Instagirls, Zeltplatz-Machos und kotzende Teenies

Diese sieben Typen findet man auf jedem Festival

Instagirls, Zeltplatz-Machos und kotzende Teenies: Diese sieben Typen findet man auf jedem Festival Instagirls, Zeltplatz-Machos und kotzende Teenies: Diese sieben Typen findet man auf jedem Festival Foto: Tonight.de/Joshua Sammer

Ob kosmopolitisch beim Tomorrowland, feucht-fröhlich beim Rock am Ring oder bodenständig beim Open Source – an einem Festivalbesuch kommt diesen Sommer so gut wie niemand vorbei. Jedes Festival lockt dabei sein ganz eigenes Publikum an. Ein paar Typen sind allerdings auf jedem von ihnen zu finden. Wir wissen welche! Und ihr gleich auch.

Festival-Stimmung pur in über 140 Bildern Darum freuen wir uns auf den Festival-Sommer! 145 Fotos

1. Das wandelnde Bierfass

Bei jeder Festivalfahrt gibt es diesen einen Typen, der sich schon während der Anreise so zuschüttet, dass er es nicht mehr zur Bühne schafft und sich stattdessen mit einem Bier vor das Zelt setzt, dessen Aufbau er zuvor massiv behindert hat. Während die anderen dann also jauchzend und tanzend vor der Hauptbühne stehen, hängt das Bierfass volltrunken auf dem Zeltplatz rum und sucht nach seinesgleichen. Diese Suche ist meist erfolgreich und so geschieht es, dass das Bierfass sein Rudel verlässt, sich mit fremden Fässern zusammentut und bis zur Abreise nicht mehr gesehen wird.

2. Das Instagirl

Das Instagirl hat keine Ahnung von Musik und kennt bis auf den Headliner (falls es sich dabei um irgendeinen Kalkbrenner handelt) keinen einzigen Act. Das ist aber nicht so schlimm, denn wer da im Hintergrund gerade spielt ist für das Instagram-Foto nun wirklich unerheblich – Hauptsache das Outfit stimmt. Und das tut es selbstverständlich, nicht umsonst ist das Instagirl mit einem stattlichen Schrankkoffer angereist, der mit einer üppigen Auswahl an Denim-Shorts, Sonnenbrillen, Hippie-Röcken und Fransensachen gefüllt ist. #hippielife #goodtimes #shutup

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3. Der Ravioli-Virtuose

Zum Frühstück 'ne Aspirin mit Vodka runtergespült, zum Mittag 'ne Tube Tomatenmark auf Toast und abends 'ne überteuerte Bühnen-Bratwurst? Nein, nein, nein! Der Ravioli-Virtuose sieht es nicht ein, seine kulinarischen Standards zu senken, nur weil er gerade keinen Zugang zum heimischen Ceranfeld hat. Er befindet sich im Altersspektrum meistens eher weiter oben und hat in zehn Jahren Festival-Erfahrung gelernt, aus Gaskocher, Dosenravioli und Trockenobst wahre Gourmet-Speisen zu zaubern.

4. Der Frontrow-Streber

Was immer auch passiert, der Frontrow-Streber muss bei jedem Konzert in der ersten Reihe stehen. Denn nur da riecht man den Schweiß, fängt die vollgesabberten Handtücher und wird von seinem großen Idol so richtig wahrgenommen! Während die anderen eigentlich lieber entspannt ihr Bier austrinken würden, rennt er von Bühne zu Bühne und sichert sich die besten Plätze. Getrunken wird selbstverständlich nicht, denn Blasendruck behindert nur! Im Zweifel wird dann einfach laufen gelassen.

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5. Der Tiefenentspannte

Ein Gewitter verwandelt den Zeltplatz in einen reißenden Sumpf? Passiert! Das Dixi-Klo ist ein nach Verwesung riechender Fäkalien-Brunnen? Shit happens (höhö). Das Zelt weht weg und verschwindet für immer? Was eh nur von Aldi. Der Tiefenentspannte weiß vor einem Festival-Besuch, worauf er sich einlässt. Er lässt sich von Rückschlägen nur schwer beeindrucken und hat auch kein Problem damit, mal aufs Duschen und Zähneputzen zu verzichten. Grundsätzlich ein angenehmer Zeitgenosse – wenn man ihm ab und zu mal ein Kaugummi anbietet.

6. Der Newcomer

Der Newcomer ist gerade 18 geworden und steht kurz davor sein Abi zu machen und sein Heimatdorf im Emsland für immer zu verlassen. Als kleinen Vorgeschmack auf das süße Leben in studentischer Lässigkeit gönnt er sich nun einen crazy Trip zu einem Indie-Festival in der Nähe. In Mamas prall mit Bierpaletten und Tetrapak-Wein gefülltem Touareg geht es dann los in ein Wochenende voller Erbrechen, Wildpinkeln und Penisse-ins-Gesicht-malen. Abiabiabiabituuuur!

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7. Der Zeltplatz-Macho

Der Zeltplatz-Macho hat nur eine Mission: Die Zeltwände so richtig beben zu lassen. In lockerer Festival-Atmosphäre bei konstant fließenden Bierströmen nutzt er jede Gelegenheit für einen dahingelallten Flirt und stößt dabei ab und zu sogar tatsächlich auf zurückgelalltes Interesse. Und wenn der persönliche Kontakt versagt, gibt es ja immer noch Tinder. Geschickt eingesetzt erweist sich die Balz-App als äußert ergiebiges Tool für den paarungsbereiten Festivalbesucher. Wir wünschen viel Glück! Aber bitte seid heute Nacht nicht so laut. Es gibt hier noch Leute, die in Ruhe Bierpong spielen wollen.