Ein höllisch guter Trip

Doom - 10 gute Gründe, warum das Ego-Shooter-Revival rockt

Ein höllisch guter Trip: Doom - 10 gute Gründe, warum das Ego-Shooter-Revival rockt Ein höllisch guter Trip: Doom - 10 gute Gründe, warum das Ego-Shooter-Revival rockt Foto: Bethesda Softworks

Am 10. Dezember 1993 läutete id Software mit "Doom" das Zeitalter der Ego-Shooter ein. Gute 22 Jahre später erscheint nun das neue "Doom" erstmals ungeschnitten auch in Deutschland für PC und Konsole.

Doch die Zeiten haben sich geändert, ebenso wie viele Mechaniken, welche einst zu den Grundpfeilern des Genres gehörten. Heutzutage wird die Lebensenergie der Spielfigur meist in wenigen Sekunden in Deckung automatisch regeneriert, nebenbei haben wir uns fest an das Nachladen von Waffen und kinoreife Zwischensequenzen gewöhnt - alles Dinge, die dem Ur-Doom noch komplett gefehlt haben.

"Doom und Doomer" Doom - Alle Screenshots auf einen Blick 23 Fotos

Umso schöner ist es zu sehen, dass sich id Software für den Neustart auf alte Tugenden besinnt: Auch das neue Doom verzichtet auf nerviges Nachladen oder das automatische Regenieren verlorener Lebensgeister. So spurtet euer Alter-Ego in hoher Geschwindigkeit durch die feindlichen Horden und macht beim Ballern keine Pause. Dafür greift ihr auf einen ganzen Haufen kultiger Waffen zurück, darunter auch der kultigen BFG ("Big Fucking Gun") und der Kettensäge, mit der ihr das fiese Höllengetier binnen Sekunden zu Hackfleisch verarbeitet.

Doom erscheint am 13. Mai für PC, als auch für Xbox One und PlayStation 4.

Erstmals in der Seriengeschichte gibt es 2016 keinen Stress mit den hiesigen Jugendschutzbehörden: Nach der Freigabe von Mortal Kombat X mit einer USK ab 18 Jahren, tritt nun auch Doom in die Fußspuren des neuen, weitaus vernünftigeren Jugendschutzes und kassierte ebenfalls eine USK ab 18 - ungeschnitten und sogar inklusive englischer Tonspur. Letzteres war für lange Zeit ein extremer Nervfaktor bei Bethesda-Spielen, doch der Publisher scheint aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben.

Wir listen 10 gute Gründe auf, warum ihr euch den 13. Mai bereits jetzt im Kalender markieren solltet:

1.) Back to the Roots

Doom war nie bekannt für seine ausgefuchste Hintergrundgeschichte, oder eine komplexe Handlung. Dennoch erkennen Serienfans im neuen Doom viele Dinge wieder: So zum Beispiel die UAC (United Aerospace Corporation), das Portal in die Hölle, den Doom-Marine und populäre Feinde wie den Imp und den Cyberdemon.

2.) Das kultigste Waffenarsenal der Videospielgeschichte

Nur zwei Waffen tragen und dauernd wechseln? Nicht bei Doom! Im Arsenal des Space Marine befinden sich neben Pistole, Schrotflinte und Plasma Gewehr auch wieder kultige Ballermänner wie die Chaingun und der Raketenwerfer. Neu dabei ist unter anderem die Heavy Assault Rifle, während die Kettensäge neuerdings nicht unendlich oft genutzt werden kann, sondern über Benzinzellen verfügt: Dicke Gegner verbrauchen gleich mehrere Zellen, zerfallen dann aber umso spektakulärer in ihre Einzelteile.

Ebenfalls neu am Start sind Waffenmodifikationen: So verschießt die Schrotflinte beispielsweise Explosivgeschosse, oder ihr nutzt die Chaingun als Geschützturm.

3.) SnapMap: Bastler-Tool für kreative Modder

Mit SnapMap bietet id Software einen ziemlich eindrucksvollen Baukasten für alle Bastler, welche die Doom-Engine für ihre ganz eigenen Zwecke mißbrauchen wollen: Ganz egal ob Singleplayer, Multiplayer oder Koop-Modus, die selbst erstellten Karten lassen sich überall nutzen und entsprechend teilen.

Immerhin war bereits das Ur-Doom eine Spielwiese für Modder, die beispielsweise auch die Mod "Brutal Doom" auf den Weg brachte. Für SnapMap benötigt ihr keine tiefergreifenden Programmierkenntnisse: Navigiert wird entweder aus der Ego-Perspektive oder der übersichtlichen Blaupausen-Ansicht. Dabei umfasst der Editor sämtliche Gegner, Texturen und Objekte aus dem Spiel, nur das Einfügen fremder Texturen und Inhalte ist (noch!) nicht gestattet.

