YouTube-Video zeigt absurde Modeindustrie

Dem Magerwahn den Mittelfinger zeigen

YouTube-Video zeigt absurde Modeindustrie: Dem Magerwahn den Mittelfinger zeigen YouTube-Video zeigt absurde Modeindustrie: Dem Magerwahn den Mittelfinger zeigen Foto: Screen

"Ich bin zu fett für die Industrie!" Mit dieser Botschaft macht das schwedische Model Agnes Hedengård jetzt per YouTube-Video auf das falsche Körperideal der Modebranche aufmerksam.

Agnes - image/jpeg Size Zero ist eine Kleidergröße, die auch Kindern passen würde. Größe 30/32. Auf den großen Laufstegen wird sie von Erwachsenen getragen. Von großen und extrem mageren Frauen. Die Designer lieben es, die Öffentlichkeit hasst es. Models sollen angeblich Taschentücher zum Mittagessen essen - sie füllen den Magen, Stars setzen auf Null-Diäten und die Worte Kalorien und Fett rufen bei vielen Menschen Angstschweiß hervor, das Gefühl, einen Tag keinen Sport treiben zu können, bereitet ihnen physische Schmerzen. Dünn und dünner - ist der Magerwahn überhaupt noch zu stoppen?

Nicht nur die Models, sondern auch viele Stars scheinen regelmäßig zu hungern, um dem Skinny-Trend gerecht zu werden. Stars wie Keira Knightley, Nicole Richie, Paris Hilton oder Kate Bosworth gehen mit dem Trend. Ein Trend gegen die Natürlichkeit und das Wohl unserer Körpers.

"Ich bin zu fett für die Industrie"

Die Ansprüche der Designer sind in den letzten Jahren derart absurd geworden, dass jetzt die ersten Models zum Gegentrend aufrufen: Vielfalt, Natürlichkeit und gesunde Schönheitsideale gewinnen Raum. Eine von ihnen ist die 19-jährige Agnes Hedengård. Ein Model, das nicht mehr gebucht wird, weil sie einen Hintern hat und Hüften. Die mit einem Body-Maß-Index von 17,5, das bedeutet bereits Untergewicht, zu dick ist.

Agnes Hedengård - image/jpeg Dieses XS-Model ist zu dick für das Mode-Geschäft.

Bereits seit fünf Jahren arbeitet die Schwedin Agnes Hedengård als Model, im vergangenen Jahr wurde sie sogar Dritte bei "Sweden's Next Topmodel". Doch zurzeit geht es trotzdem abwärts mit ihren Aufträgen. Begründung der Agenturen: Ihr Po sei zu groß und die Hüften zu breit.

Hedengård hat ein Video gedreht und macht sich darin über die Kritik an ihrem schlanken Körper lustig. Den Schlusssatz im Video der 19-Jährigen finden wir großartig.