter, kleinere Wagen vier. Dadurch ist der Personalbedarf merklich gestiegen.
Weitere Sicherheitskräfte sind erforderlich, um das Glasverbot durchzusetzen. Am Altweiberdonnerstag, am Karnevalssonntag und am Rosenmontag dürfen Besucher der Altstadt keine Glasbehältnisse mitbringen. An 16 Kontrollposten stehen Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) und einer privaten Sicherheitsfirma – an einigen Stellen unterstützt von der Polizei.
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Karnevals-Samstag in den Clubs
In dieser Session kommt noch ein Kostenpunkt hinzu: Damit all die genannten Ordnungshüter besser kommunizieren können, wird die Funkverbindung verbessert. Dafür soll es eine besondere Antenne auf dem Hochhaus GAP 15 geben.
Die Stadtverwaltung schloss gestern auf RP-Anfrage weitere Zuschüsse für den Karneval aus. "Es gibt keine Überlegungen über eine zusätzliche Beteiligung", sagte Stadtsprecher Manfred Blasczyk. "Die Karnevalisten können städtische Flächen vermarkten, das bietet große Möglichkeiten für Einnahmen." Die Düsseldorfer CDU als stärkste Fraktion im Stadtrat zeigte dagegen Gesprächsbereitschaft. "Wir verstehen, dass die Kosten extrem steigen, und wissen, welchen Wert der Karneval für Düsseldorfer – auch bei der Vermarktung hat", sagte CDU-Ratsherr Andreas Hartnigk. "Deshalb muss man miteinander sprechen, ob es eine Möglichkeit gibt, beim städtischen Engagement nachzubessern – jenseits der Idee, für den Straßenkarneval Eintritt zu verlangen."
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Quelle: RP


