"I Just Died In Your Arms Tonight"

Dark Souls III – Alle Infos zum Start

"I Just Died In Your Arms Tonight": Dark Souls III – Alle Infos zum Start "I Just Died In Your Arms Tonight": Dark Souls III – Alle Infos zum Start Foto: Bandai Namco Entertainment

Kurz vor der Veröffentlichung von Dark Souls III zeigen wir, was euch in der düsteren Welt erwartet, und warum der Titel sogar Bloodborne vom Thron stoßen könnte.

Spätestens seit der Veröffentlichung von Demon's Souls (2009) ist die japanische Traditionsschmiede From Software in aller Munde: Dank der ungebrochenen Popularität von Spielen wie Dark Souls 2 und Bloodborne blickt die vereinte Welt nun gespannt auf die Veröffentlichung des dritten und - nach Angaben der Entwickler - erstmal letzten Teils der Souls-Saga.

Nice to know: From Software gibt es bereits seit 1986 (!) und sie sind neben den Souls-Spielen durchaus auch für andere Titel wie Armored Core und den Klassiker King's Field bekannt. Hinzu kommen Geheimtipps wie Otogi (2003, Xbox) und Ninja Blade (2009, Xbox 360, PC).

Düster, düsterer, düstererer Dark Souls 3 - Screenshots 41 Fotos

Gegen den Trend

Mit den Souls-Spielen steuerten die Entwickler einem Trend entgegen, der die gesamte Videospielwelt unter sich zu begraben schien: Quick-Time-Events ließen spielerisches Können vermissen und ließen meist selbst-ablaufende Filme über den Bildschirm flackern, während der Tod in modernen Spielen beinahe jegliche Strafe für den Spieler vermissen ließ. Rücksetzpunkten im Sekundentakt, Regeneration von Lebenspunkten und langweiliger, künstlicher Intelligenz der Gegnerhorden sei Dank, entrückte sich die Herausforderung in Videospielen immer weiter vom Spieler.

Natürlich wäre es vermessen zu sagen, dass From Software die einzigen Entwickler gewesen wären, welche die Herausforderung zurück ins Medium beförderten, wohl aber sind sie einer der populärsten und am meisten zitierten Firmen, welche das "Ihr werdet oft sterben!"-Banner stolz über ihren Köpfen tragen und mit exzellenten Spielmechaniken verzahnen.

Zuletzt bot das PlayStation 4 exklusive Bloodborne die Quintessenz aus über 6 Jahren Entwicklung der Souls-Spiele: Knallharte Kämpfe, der Tod an jeder Ecke und ein Spielfluss, der bis heute seinesgleichen sucht, katapultierten Bloodborne auf den zahlreichen "Spiel des Jahres"-Listen bis auf die vordersten Plätze – was 2015 bei Konkurrenz wie "The Witcher 3", "Fallout 4" und "Metal Gear Solid V" wirklich nicht einfach gewesen ist.

Die nächtliche Jagd ist eröffnet: Bloodborne im Test für PlayStation 4 Die nächtliche Jagd ist eröffnet Bloodborne im Test für PlayStation 4 Zum Artikel »

Wenn alles gut läuft, kann Dark Souls III genau dort anschließen – diesmal jedoch nicht nur auf der PlayStation 4, sondern (endlich!) auch wieder für PC und Xbox One. Ebenfalls wieder mit an Bord ist der Erfinder der Souls-Serie, der mittlerweile fast zum Superstar der Spiele-Szene aufgestiegene Hidetaka Miyazaki. Da die Entwicklung von Bloodborne praktisch einher mit der Entwicklung von Dark Souls 2 lief, konnte er letzteres nur entfernt betreuen – seinen fehlenden Fingerabdruck bemangelten zahlreiche Serienfans beim zweiten Teil der Serie, während sich PlayStation-Zocker bei Bloodborne im siebten Slasher-Himmel wähnen durften.

Dark Souls III wird der schwierigste Teil der Saga sein

Damit ist eigentlich bereits alles gesagt, denn Hidetaka Miyazaki will das große Finale mit einem "Bang!" abschließen, anstelle vor den gestressten Spielern zu kuschen. So dürft ihr euch auch diesmal auf unzählige Tode "freuen", welche euch und eurem Charakter das Leben in der düsteren Welt zur Hölle machen.

