Tales from the Borderlands im Test | Steam

„ICH FRESSE deine MUTTER und ZÜCHTIGE WILDE HASEN, MUhaHA!“

Tales from the Borderlands im Test | Steam: „ICH FRESSE deine MUTTER und ZÜCHTIGE WILDE HASEN, MUhaHA!“ Tales from the Borderlands im Test | Steam: „ICH FRESSE deine MUTTER und ZÜCHTIGE WILDE HASEN, MUhaHA!“
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Tales from the Borderlands im Test | Steam „ICH FRESSE deine MUTTER und ZÜCHTIGE WILDE HASEN, MUhaHA!“ 15 Fotos

Es ist schon erstaunlich: Obwohl Telltale Games mich mit Spielen wie "The Wolf Among Us" und "The Walking Dead" mit jeder neuen Episode stets für zwei bis drei Stunden vor den Bildschirm gefesselt hat, kann ich mich gerade an keine einzige Szene erinnern, in der ich einmal laut gelacht hätte.

Genau hier springt Tales from the Borderlands in die Bresche: Stellt Euch einfach vor Tarantino würde mit Handsome Jack und Claptrap ein – definitiv sowas von – uneheliches Kind zeugen, dann, ja dann habt Ihr ungefähr eine Vorstellung, was Euch in Tales from the Borderlands erwartet: Schwarzer Humor par excellance. 

„Turn up the heat!“

Ein Test zu so einem Titel ist immer knifflig: Wie verrate ich Euch am besten, WIESO Ihr das Spiel am besten jetzt sofort, in eben diesem Augenblick blind kaufen und dabei vor Freude laut jauchzen solltet, ohne dabei die wesentlichen Stellen zu spoilern?

Disclaimer: Um die "Tales from the Borderlands" vollends genießen zu können, solltet Ihr Euch in den Grenzlanden zumindest ein wenig auskennen! Insbesondere wer Borderlands 2 nicht gespielt hat, wird über einige Stellen "stolpern" und einige Gags nicht vollends nachvollziehen können.

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Fangen wir am besten von Vorne an, wie auch die Helden im Spiel. Richtig gelesen: Helden. Plural. Mehrzahl. Wie in: Zwei. Tales from the Borderlands basiert auf dem Buddy-Prinzip und die Handlung profitiert ab der ersten Szene von dieser Entscheidung der Schreiber.

Rhys ist ein Pseudo-Draufgänger, der gerne in seiner eigenen Traumwelt lebt und von einem hohen Posten bei Hyperion träumt. Die Hyperion Corporation ist die fiese und verschlagene Multi-Millionen-Dollar-Firma welche die Bevölkerung von Pandora gerne unterdrückt und ausnutzt, und deren riesige Raumstation Helios im Orbit des staubigen Planeten und dessen Mond Elpis kreist.

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Fiona hingegen ist auf Pandora groß geworden und verdient sich ihre Moneten als Con-Artist – das "große Bescheißen" gehört zu ihrem Lebensmotto. Viel mehr will ich zu den Grundzügen der Handlung erstmal nicht verraten - den Rest dürft Ihr Euch aus den Trailern ziehen.

Wirkten die beiden neuen „Helden“ im ersten Trailer noch etwas blass, stellt sich im Spiel schnell heraus, dass sie beinahe ebenso viel Charme besitzen wie die gesamte, bisherige Vault Hunter Crew – ok, ok, vielleicht mal abgesehen vom (in dieser Hinsicht) eher mauen "The Pre-Sequel". Das Drehbuch hinter dem Titel ist schlicht perfekt abgestimmt, jeder Gag sitzt, jeder Spruch passt, jede Entwicklung überrascht.

Kurz: Man merkt es Telltale Games an keiner Stelle an, dass Tales from the Borderlands ein vollkommen neues Genre-Kapitel für die tüchtigen Entwickler öffnet. Bislang eher fokussiert auf Horror, Drama und Emotionen, ist Tales from the Borderlands eine Komödie, vollgepackt mit Slapstick, aber auch charmanten und jederzeit passenden Erwähnungen und Huldigungen des Originals.

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Das beginnt bereits im Aufbau des Interface – das Hautpmenü hätte ebenso gut aus Borderlands 2 stammen können – und endet noch lange nicht beim Wiedersehen einiger bekannter Charaktere. Bei "The Wolf Among Us" und "The Walking Dead" hatte man den Vorteil eines etablierten Comic-Universums, hier war ungleich mehr Kreativität gefragt, um den durch Gearbox Software entworfenen Chaos-Kosmos rund um Pandora und Helios entsprechend anzupassen.