Swing when you're winning

Rory McIlroy PGA Tour im Test für PlayStation 4

Swing when you're winning: Rory McIlroy PGA Tour im Test für PlayStation 4 Swing when you're winning: Rory McIlroy PGA Tour im Test für PlayStation 4 Foto: EA
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Zwei Jahre hat es gedauert, bis nach "Tiger Woods PGA Tour 2014" für die alte Konsolengeneration ein Nachfolger erscheint. Mit neuem Cover-Star und aktuellem Grafikmotor stellt sich Electronic Arts an, einmal mehr die Krone des Golfsports zu ergattern. Ob das gelungen ist, verraten wir im Test.

Rory McIlroy ist nach Tiger Woods der wohl bekannteste und erfolgreichste Golfspieler der Welt. Mit seinen zarten 26 Jahren hat er bereits mehr Trophäen gesammelt, als so manch alteingesessener Golfer. Vielleicht ist dies genau das richtige Signal, um auf der aktuellen Konsolengeneration frischen Wind in das Genre zu bringen.

Die augenscheinlichste Neuerung ist die Grafik-Engine. Denn nun arbeitet hinter "Rory McIlroy PGA Tour" die Frostbite-3-Engine der schwedischen Battlefield-Macher DICE. Ansonsten bleibt der Titel natürlich ein Spiel, das besonders Fans des Golfsports ansprechen soll. Doch kann das neue PGA Tour auch Laien in seinen Bann ziehen?

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Beginnen wir mit den positiven Aspekten der Golfsimulation: Jeder Spieler, egal ob Veteran oder Neuling hat die Möglichkeit, das Spiel schnell zu erlernen. Das liegt unter anderem daran, dass anfangs drei verschiedene Steuerungsmethoden gewählt werden können. Zum einen der Profi-Modus ohne Schlaghilfen, die arcadige Variante mit einigen Hilfen und eine Option die die altbewährte Drei-Klick-Steuerung wieder einführt.

Wer möchte, kann sich aber auch seine ganz eigene Steuerung individuell zusammenstellen und abspeichern. Somit ist gewährleistet, dass jeder Spieler die optimalen Voraussetzungen hat, um eine erfolgreiche Runde Golf zu spielen. In einem Tutorial zu Beginn des Spiels können wir die entsprechenden Spielstile das erste Mal ausprobieren – danach geht es erst richtig los.

Dünner Umfang

EAs Golfspiele der Vergangenheit boten stets eine gute Auswahl originaler Golfkurse, vielen Golfern – sowohl männlichen als auch weiblichen – und verschiedener Spielmodi. In diesem Aspekt hat sich das neue PGA-Tour leider deutlich zurückentwickelt. Nur noch acht "echte" Golfplätze und zwölf (ausschließlich männliche) Akteure sind in das Spiel integriert.

Immerhin: Der Düsseldorfer Martin Kaymer ist einer davon. Auch in Sachen Spielmodi ist die Auswahl etwas dünn. Natürlich können wir jederzeit eine 9-oder 18 Loch Runde über einen der Kurse wagen. Abgesehen davon stehen aber nur der Karriere- und der "Night Club Challenge"-Modus, sowie die Standard Online-Spielmodi zur Verfügung.

Vom Hobbygolfer zum Profi

Als Herzstück des Spiels muss besonders der Karriere-Modus überzeugen. Wir starten mit unserem selbst erstellten Golfer als Rookie in die PGA-Tour und erarbeiten uns dabei einen Namen. Leider ist der Editor des Spiels in Sachen Umfang und Umsetzung dabei so verkorkst, dass unser Alter Ego eher einer missratenen Wachsfigur ähnelt, als einem echten Menschen.

Lässt man sich davon nicht weiter stören und fährt erste Erfolge auf den Golfkursen der ganzen Welt ein, winken eine Menge Belohnungen: Neue Schläger, Outfits und Verbesserungen. Das motiviert und verbessert zudem stetig die Fähigkeiten unseres Golfers.

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Ein kleiner Tipp der Redaktion: Den voreingestellten "Quick-Round-Modus" schaltet ihr besser sofort ab. Dadurch spielen wir nur jeweils eine Hand voll Löcher selbst, sodass der Rest anhand unserer Golferstärke automatisch berechnet wird. Bei großen Turnieren mit starker Konkurrenz sind Siege dabei kaum zu erreichen. Alles in allem ist der Karriere-Modus abgesehen von den oben genannten Schwächen durchaus gelungen und motiviert auch langfristig.

Als einziger neuer Spielmodus bleibt der "Night Club Challenge"-Mode. Dieser ist durchaus unterhaltsam, da unser Können in circa 60 Herausforderungen auf Herz und Nieren getestet wird. Auf dem neonbeleuchteten Platz schießen wir auf Ziele oder versuchen den weitesten Drive zu schlagen. Dabei erhalten wir Boosts, mit denen wir unser Spiel weiter verbessern und entsprechend schwierigere Aufgaben meistern können. Dieser sehr arcadige Spielmodus lädt immer wieder dazu ein, ein paar Runden zu spielen um möglichst viele Sterne zu sammeln.