Ob nun Werbegeschwafel, oder nicht: Bereits die ersten, gezeigten Bosse lassen uns einen kalten Schauder der Vorfreude über den Rücken huschen. Pervers mutierte Gestalten, riesige Krabben, feuerspeiende Drachen und monströse Schlangenbestien lassen das Herz jedes Fantasy-Fans höher schlagen.

Starten wird das neue Abenteuer auf dem "Aschefriedhof": Hier erwacht euer Held nach dem stimmungsvollen Intro, welches ihr euch bereits jetzt anschauen könnt.

Natürlich dürft ihr vor dem Start eure Charakterklasse wählen, zehn unterschiedliche Jobs stehen euch diesmal zur Auswahl: Neben den altbewährten Kriegern, Rittern, Assassinen und Klerikern könnt ihr euch auch als Lanzen tragender Herald versuchen, oder abermals vollkommen nackig in den Kampf gegen die dämonischen Horden ziehen. Wie gewohnt bestimmt die Wahl der Klasse nicht nur die Attribute eures Helden, sondern auch dessen Start-Ausrüstung.

Vom Aschefriedhof aus geht es recht fix zum zentralen Tummelplatz von Dark Souls III: Der Feuerlink-Schrein bietet allen Nichtspielercharakteren („NPCs“) einen lauschigen Platz in einer durch unzählige Kerzen stimmungsvoll erleuchteten Höhle. Im Spielverlauf siedeln sich an diesem Ort auch neue Gesichter an, nebenbei levelt ihr hier auf, sackt Waffen ein und verstärkt diese für den nächsten Streifzug.

Dark Souls 3 - image/jpeg

Eure Aufgabe steht schnell fest: Bringt die fünf "Lords of Cinder" um die Ecke, um das drohende Ende der Welt mit dem Entfachen eines mystischen Feuers aufzuhalten. Die nachfolgenden Gebiete greifen dabei aus dem Vollen und liefern genau das, was wir bereits an den Vorgängern so geliebt haben: Versteckte Abkürzungen, labyrinthartige Strukturen im Untergrund, hohe Schlossmauern, düstere Verliese und gothische Details bis zum Horizont.

Bereits das zuletzt auf der Gamescom 2015 von uns inspizierte Anfangsgebiet auf der Mauer von Lothric lässt Forscherherzen höher schlagen... und im Gefecht mit den anwesenden Rittern gerne auch mal vor Aufregung platzen. Wer nicht gut zu Fuß ist, darf übrigens auch in Dark Souls III wieder bequem von aktiviertem Leuchtfeuer zu Leuchtfeuer reisen.

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Mehr Ausdauer

In Sachen Spielmechanik vielversprechend: Die erweiterte Ausdauer-Leiste lässt die Kämpfe um einiges mobiler werden. Ob die Ausweichrolle das Tragen eines Schildes – ähnlich wie in Bloodborne - wirklich ersetzen kann, wird die finale Version zeigen.

Audiovisuell schöpfen From Software aus dem Vollen und hängen die zuletzt aufgehübschte "Scholar of the First Sin"-Edition des zweiten Teils deutlich ab. Egal ob riesige Bosse mit unzähligen Animationsphasen, üppig bestückte Kulissen, hervorragendes Licht- und Schatten-Spektakel oder schummrige Nebelschwaden, Dark Souls III rückt optisch auf ein Level mit Bloodborne.

Leider hat dies auch einen Preis, wie sich in den ersten Frame-Rate-Drops zeigt - weitere Infos für alle Technik-Fetischisten haben wie immer die "Digital Foundry"-Jungs für euch parat. Wie sich die PC-Umsetzung schlägt, wird sich zeigen müssen: Drückt die Daumen, dass uns nicht wieder eine Umsetzungskatastrophe wie zu Zeiten des Erstlings erwartet.

Dark Souls III erscheint am 12. April für PlayStation 4, Xbox One und PC.

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