Super Smash Bros. im Test | Wii U

Eskaliertes Klassentreffen

Super Smash Bros. im Test | Wii U: Eskaliertes Klassentreffen Super Smash Bros. im Test | Wii U: Eskaliertes Klassentreffen
Von |
Super Smash Bros. im Test | Wii U Eskaliertes Klassentreffen 16 Fotos

Super Smash Bros. ist wieder da: Nach dem Ausflug auf den Nintendo 3DS kehrt der All-Star Prügler nach sechs Jahren auf eine TV-Konsole zurück und beweist erneut, dass Nintendo auch ambitionierte Mega-Projekte stemmen kann. Unser ausführlicher Test beleuchtet alle Facetten des Spiels. 

Die Super Smash Bros.-Reihe kann in ihrer 15-jährigen Geschichte auf bislang vier Titel zurückblicken (sofern man die neuesten Teile für 3DS und Wii U zusammennimmt), in denen eine neue Form von Franchise-Mashup und Multiplayer-Chaos etabliert wurde. Was als kleines Nebenprojekt von Serien-Schöpfer Masahiro Sakurai begann und dann mit geringem Budget für das Nintendo 64 verwirklicht wurde, entwickelte sich zu einem absoluten Überraschungshit. 

Die finanziellen Mittel, die daraufhin in die Weiterentwicklung von Super Smash Bros. gesteckt wurden, befinden sich nun in ganz anderen Sphären. Kaum ein Nintendo-Spiel dürfte derart viel Geld verschlingen wie die Super Smash Bros.-Titel. Um die Veröffentlichung von zwei Versionen und den Sprung ins HD-Zeitalter zu meistern, holte Nintendo die Prügel-Profis von Bandai Namco Games mit an Bord. Gemeinsam mit den Soul Calibur- und Tekken-Veteranen machte sich Sakurai vor allem auch daran, das Balancing der einzelnen Kämpfer zu verbessern.

Denn das Beat'em Up hielt auch Einzug in die E-Sport-Szene und nach dem sehr willkürlichen Wii-Ableger soll es jetzt wieder kompetitiver zugehen und auch für Profi-Spieler interessanter werden. Trotz des kunterbunten Tohuwabohus wird mit der Zeit eines klar: Super Smash Bros. hat System.

Grundsätzlich geht es darum, in die Rolle eines bekannten Charakters des Nintendo-Universums zu schlüpfen und seinen Gegnern ordentlich auf die Mütze zu geben. Da können sich schon mal Mario und Yoshi in die Haare kriegen, während sich Link und Ganondorf zusammentun, um Prinzessin Zelda zu vermöbeln. Etwa 50 (Anti-)Helden, Nebenrollen und Statisten stehen Euch zur Auswahl und jeder Teilnehmer hat seinen Platz in der Riege mehr als verdient.

  8863_29bb91c21cda06f5ad37268d6466fdd0_800x600r - image/jpeg

 

Gekämpft wird in 2D-Manier auf verschiedenen, an berühmte Nintendo-Spiele angelehnte Stages. Ein "K.O." erzielt Ihr, indem Ihr den Gegner aus dem Bildschirm befördert. Je mehr Schaden er bereits erlitten hat, umso leichter kann man ihn durch die Gegend prügeln. Eine Prozentanzeige am unteren Bildschirmrand hält den aktuellen Schaden fest. Es gewinnt, wer am Ende noch Versuche übrig hat oder nach Ablauf der Zeit die meisten K.O.'s erzielt hat.

Die Angriffe eines jeden Charakters aktiviert Ihr auf dieselbe Art: Drückt den A-Knopf um einen Standardangriff auszuführen. Gekoppelt mit einer beliebigen Richtungseingabe verleiht Ihr den Schlägen mehr Wumms. So müsst Ihr keine individuellen Tastenkombinationen auswendig lernen, da bei jedem Kämpfer grundsätzlich dasselbe passiert.

Zudem verfügt jeder Kämpfer über vier Spezialangriffe (Spezial, Spezial Seitwärts, Spezial Oben, Spezial Unten) und einen Ultra-Smash. Dieser kann erst eingesetzt werden, wenn ein Smash-Ball zerstört wurde, der zufällig erscheint. Diese mit tollen Effekten inszenierten Fertigkeiten können Euch, je nach Kämpfer, das Erzielen von K.O.'s deutlich erleichtern. Daneben könnt Ihr Gegner auch greifen und werfen und ihre Angriffe blocken oder ihnen ausweichen.

Neben dem Smash-Ball gibt es Myriaden weiterer Gegenstände aus den verschiedensten Spielen, die das Kampfgeschehen beeinflussen können. Heilt Euch mit einer Fee aus The Legend of Zelda, zündet eine Bombe aus der Starfox-Reihe oder werft einen Pokéball, damit Euch ein Pokémon zu Hilfe eilt. Die Helfertrophäen funktionieren wie Pokébälle, sind aber Franchise-übergreifend: Waluigi kann Euch genauso zur Seite springen wie Mother Brain aus Metroid oder Knuckle Joe aus den Kirby-Spielen.

Wenn jede Unterstützung nichts mehr hilft und Ihr in hohem Bogen von der Plattform geschlagen werdet, habt Ihr noch die Möglichkeit, Euch mit einem Doppelsprung an die Kante zu retten. Auch der Spezial Oben-Move kann sich als nützlich erweisen, hat aber je nach Charakter eine unterschiedliche Wirkung.

8185_3cc55a9259350c0dfe193758114edc70_800x600r - image/jpeg

Die meiste Zeit werdet Ihr, vor allem wenn Ihr ein paar Kumpels an der Hand habt, im Smash-Modus verbringen. Und mit "ein paar" meinen wir nicht wie sonst "maximal drei" sondern "maximal sieben": Als absolutes Novum in der Serie können sich jetzt acht menschliche Spieler dem Klopp-Chaos hingeben.

Gespielt wird (eigentlich) mit jedem verfügbaren Controller, sogar der 3DS (Handheld-Version des Prüglers vorausgesetzt) und die alten GameCube-Controller (mit Hilfe eines sehr begehrten USB-Adapters) können benutzt werden.