Wiederentdeckte Abenteuerlust in 1080p

"Uncharted: The Nathan Drake Collection" im Test für PlayStation 4

Wiederentdeckte Abenteuerlust in 1080p: "Uncharted: The Nathan Drake Collection" im Test für PlayStation 4 Wiederentdeckte Abenteuerlust in 1080p: "Uncharted: The Nathan Drake Collection" im Test für PlayStation 4 Foto: SCE
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Fans von Nathan Drake können die Wartezeit auf Uncharted 4 mit der "Uncharted: Nathan Drake Collection" verkürzen, die alle drei Playstation 3-Titel enthält. Diese wurden auf 1080p und 60 Frames aufpoliert. Ob sich der Neukauf lohnt, verraten wir im Test. 

Acht Jahre ist es her, dass Naughy Dog "Uncharted: Drakes Schicksal" für die Playstation 3 veröffentlicht hat. Nachdem dieses erste Abenteuer um Hauptcharakter Nathan Drake noch etwas unterschätz wurde, mauserte sich die Spielereihe der „Crash Bandicoot“-Macher spätestens mit der Veröffentlichung des zweiten Teils zum Playstation-exklusiven Top-Seller. Der lang ersehnte vierte und wohl erstmal letzte Teil rund um Nathan Drake soll am 18. März 2016 erscheinen, Zugriff zur Multiplayer-Beta erhalten alle Käufer der "Nathan Drake Collection" bereits ab dem 4. Dezember.

Es ist das Indiana Jones-Prinzip, dass uns über so viele Jahre auch auf der heimischen Spielekonsole gepackt hat. Mysteriöse Schatzsuchen, unerwartete Gefahren und jede Menge Action – dafür steht Uncharted. Der charismatische Hauptcharakter Nathan Drake und sein Mentor Victor „Sully“ Sullivan reisen um die Welt um sagenumwobene Geheimnisse zu lüften. Und stolpern dabei über allerhand schießwütiger Gegner und Fabelwesen. Zeit zum Ausruhen? Nur selten! Alleine die Geschichten, die Charaktere und die teils atemberaubenden Schauplätze sind einen erneuten Durchgang wert.

Gerade die Spieler, die keine Playstation 3 ihr Eigen nennen konnten, sollten sich die Sammlung einiger der besten Action-Adventures der letzten Jahre auf keinen Fall entgehen lassen.

Brilliant in Full-HD

Schaut man sich Gameplay-Material des ersten Uncharted aus dem Jahr 2007 an, merkt man wie alt man geworden ist. Klar, die Konsole war erst ein Jahr alt und das Entwickeln auf dem Cell-Prozessor war kein Zuckerschlecken, dennoch zeigt der Sprung von "Uncharted 1" zu  "Uncharted 3" (2011) den technischen Sprung und welche Power die PS3 hatte.

Alle Screenshots auf einen Blick Uncharted: The Nathan Drake Collection 8 Fotos

Daher ist es nicht verwunderlich, dass besonders der erste Teil enorm von der höheren Auflösung und dem Remastering profitiert. Auch die Erhöhung der Framerate auf 60 Bilder in der Sekunde tut dem Titel, der hier und da unter einigen Kameraproblemen leidet, sehr gut. Auffällig aber auch, dass nicht nur die Texturen überarbeitet wurden, sondern sogar ganz neue hinzugefügt worden sind. Das geht sogar so weit, dass zum Beispiel Kabelführungen von Lampen im Spiel komplett geändert wurden und nun deutlich realistischer aussehen als noch 2007. Hier wird schnell klar, dass die für das Remaster verantwortlichen Entwickler von BluePoint Games viel Arbeit in die Titel gesteckt haben.

Aber natürlich profitieren auch "Uncharted 2: Among Thieves" und der dritte Teil von der Frischzellenkur. Schon zum Release der beiden Titel war die Optik eine der besten ihrer Zeit. Kaum verwunderlich also, dass auch das Remaster hervorragend aussieht und euch mit einigen der epischsten Set-Pieces der Videospielgeschichte konfrontiert. Ein Fest für die Augen!

Spielt man eines der beiden Spiele, würde man erst einmal nicht auf die Idee kommen, dass es sich um Playstation 3-Titel handelt, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Auch hier haben die Entwickler, die übrigens auch Metal Gear Solid und God of War einer HD-Kur unterzogen haben, hervorragende Arbeit geleistet.

Sehr ausführlich kommen auch die Optionen daher: Verschiedene Steuerungsbelegungen lassen die alten Teile "frischer" wirken und spielen sich einfach besser, als im Original. Speedrunner freuen sich über eine seperate Option, die alle Videos ausschaltet. Nebenbei dürft ihr auch das nervige Motion-Blur abstellen, wenn ihr dem Effekt keinen Nutzen abgewinnen könnt. Hinzukommen nette Goodies, die ihr euch durch das Sammeln von Schätzen freischaltet. 

Kleiner Minuspunkt, der kaum jemanden jucken dürfte: Dem Remaster zum Opfer gefallen ist der Mulitplayer-Modus von Teil 2 und Teil 3. Dafür dürft ihr euch ab dem 4. Dezember in der Beta zum Mehrspieler-Modus von Teil 4 austoben. Und um das Gemotze komplett zu machen: Den PS Vita Ableger "Golden Abyss" vermissen wir ebenfalls in der hochwertigen Sammlung. Doch das ist Kritik auf hohem Niveau.

Fazit

Respekt, BluePoint Games, ihr habt gute Arbeit geleistet. Die Nathan Drake Collection überzeugt und ist besonders für die Spieler, die die Geschichten um Nathan Drake bisher verpasst haben jeden Cent wert. Aber auch Playstation-Veteranen können ruhig einen Blick auf die Kollektion werfen. Denn hier wurde nicht nur die Auflösung erhöht und das Spiel auf der PS4 lauffähig gemacht, sondern mit besten Gewissen neu aufpoliert.

Die "Uncharted: The Nathan Drake Collection" bekommt von uns 18 von 20 antike Goldmünzen, 8 von 10 Schatzkarten und findet dabei 84 Prozent der Beute.

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