Mark Zuckerberg wants it all

Instagram kopiert Snapchat mit "Instagram Stories"

Mark Zuckerberg wants it all: Instagram kopiert Snapchat mit "Instagram Stories" Mark Zuckerberg wants it all: Instagram kopiert Snapchat mit "Instagram Stories" Foto: Screenshot Instagram/dpa

Vor einigen Wochen führte die Hit-App Snapchat die neue Funktion Memories ein und wurde dadurch ein bisschen mehr zu Instagram. Jetzt führt Instagram die neue Funktion Stories ein und wird dadurch ein bisschen mehr zu Snapchat. Und wir sitzen verwirrt vor unserem Handy, ganz unsicher, was wir denn jetzt benutzen sollen, Snapchat oder Instagram, Instachat oder Snapstagram, und würden eigentlich am liebsten wieder zurück zu StudiVZ.

Neue Snapchat-Funktionen: Mit "Memories" verrät Snapchat sich selbst Neue Snapchat-Funktionen Mit "Memories" verrät Snapchat sich selbst Zum Artikel »

Mark Zuckerberg – Social-Media-Babo

Dass Mark Zuckerberg ein schlechter Verlierer ist, wissen wir schon seit längerem. Kaum läuft es bei Lieblings-Baby Facebook nicht mehr so rund, werden munter andere soziale Netzwerke aufgekauft, um noch möglichst lange vom großen Social-Media-Kuchen zu zehren. Instagram und WhatsApp hat MarkiMark sich schon unter den Nagel gerissen – an Snapchat biss er sich bis jetzt noch die Zähne aus.

„Aber wer braucht schon Snapchat?“, rief er eines Tages in die Runde seiner in Sitzsäcken hockenden Mitarbeiter, den Kale-Smoothie triumphierend gen Himmel reißend, „wir machen das einfach selbst!“ Und der Entwicklungsprozess von Instagram Stories nahm seinen Lauf. Seit gestern können wir das Ergebnis nun als neues Feature in der App bewundern.

#perfectmoment: Das perfekte Leben auf Instagram #perfectmoment Das perfekte Leben auf Instagram Zum Artikel »

Neues Feature "Instagram Stories"

Instagram Stories sind kurze Bilder und Videos, die man von unterwegs aufnehmen, mit lustigen Stickern und Schriften versehen und zu seiner persönlichen Geschichte hinzufügen kann. Nach spätestens 24 Stunden verschwinden die Stories wieder. Der einzige Unterschied zu Snapchat sind die fehlenden Filter, die einen in süße Hunde, Feen oder Toastbrote verwandeln. Menno. Dafür gibt’s eine Neon-Schrift. Yay.

Screenshot_20160804-120856 - image/png Keine Filter aber dafür Neon. In bunt. Man könnte jetzt auf die naive Idee kommen, dass das ja alles ganz praktisch ist. Wenn Snapchat und Instagram sich immer mehr angleichen, könnte man sich ja eigentlich für eins entscheiden und müsste zwischen den Selfies nicht mal mehr die App wechseln. In der Praxis ist dieser Gedanke aber wohl nicht mit den beiden moderne Grundbedürfnissen zu vereinbaren: dem Zwang zur gefilterten Selbstdarstellung und der ständigen Angst, irgendwo irgendwas zu verpassen.

Und so werden wir uns das Mittagessen unserer Freunde und die DM-Hauls von DagiBee nun wohl oder übel zweimal anschauen müssen. Oder wir sagen einfach mal "Nö!" und verbringen unsere Zeit woanders. Denn man muss ja nun auch nicht alles mitmachen.

Apropos nicht alles mitmachen: Liked uns bei Facebook! Folgt uns bei Instagram! Und bei Twitter!