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Großes Lob

The Embassadors: Coptic Dub

Von Markus Breidbach - erstellt am: 17.12.2009

Dies ist eine der besten Platten des Jahres. Unbenommen kann man hier von einer außergewöhnlichen Veröffentlichung sprechen, von einem Juwel, heller und perfekter als das meiste Dagewesene. Perfekt, aber nicht glatt und kalt in seiner Vollkommenheit, sondern perfekt eben wegen der Atmosphäre, der musikalischen Umsetzung und der Seelenhaftigkeit, die jedes einzelne Stück ausstrahlt. Grandios. Aber nun erstmal ins Detail. „The Embassadors“ um Hayden Chisholm haben mit „Coptic Dub“ eine jazzige Space-Dub-Platte geschaffen, die zwischen ultimativen Chilling-Syndrom und der Weite des Weltraums oszilliert, dass man meinen muss, diese Musik ist die Entspannungs-Symphonie für Androiden. Geheftet an ein Jazz-Gerüst lösen sich Stück für Stück die dogmatischen Ansätze dieses viel gepriesenen Stils auf, hin zu ästhetischen Prinzipien, die dafür sorgen, dass es dergestalt mit reinem Jazz nicht mehr unbedingt viel zu tun hat.

Die Virtuosität, Akzente zu setzen mit Reduktion und Klangtupfern bis hin zu fortgeschrittenem Verve im Rahmen der zurückgenommenen Eindringlichkeit, der emotionalen Tiefe und der geerdeten Haltlosigkeit der Effekte, beschwört eine kaum beschreibbare Last der Schönheit herauf, die diese Platte zu einem an den richtigen Moment gekoppelten Erscheinung macht. Man wird sich schuldig fühlen, dieser Musik nicht die angemessene Ehrerbietung zu teil werden zu lassen. Einfach nur konsumieren muss hier zu Selbstzweifeln führen. „Coptic Dub“ will immer wieder neu entdeckt werden, immer wieder die Klimax begreifbar und greifbar machen und den Pfad der höchsten Höhen als Lebensweg ebnen, ohne den die eigene Existenz nicht möglich wäre.

Nun muss man ein Tool finden, diese unikatöse Dimension für sich zu ergründen und nicht schon daran zu scheitern, sich der Wandelbarkeit und grenzenlosen Eleganz dieses Album zu entziehen. Wer die Roboter zu Bette trägt, wird sich in der Galaxie allein zu Recht finden müssen. Musik, nicht von dieser Welt.

Quelle: rpo

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