The Legend of Zelda: Breath of the Wild, 1-2-Switch und Snipperclips

Nintendo Switch Games im Test

The Legend of Zelda: Breath of the Wild, 1-2-Switch und Snipperclips: Nintendo Switch Games im Test The Legend of Zelda: Breath of the Wild, 1-2-Switch und Snipperclips: Nintendo Switch Games im Test Foto: Nintendo
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Die Nintendo Switch hat zum weltweiten Verkaufsstart einige Titel zu bieten. Wir stellen drei davon vor und geben eine Einschätzung, welches Spiel unbedingt in den Einkaufskorb gehört.

Nahezu unabhängig von Rechenleistung, Auflösung oder den Kosten ist es allen voran die Software, die eine Konsole verkauft. Ist die Spielelandschaft zum Launch öde, kann die Hardware schnell zum Ladenhüter werden. Zum Start der Nintendo Switch gibt es immerhin einen Titel, den fast jeder Spieler unbedingt haben will: "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" ist das Zugpferd der neuen Konsole.

Die weiteren "großen" Titel lassen hingegen etwas zu wünschen übrig: Skylanders Imaginators und Just Dance 2017 sind lediglich Umsetzungen von bereits für die PlayStation 4, Xbox One und Wii U veröffentlichten Spielen. Super Bomberman R verspricht Mehrspielerspaß der alten Schule - hält diesen aber weder optisch, noch in Sachen Inhalt ein.

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Im folgenden widmen wir uns also erstmal den drei großen Titeln, welche man sich zum Start unbedingt näher anschauen sollte.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Obwohl es zeitgleich auch für die Wii U veröffentlicht wurde, gilt es als DER Launch-Titel für die Nintendo Switch, auf der es technisch auch runder läuft. Ambitioniert, anders und größer. Das ist "The Legend of Zelda" im Jahr 2017. Zwar ist es immer noch als ein klassisches Spiel dieser legendären Spieleserie zu erkennen, kommt aber mit vielen Neuerungen daher. Eines vorweg: Wieder muss Prinzessin Zelda aus den Fängen des Super-Bösewichts Ganon gerettet werden.

Deutlich ins Auge springt dabei die neue Grafik-Engine des Spiels. Durch die Cel-Shading-Optik bekommt das Spiel einen ganz eigenen Charm und bringt gleichzeitig einige Vorteile mit sich. Die großen Areale des Spiels sehen aufgrund dieser Technik durchgehend gut aus ohne besonders detailliert sein zu müssen. Dafür muss man bei feinen Texturen einige Abstriche machen. Hier kommt es immer wieder zu leichtem Kantenflimmern. Schade, aber sicher nicht entscheidend für den Spielspaß.

Der kommt nämlich nicht nur durch die Geschichte rund um den Helden Link, sondern genauso sehr über das Erkunden der großen Welt. Hier werden Entdecker viele, viele Stunden Zeit verbringen können, ohne jemals an ein und demselben Ort gewesen zu sein. Zelda-typisch warten unzählige Täler, Wälder, Dungeons und Städte nur darauf vom Spieler erkundet zu werden.

Um im Spiel voran zu kommen muss Link viele Prüfungen bestehen. Die aus allen anderen Serienteilen bekannten Dungeons, inklusive der abschließenden Bosse, sind natürlich auch wieder mit von der Partie. Diese immer schon dagewesenen Highlights der Serie sind in diesem Teil etwas kürzer und weniger anspruchsvoll als aus der Vergangenheit bekannt, machen aber eine Menge Laune. Lediglich die kniffligen Rätsel fallen leider meist flach.

Doch hierfür hat The Legend of Zelda: Breath of the Wild eine ganz eigene Antwort parat: In der Welt Hyrule gibt es ein ganze Menge, teils gut versteckter Schreine, die euch mit mächtigen Waffen und Rüstungen belohnen. Zudem könnt ihr die hier erhaltenen Kugeln an speziellen Statuen gegen mehr Ausdauer- und Leben eintauschen.

