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Julia Recker bloggt für einen bewussten Lifestyle

Subvoyage.com: Julia Recker bloggt für einen bewussten Lifestyle Subvoyage.com: Julia Recker bloggt für einen bewussten Lifestyle Foto: Screenshot Instagram Subvoyage

Veggie ist in in Köln! Restaurants, Kochbücher und auch Blogs aus der Stadt leben den fleischlosen Lifestyle. Die 22-jährige Studentin Julia Recker schreibt auf ihrem Blog "subvoyage" über den Grünen-Trend.

Seit August 2014 schreibt Recker auf ihrem Blog über ein bewussteres Leben. Die Kölner Studentin möchte beweisen, dass "Öko" längst nicht mehr das ist, was es einmal war: Sie möchte mit Klischees aufräumen und beweisen, dass Nachhaltigkeit nicht zwingend mit Verzicht einhergeht. "subvoyage" hat sich von einem reinen Reiseblog zum "bewussten" Online-Magazin entwickelt. Auf Julias Blog findet ihr Reiseberichte, Interviews, Rezepte und Alltagsgeschichten. "subvoyage inspiriert zu einem bewussten Lebensstil. Zeigt dir, wie gut es tut, Momente bewusst zu erleben und beweist, dass Nachhaltigkeit nicht zwingend mit Verzicht einhergeht", schreibt die Studentin auf ihrer Website. Was Julias Studium mit ihrem Blog zu tun hat und wie Veggie und Reisen zusammenpassen, erfahrt ihr hier.

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Dein Blog ist ein "bewusstes Online-Magazin"? Was hat dich dazu inspiriert diesen Blog zu schreiben?

Ich studiere Online-Redakteur an der TH-Köln. Im zweiten Semester haben wir Studenten eine zweiseitige Reportage geschrieben, bei deren Thema wir freie Wahl hatten. Recht schnell habe ich mich für das Thema "Nachhaltiges Reisen" entschieden, da das ein Thema ist, das mich schon lange beschäftigt hat. Obwohl ich mich schon länger mit nachhaltigem Tourismus auseinandergesetzt habe, bin ich während meiner Recherche auf so viele interessante Dinge gestoßen, von denen ich selbst total überrascht war.

Mich hat das Thema einfach nicht mehr losgelassen und nach einigen Wochen hatte ich bereits mehrere Interviews geführt und einen riesigen Berg an Informationen zusammengetragen. Für eine zweiseitige Reportage waren das zu viele Inhalte. So entstand die Idee, dieses Material für einen Blog zu verwenden. Tatsächlich ist subvoyage im August 2014 als reiner Reiseblog online gegangen. Im Oktober 2015 ist meiner Schwester Anna als Co-Bloggerin zu subvoyage gestoßen und mit ihr hat sich die Themenvielfalt des Blogs rasch erweitert.

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Was ist an deinem Blog "bewusst" und welche Themen finden deine Leser bei dir?

Das Wort "bewusst" verwende ich oft als Synonym für den Begriff "nachhaltig". Wenn ich nachhaltig handle, handle ich in den meisten Fällen bewusst, da ich mich mit dem, was ich tue, vorab intensiver auseinandergesetzt habe. Das bezieht sich von der Wahl der Lebensmittel über den Kauf von Kleidung bis hin zum Reisen auf sämtliche Bereiche des Lebens.

All diese Themen findet man auch auf subvoyage. Ich sehe den nachhaltigen Lebenstil als eine Art Reise oder einen lang Weg, den man entlang geht. Jeden Tag entdecke ich neue spannende Projekte oder Alternativen zu konventionell produzierten Produkten. Diese Entdeckungen teile ich auf subvoyage.

Du schreibt, dass du "bewusst" reist. Was bedeutet das?

Eine All Inclusive Pauschalreise habe ich noch nie gemacht und kommt für mich auch nicht in Frage. Ich stelle für meine Reisen die An- und Abreise, die Unterkunft und die Aktivitäten immer ganz individuell zusammen und versuche dabei den jeweils, für mich, besten Weg zu finden. Auf Flüge versuche ich beispielsweise wann immer es geht zu verzichten. Die weitestes Strecke, die ich mit dem Bus bisher zurückgelegt habe, war die von knapp 1500 Kilometern nach Rom.

 

Ein von Julia Recker (@subvoyage) gepostetes Foto am 23. Nov 2015 um 0:03 Uhr

Besonders gerne greife ich aber tatsächlich auf das Fahrrad als Transportmittel zurück. Vor einem Jahr habe ich gemeinsam mit meinem Freund eine Rad-Safari in Tansania gemacht und diesen Sommer haben wir Schleswig-Holstein mit dem Tandem umrundet. Wenn ich in Hotels übernachte achte ich darauf, dass diese unter dem Aspekt der Nachhaltig betrieben werden. Davon gibt es mittlerweile einige richtig tolle, natürlich stelle ich diese auch auf subvoyage vor.

Vor Ort im Reiseland meide ich große Ketten und kaufe in lokalen Geschäften oder auf Märkten ein – das gleiche gilt für Restaurants. So muss ich auf nichts verzichten, investiere bloß ein wenig mehr Zeit in die Recherche für Anreise, Unterkunft und Aktivitäten.

Seit wann lebst du vegetarisch und warum hast du dich für ein vegetarisches Leben entschieden?

Seit meinem Auszug von zu Hause vor über zwei Jahren lebe ich vegetarisch. Ich war zwar schon als Teenager immer recht selbstständig, doch mit der ersten eigenen Wohnung war ich plötzlich für alles alleine verantwortlich – natürlich auch für den Einkauf der Lebensmittel. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich gemeinsam mit meinem Freund immer wieder mit dem Thema Massentierhaltung, Klimawandel und gesunde Ernährung auseinandergesetzt. Wir haben viel gelesen und etliche Dokumentationen angeschaut. Die Bilder bekommt man irgendwann einfach nicht mehr aus dem Kopf und es fühlt sich falsch an, ganz normal weiterzumachen.

Obwohl ich früher doch recht viel Fleisch gegessen habe, der Geschmack ist also nicht Schuld, verspüre ich absolut kein Verlangen nach Fleisch. Das Weglassen von Fleisch ist daher für mich kein tatsächlicher Verzicht. Zumal es einfach so viele leckere vegetarische Rezepte gibt. Seitdem ich mich vegetarisch ernähre, lebe ich viel gesünder und esse ausgewogener.

 

Ein von Julia Recker (@subvoyage) gepostetes Foto am 27. Nov 2015 um 7:05 Uhr

Bloggst du für dich oder für die Öffentlichkeit?

subvoyage ist kein persönliches Tagebuch und ich stelle mich selbst auch nicht in den Mittelpunkt des Blogs. Mit den Interviews, den Geschichten, den Bildern und Artikeln möchte ich andere inspirieren und zeigen, dass "Öko" längst nicht mehr das ist, was es einmal war.

Ich möchte zeigen, wie viel Freude ein nachhaltiger Lebensstil macht. Gleichzeitig möchte ich mit zahlreichen Klischees aufräumen und beweisen, dass Nachhaltigkeit beispielsweise nicht zwingend mit Verzicht einhergeht. Unter diesen Aspekten blogge ich für die Öffentlichkeit.

Auf der anderen Seite macht mir das Bloggen unheimlich viel Spaß und ich bin überglücklich, dass mich täglich etwas begleitet, das alle meine Leidenschaften vom Fotografieren bis hin zum Schreiben verbindet. Wenn man es so betrachtet, blogge ich also auch ein Stück weit für mich.