Von automatischen Klos und überraschenden Rauswürfen

Bei "Germany’s Next Topmodel" passiert endlich wieder was

Von automatischen Klos und überraschenden Rauswürfen: Bei "Germany’s Next Topmodel" passiert endlich wieder was Von automatischen Klos und überraschenden Rauswürfen: Bei "Germany’s Next Topmodel" passiert endlich wieder was Foto: Pablo Garcia Saldaña

Es kommt langsam wieder Schwung in die Bude bei Germany’s Next Topmodel! Nach den schleppenden Nippeldramen der letzten Wochen gab es in Folge 9 so viele überraschende Highlights, dass man sich vor Aufregung fast an der Rohkost-Platte verschluckt hätte.

Die Sendung beginnt bereits mit einem großen Schock. Julias Modelbuch ist verschwunden! Und das ausgerechnet kurz bevor es zum Casting für Mami Heidis Dessous-Kollektion geht. Während die anderen Mädels also in Unterwäsche vor den mies gelaunten Casting-Direktoren rumhampeln dürfen und in den Genuss einer fachmännischen Problemzonen-Analyse kommen, wird Julia noch vor der Fleischbeschau aussortiert. Denn kein Modelbuch - das geht nun mal gar nicht!! Und so geht der Job dann an Elena C., deren optische Makel wohl als am einfachsten retuschierbar befunden wurden.

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Nach dieser ersten Aufregung (Das Missing Modelbuch war übrigens in Fatas Koffer. Haha, verrückt!) gibt es dann aber zum Glück eine gute Nachricht für die Mädels: es geht von Sydney zurück nach L.A.! Wheeee!! Kandidatin Kim sieht den Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Schade, dass wir Sydney verlassen müssen, aber jetzt kommen wir wieder nach Hause.“ Denn als Model ist man ja schließlich überall Zuhause, ein richtiger Kleiderständer von Welt.

Vom Bordstein bis zu Skyline

Und weil das ja heute Schlag auf Schlag, geht, wartet zu Hause in L.A. schon das nächste Highlight. Die Erziehungsmaßnahme Hostel-Stockbett ist abgeschlossen und die Girls bekommen endlich ihre lang ersehnte Model-Villa. Wäre ja auch unfair gewesen! Und die bietet von einer selbst-abwischenden Toilette über einen prall mit Magerquark und Reiswaffeln gefüllten Kühlschrank bis hin zu einem üppigen Potpourri aus Werbegeschenken aller Art alles, was das Herz begehrt. Mehr als verständlich also, dass die neuen Bewohnerinnen in eine ausgiebige Kreisch-Orgie verfallen, während sie durch die Villa schwirren wie die Sims, wenn mal wieder der Herd anfängt zu brennen und sie außerdem auch noch ganz doll aufs Klo müssen.

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Aber zickige Teenies wären ja keine zickigen Teenies, wenn die neue Wohnsituation nicht spätestens in der zweiten Nacht zu Problemen geführt hätte. Auslöser für den neusten Zwist ist Luana aus Team Michalsky, die eines Abends einfach in das Zimmer von Team Thomas übersiedelt, um die Nacht bei den Hayo’schen Erzfeindinnen zu verbringen. Ja, ist denn das zu fassen? Das geht doch nicht! Um 22 Uhr müssen schließlich alle in ihren Betten liegen, dann kommt Herr Michalsky zum Durchzählen, und wer nicht da ist, bekommt einen Strich ins Heft und muss morgen ein extra Referat über die Geschichte der Fettabsaugung halten! Mensch, Luana...

Das tragische Ende der Virenschleuder

Nach einem Unterwäsche-Schlangen-Shooting, für das Jasmin als kaum unverhältnismäßigen Preis einen Opel Adam geschenkt bekommt, weil sie sich „unglaublich gut mit der Schlange integriert hat“, folgt bei der Entscheidung dann ein unerhört gigantischer Eklat. Sowieso schon ist die Anspannung bei allen sehr groß, entscheidet sich doch heute, wer in die prestigeträchtige Top10 kommt! Denn sagen zu können, man war unter den Top10 bei GNTM Staffel 11, kommt im Model-Business einem lebenslangen Türöffner gleich.

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Umso tragischer ist das Schicksal, das nun Kandidatin Julia ereilt. Schon seit Wochen hat die nämlich mit diversen körperlichen Gebrechen von allergischen Schocks bis hin zu Lungenentzündungen zu kämpfen. „Einfach mal ne Stulle essen“ kommt einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man den ausgezehrten Kinderkörper da so halb-nackt und röchelnd vor sich sieht. Aber damit ist es natürlich nicht getan, das weiß auch Heidi, und deshalb wirft sie Julia zum großen Entsetzen aller einfach aus dem Wettbewerb. Als Elfte. Wie peinlich.

Unter den übrigen Kandidatinnen ist mehr und mehr eine gewisse Wut auf Heidi und ihre Jury-Zombies zu spüren, die sich allerdings nicht an die Oberfläche traut. Dabei wäre das so eine schöne Gelegenheit, um als erste Widerstand-leistende Gruppe in die heiligen Topmodel-Annalen einzugehen. Doch stattdessen lassen sich dann doch alle brav in ihre Kleider für den finalen „One-Dress“-Walk stecken, die zur Betonung von Uniformität und Austauschbarkeit alle gleich aussehen und mit Stoffbahnen aneinander geknüpft werden. Kein Foto gibt es am Ende für Laura Franziska. Für wen? Ganz genau.

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