Auf der langen Reise durch die Welt wächst nicht nur Links Kraft, sondern auch sein Arsenal. Muss man sich anfangs mit Holzschild und Ästen durchkämpfen, findet man später blanken Stahl und allerhand andere nützliche Kampf-Utensilien. Doch leider ist Links Tasche nicht bodenlos. Ganz im Gegenteil. Schnell ist der Platz im Inventar voll, sodass andere nützliche Gegenstände zurückgelassen werden müssen. Zum Glück lässt sich der Stauraum später gezielt erweitern.

Eine weitere Neuerung von Breath of the Wild ist die Möglichkeit Essen zu kochen. Überall in der Welt finden sich Äpfel, Pilze oder frisches Fleisch. Diese Zutaten stellen beim Essen ein bisschen Leben wieder her. Kocht ihr das Zeug jedoch über dem Lagerfeuer, freut ihr euch über nützliche Buffs und Effekte. Kreatives ausprobieren ist hier sehr zu empfehlen, denn erfolgreich gekochte Gerichte werden als Rezept gespeichert und können jederzeit wieder neu gekocht werden.

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Insgesamt ist die Spielwelt des neuen Zeldas sehr glaubwürdig. Regnet oder stürmt es, gehen Feuer aus. In kalten Gebieten nimmt Link stetig Schaden, bis er an eine Wärmequelle kommt und auch in der brutzelnden Hitze leidet unser Held Qualen. Was sich im ersten Moment anstrengend und störend anhört, passt in Wirklichkeit sehr gut ins Spiel und ist keineswegs aufgesetzt.

Ebenso die Fortbewegung in der großen Welt. Der schnellste Weg zur anderen Seite der Karte ist natürlich die Schnellreise - jeder erfolgreich absolvierte Schrein lässt sich von euch auf der Karte als Ziel anwählen. Wer die Landschaft genießen möchte, der kann entweder einen langen Fußmarsch in Kauf nehmen, oder sich eines der wilden Pferde schnappen, es zähmen und im Galopp ans Ziel zu kommen. Ab und an auf die Schnellreise zu verzichten hat jedenfalls Vorteile: immer wieder kann man etwas Neues entdecken.

Fazit

"The Legend of Zelda: Breath of the Wild" ist der erwartete Hit. Doch Fans der Serie sollten sich bewusst sein, dass hier nicht nur Bekanntes geboten wird. Zwar ist der Charme des Klassikers immer noch vorhanden, doch es wurden viele Elemente moderner Action-Adventures ins Spiel eingebettet. Das Looten, Craften und Erkunden ist aus meiner Sicht einem Spiel wie "The Witcher" näher, als dem typischen Zelda-Spiel. Dennoch überzeugt das Spiel in allen Belangen und bietet neben der Hauptgeschichte viele Stunden wirklich unterhaltsamen Content. Wer eine Nintendo Switch besitzt, der sollte sich dieses Goldstück nicht entgehen lassen.

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1-2 Switch

Ein Spiel, das schon vom Namen her untrennbar mit der neuen Nintendo-Konsole verbunden ist. 1-2 Switch soll die Möglichkeiten, welche die Switch mit ihren Joy-Con-Controllern bietet, spielerisch vorstellen. In insgesamt 28 unterschiedlichen Minispielen können zwei Spieler gegeneinander antreten. Wer noch weitere Joy-Cons besitzt, der kann auch weitere Spieler in sein Team aufnehmen.

Die Minispiele reichen von: Kühe melken, Tanzduell, Wettessen bis hin zu Yoga und Safes knacken. Was sich auf den ersten Moment etwas skurril anhört, ist auch in der Praxis merkwürdig. Mit Hilfe des Joy-Cons mimen wir das Melken eines Kuheuters nach und müssen zur richtigen Zeit die richtigen Tasten drücken, um den Milch-Ertrag zu maximieren.

