Chris Brenner - Musiker aus Düsseldorf

Von Youtube auf die großen Bühnen

Chris Brenner - Musiker aus Düsseldorf: Von Youtube auf die großen Bühnen Chris Brenner - Musiker aus Düsseldorf: Von Youtube auf die großen Bühnen Foto: YouTube
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16.629.513 und 177.241 - das sind seine Zahlen. Tendenz steigend. So viele Klicks beziehungsweise Abonnenten hat Chris Brenner bei Youtube Ende November 2016. Der 21-jährige Sänger hat sich auf der Internet-Videoplattform einen Namen gemacht. "Ich freue mich, aber Zahlen sind relativ. Das sieht zwar immer beeindruckend aus, aber man muss weiter so hart arbeiten - mindestens", sagt er.

Mit 14 Jahren fing der Düsseldorfer an, Musik zu machen. Nach mehreren Stationen als Gitarrist entdeckte er bei einem Bandcontest sein Gesangstalent, als er für die Sängerin einspringen musste. "Ich musste an einem Tag alle Texte lernen, aber den Leuten hat es wohl gefallen, denn wir haben den ersten Platz belegt", sagt er.

Daraufhin entschloss sich der Halb-Amerikaner 2013 dazu, Lieder zu covern, Musikvideos dazu zu drehen und diese auf Youtube zu veröffentlichen. "Den Account hatte ich schon, aber ich habe zwei Jahre gebraucht, um mich zu überwinden", sagt er. Von da an nahm er jede Woche einen Coversong auf.

Die Klickzahlen sind für ihn jedoch kein Grund abzuheben. Der Musiker bleibt sich treu: Die strubbeligen Haare sehen aus wie gerade aufgestanden und haben sich zu seinem Markenzeichen entwickelt. Die Musikvideos filmt bis heute ein Freund von Brenner, der sich ebenfalls professionalisiert und jüngst eine Produktionsfirma gegründet hat. Für den Videodreh zu seiner Single "The Flood" flog er extra nach Ibiza.

Chris Brenner ist in den USA geboren und in Deutschland zur Schule gegangen. Sein Vaterland hört man jedoch bis heute an seinem großen englischen Wortschatz und dem sympathischen Akzent heraus. Dieser bereichert auch seine markante, facettenreiche Stimme, die James Arthur sowie den Sängern von Bastille und Panic At The Disco ähnelt. Diese und weitere Pop- und Rockbands haben ihn inspiriert, doch auch HipHop hat einen Einfluss auf Brenners Songs. "Ich will mich nicht auf eine Musikrichtung festlegen", sagt er.

Bislang hat der Sänger zwei EPs sowie einige Singles herausgebracht. Seit der vergangenen Woche ist seine neueste Platte "Crash Landing" erhältlich; im nächsten Jahr soll sein erstes Album folgen. Einige andere Musiker sind bereits auf ihn aufmerksam geworden: So unterstützte der Düsseldorfer unter anderem Max Giesinger ("80 Millionen") auf dessen Deutschland-Tournee als Vorband, und spielte bei Youtubes "Video-Days" vor mehreren Tausend Zuschauern.

Nun steht aber Chris Brenner im Mittelpunkt: auf seiner ersten Headliner-Tour, die ihn neben Köln unter anderem auch nach München und Berlin führt. "Meine eigenen Songs haben oberste Priorität. Doch ohne die Covers wäre ich nicht auf dem Level, auf dem ich heute bin", sagt er.

Quelle: RP