Vorbildlich: Dank einiger Tutorials und spielmechanisch relevanten "Snap Puzzles" werdet ihr Stück für Stück in die Welt des Editors eingeführt. Saubere Arbeit, id Software! 

4.) Hat da jemand "Deathmatch" gesagt?

Das Deathmatch in Doom war seinerzeit so etwas wie die Blaupause für alle folgenden Online-Ballereien... und es tut gut das Deathmatch im neuen Doom wiederzusehen! Dank SnapMap dürft ihr euch auf einen Haufen cooler Karten aus der Community freuen, außerdem gibt es extra für den Onlne-Modus einige neue Waffen, wie den Repeater, die Vortex Rifle, die Static Cannon und die Gauss Cannon.

5.) Blutige Nahkampf-Moves und - Finisher

Was sich schon in den Trailern gezeigt hat, bewahrheitet sich auch im laufenden Spiel: Das neue Doom führt euch teils sehr nah an die fiesen Höllendämonenen heran. Wenn ein Feind bläulich aufleuchtet, dürft ihr zur brutalen Nahkampfattacke ausholen: Da bleibt kein Knochen ungebrochen, werden Kiefer ausgerenkt und Herzen aus Körpern gerissen. Nichts für schwache Nerven, aber Doom war halt noch nie für seine zarte Ader bekannt!

6.) Neue Engine, neues Glück: idTech 6

Die neue Grafik-Engine hinter Doom hört auf den Namen "idTech 6", welche unter anderem durch einige Crytek-Veteranen zusammen mit anderen id Veteranen in einem neuen Studio in Deutschland entwickelt wurde. Das Ergebnis soll (zumindest laut id Software) mit einer Auflösung von 1080p und 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm flackern.

Der "Lead Project Programmer" Billy Khan kann sich dabei einen Seitenhieb auf die Konkurrenz nicht verkneifen: "We want players to wonder how DOOM and idTech 6 games can be so visually stunning at 60 frames-per-second at 1080p on all platforms, when other titles cannot even achieve a similar look at 30 frames-per-second. Our goal is to be the best-looking game at 1080p at 60fps."

 

7.) Alte Akzente für ein Genre im Stillstand

Nach den ganzen Shootern der Neuzeit, die zwischen "Modern" und "Sci-Fi" hin und herspringen, wächst in der Ballergemeinde der Wunsch zu einer Rückkehr zu den Wurzeln mit jedem Tag: Schon bei Call of Duty und Battlefield würden sich viele Fans über einen erneuten Ausflug ins Setting des zweiten Weltkriegs freuen.

So gesehen macht Doom 2016 den ersten Schritt zurück: Alte Tugenden werden geschickt mit neuen Akzenten vermischt, um den Klassiker für das Hier und Jetzt zu wappnen. Es wird mal wieder Zeit für einen guten Arena-Shooter!

8.) Hölle, Hölle, Hölle

Schon als jugendlicher Zocker, der mit dem "bösen" Doom gespielt hat, bot die Handlung des Spiels nur wenige Überraschungen. Dennoch war es ausgerechnet das Setting, welches viele Spieler geschockt und fasziniert hatte: Durch ein Portal auf dem Mars in die Hölle zu fahren und dort Dämonen am laufenden Band zu plätten, ja, das hatte was. Und die Faszination des Mythos "Hölle" hat viele von uns bis heute nicht losgelassen.

Umso beeindruckender kommen die neu gestalteten Kulissen daher, welche einigen Entwicklern sicher schlaflose Nächte beschert haben dürften.

9.) Legendäre Feinde

Doom ist nicht nur für seine Waffen bekannt, sondern ebenso für seine Feinde: Die kultige Brigade aus Zombies und Imps wird auch hier im späteren Spielverlauf mit einigen besonders hartnäckigen Exemplaren erweitert, die euch in hoher Anzahl an den virtuellen Kragen wollen.

So zum Beispiel das Schosshündchen von Doom, alias der "Pinky Demon", der gehörnte und behufte "Baron of Hell", der ründlich-rote Cacodemon, der bullige Hell Knight, sowie der legendäre Cyberdemon, der anstelle eines rechten Armes einen Raketenwerfer eingebaut hat.

10.) "Bang, Splash, Grunz": Hammerharte Soundkulisse

Was viele kaum realisieren: Bereits das Ur-Doom hatte eine hammerharte Soundkulisse, zumindest gemessen an der damaligen Zeit.

Damit die ganzen Effekte (das Abschießen einer doppelläufigen Schrotflinte, oder das Knacken von Knochen) auch auf der aktuellen Konsolengeneration richtig zur Geltung kommen, haben die Entwickler alles gegeben. Als Komponist hinter den Kulissen werkelt unter anderem Mick Gordon, der sich bereits bei "Wolfenstein: The New Order" und "Killer Instinct" austoben durfte.

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