Etwas seltsam kommt man sich dabei schon vor. Immerhin ist schallendes Gelächter der Zuschauer vorprogrammiert. Genauso verhält es sich mit vielen der anderen Minispielen. Damit im Vorhinein bekannt ist was zu tun ist, spendiert uns 1-2 Switch jeweils ein kurzes Intro-Video. Nervig: Diese Videos laufen immer wieder erneut ab. 

Technisch funktioniert der Titel erstaunlich gut. Spiele wie das Safe-knacken arbeiten beispielsweise mit der Vibrationsfunktion, andere wiederum mit dem Bewegungs-Sensor. So zeigt uns jedes Spiel eine andere Art, wie der Joy-Con funktionieren kann. Spieler, die den Weg des geringsten Widerstands suchen, werden aber leider schnell feststellen, dass sich die Spiele von 1-2 Switch meist durch kleine Tricks manipulieren lassen. Doch wahre Sportsmänner und Frauen scheuen sich nicht vor einem ehrlichen Duell.

Was Minispiele so beliebt und erfolgreich macht, ist die kurze Spieldauer gepaart mit der Langzeitmotivation. Den eigenen Highscore brechen oder seinen Kontrahenten schlagen spornen immer wieder aufs Neue an. Leider trifft dies nur auf wenige der 28 Minispiele zu. Meist hält der Spaß lediglich 2 bis 5 Runden an - danach hat man sich mehr als satt gespielt. Dennoch hat man in dieser Zeit ein wirklich gutes Bauch- und Lachmuskeltraining.

Fazit

Insgesamt macht 1-2 Switch durchaus eine Menge Spaß. Doch obwohl man annehmen würde, der Titel liegt im Starter-Paket der Konsole bei, muss man hierfür 50 Euro auf den Tisch legen. Ein sehr happiger Preis!

Wer die Möglichkeiten der Switch und den Joy-Con-Controller unbedingt ausprobieren muss, der sollte sich den Titel genauer anschauen, alle anderen sollten sich den Kauf gut überlegen. Denn 1-2 Switch bietet verhältnismäßig wenig Spiel für den hohen Preis.

Snipperclips – Zusammen schneidet man am besten ab!

Wer eine neue Konsole kauft, der möchte natürlich im Idealfall sofort losdaddeln. Das Spiel Snipperclips drängt sich bei der Nintendo Switch förmlich auf. Wem die kostenlos erhältliche Demo gefällt, der bekommt für lediglich 20 Euro ein Spiel für bis zu zwei Spieler, an dem man definitiv Freude haben kann.

Als kleine Pappfiguren puzzelt und knobelt man sich durch viele unterschiedliche Levels und lernt als Team zu spielen. Der Trick dabei: die beiden Figürchen können sich gegenseitig ausschneiden und somit Formen formen, die für die erfolgreiche Bewältigung der Level nötig sind.

Die Aufgaben sind hierbei unterschiedlich. Mal muss nur eine Form entsprechend der Vorgabe ausgefüllt werden (hier ist cleveres Schneiden nötig), mal muss ein Basketball erfolgreich versenkt werden und mal müsst ihr Luftballons zum Platzen bringen. Doch natürlich gibt es noch jede Menge unterschiedliche Level, die hier und da ein wenig Gehirnschmalz benötigen.

Die Animationen und die Zeichnungen sind dabei sehr liebevoll und zaubern besonders jüngeren Spielern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Ebenfalls kinderleicht: die Steuerung des Spiels. Mit jeweils einem Joy-Con-Controller lernt einer der Schnippsel laufen und schnibbeln.

Fazit

Insgesamt bietet der Titel durchaus einiges an Spielvergnügen - besonders im Mehrspielermodus. Wer auf der Suche nach einem cleveren, witzigen und guten Partyspiel ist, der sollte sich zuerst einmal Snipperclips anschauen. Für den durchaus geringen Preis von 20 € und der Möglichkeit, das Spiel vorher anzutesten, bekommt man hier einiges geboten.

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