King of the Ring?

WWE 2K16 im Test

King of the Ring?: WWE 2K16 im Test King of the Ring?: WWE 2K16 im Test Foto: 2K Sports
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2014 feierte die WWE 2K-Reihe das Debüt auf den aktuellen Konsolen. Damals hatte das Spiel viele gute Ansätze, doch trotzdem wirkte es noch nicht ausgereift. Der neue Publisher 2K, der mit Yuke’s das Studio behalten hat, dass bereits die Smackdown vs. Raw-Serie entwickelt hat, möchte seine Wrestling-Spiele nach dem gleichen Muster wie seine Baskeball-Serie verkaufen: großer Umfang, packende Inszenierung und forderndes Gameplay. Ob das im neuen WWE 2K16 gelungen ist, verraten wir euch im Test.

Es hat Symbolcharakter: Stone Cold Steve Austin, einer der Legenden des Wrestlings, ziert das Cover von WWE 2K16. Besonders ältere Fans des „Sports Entertainments“ freuen sich über nostalgische Reisen in die Vergangenheit, in die Zeit, in der die Kämpfer noch Ecken und Kanten hatten und nicht selten Blut floss.

„The Rattlesnake“, mit seinem charakteristischen Schlachtruf „Give me a Hell Yeah“, steht für diese Zeit wie kein anderer. Doch mit WWE 2K16 möchte sich 2K ebenfalls wieder an das Grundliegende des Wrestlings besinnen: Die gute Show. Die Weichen dafür sind gestellt: eine Kämpferauswahl von 120 Superstars und Diven (DLCs mit weiteren Kämpfern folgen), ein mächtiger Editor, ein interessanter Karrieremodus, eine große Menge an Matchtypen und ein stark inszenierter Showcase-Modus.

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Wir bauen uns einen Muskelprotz

Ohne überhaupt einen Faustschlag abgegeben zu haben, können wir in WWE2K16 bereits viel Zeit investieren. Erstellen wir einen Kämpfer, samt Move-Set und Ring-Einlauf, vergehen die ersten Stunden wie im Flug. Leider liegt das auch an den Teils langen Ladezeiten in der virtuellen Garderobe. Doch hat man erst einmal seinen eigenen Superstar fertiggestellt, kann es endlich losgehen.

Im Karrieremodus kämpfen wir uns zunächst durch die NXT – eine Art Jugendliga, in der wir uns für die großen Kämpfe empfehlen können. Nach jedem Match können wir unseren eigenen Werdegang in Interviews bestimmen. Prügelt man sich erfolgreich die Karriereleiter empor, winken harte Matches gegen die großen Stars des Business. Das wir dabei erst noch viele Skillpunkte sammeln müssen, um uns eines Tages einen gold-glänzenden Gürtel über die Schulter zu werfen, merken wir spätestens nachdem wir im ersten Kämpfen gegen die größten Muskelberge der WWE unsanft auf der Matte gelandet sind.

Wer sich diese Arbeit nicht antun möchte, der sollte den Showcase-Modus ausprobieren. Hier spielen wir einige Meilensteine in der Karriere von Stone Cold Steve Austin nach. Dabei werden die Storylines und die Ereignisse durch spektakuläre Videos inszeniert. Bislang ist nur ein Showcase spielbar, 2K verspricht aber weitere Inhalte als DLC nachzuliefern.

Volle Umkleide

120 (Alt)-Stars sind in WWE 2K16 spielbar. Darunter legendäre Kämpfer wie der Macho Man oder André the Giant, aber auch Arnold Schwarzenegger als der Terminator. Dieser ist zurzeit jedoch nur als Pre-Order-Bonus erhältlich. Weitere Kämpfer werden wohl nachgeliefert werden. Auffällig ist allerdings, dass einer der ganz Großen des Wrestlings fehlt: Hulk Hogan. Der Hulkster fiel kürzlich wegen einer rassistischen Äußerung auf und wurde im Folgenden aus der WWE Hall of Fame ausgeschlossen und von 2K aus WWE2K16 gestrichen. Dumm gelaufen.

Ein Großteil der aktuellen Stars ist den echten Akteuren wie aus dem Gesicht geschnitten. Besonders Vorzeige-Wrestler wie John Cena sind mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Leider gibt es auch negative Beispiele. Zum Beispiel Stephanie McMahon, Roman Reigns oder Lex Luger. Hier wünschen wir uns etwas mehr Liebe zum Detail. Zudem scheinen die Entwickler nach wie vor Probleme mit der korrekten Darstellung von langen Haaren zu haben. Ansonsten sieht WWE2K16 durchweg gut aus. Die Animationen sind gelungen und die Texturen, vor allem Schweiß und Blut, werden in längeren Kämpfen sehr gut und glaubwürdig dargestellt.

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Gut gekontert ist halb gewonnen

In Sachen Gameplay hat sich bei WWE 2K16 in diesem Jahr einiges verändert. Eine begrenzte Anzahl an Kontern und eine Ausdauerleiste machen die Kämpfe eine große Portion taktischer. Sind alle Konter aufgebraucht, ist man seinem Gegner ausgesetzt, powert man sich bereits zu Beginn des Kampfes aus, geht uns im späteren Match-Verlauf im wahrsten Sinne die Puste aus. Dazu kommt, dass sich die Konter nur langsam aufladen. Eine Möglichkeit ist es, seinen Gegner lange in Griffen zu halten, um zu warten bis man sich wieder erholt hat.

Etwas hakelig wird es in den neuen Aufgabegriffen. In diesen kleinen Minispielen, die mit dem rechten Stick ausgetragen werden, geht‘s um Geschick und Feinmotorik. Im Duell mit einem guten Computergegner können diese Minispiele aber manchmal etwas frustrierend sein.

Insgesamt ist der Verlauf eines Kampfes in WWE 2K16 flüssig. Nur selten gibt es größere Probleme mit den Animationen oder kleiner Glitches. Die neuen Features im Kampf machen die Action im Ring weniger vorhersehbar, sodass auch schwächere Kämpfer stets eine Chance haben, das Match für sich zu gewinnen.

Fazit:

2K macht mit seinem neuen WWE-Ableger einen großen Schritt in die richtige Richtung. Die Inszenierung kommt zwar noch nicht an die der NBA-Serie heran, dennoch merkt man eine deutliche Verbesserung. Auch in Sachen Gameplay hat sich das Spiel weiterentwickelt und besteht nicht nur aus langen Konter-Arien, sondern aus taktischen Wrestling.

Fans des Sports freuen sich zudem über eine Kämpferauswahl die es in dieser Form bisher noch nie gab. Hier ist für jeden etwas dabei – und wenn nicht, kann man im mächtigen Editor selbst Hand anlegen, oder warten bis die Community viele weitere Charaktere zusammenbastelt.

WWE 2K16 bekommt von uns daher 8 von 10 „Hell Yeahs“, 4 von 5 Champion-Gürteln und 83 von 100 Stärkepunkten.

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