Big Air Freestyle Festival in Mönchengladbach

Beginner überraschen Fans beim Big Air

Big Air Freestyle Festival in Mönchengladbach: Beginner überraschen Fans beim Big Air Big Air Freestyle Festival in Mönchengladbach: Beginner überraschen Fans beim Big Air Foto: Hans-Peter Reichartz
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Die Hip-Hop-Band "Beginner" krönte den Auftakt des "Big Air" und wurde vom Gladbacher Publikum gefeiert. Höhepunkt der Show war ein Überraschungsgast, der mit großer Begeisterung empfangen wurde.

In dicke Jacken und Schals gepackt klammern sich die meisten an ihren Glühwein. Tanzen und singen sich warm. Währenddessen steht Rapper Torch auf der Bühne, zieht seine Jacke aus und heizt die Massen an, nur mit einem T-Shirt bekleidet. Die Jungs von den Beginnern rücken in diesen Minuten etwas in den Schatten - erobern sich mit dem Track "Meine Posse" das Publikum kurz darauf aber zurück.

Unter Fans sorgte "Advanced Chemistry" (2016), das aktuelle Album der Hip-Hopper aus Hamburg, für gespaltene Stimmung. An die alten Zeiten knüpfe es nicht an, sagen viele. Davon ist bei der Show beim Arag Big Air Freestyle Festival wenig zu spüren: Das Gladbacher Publikum zeigt sich textsicher, sowohl bei alten als auch neuen Sachen.

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Mit "Ahnma", dem bisher beliebtesten Track von der aktuellen Scheibe, starten Eizi Eiz alias Jan Delay (Jan Philipp Eißfeldt), Denyo (Dennis Lisk) und DJ Mad (Guido Weiß) ins Abendprogramm. Vom ersten Beat an ist die Menge bei ihnen, trotz knapp halbstündiger Verspätung.

Mit "Schelle" lässt die Band für einen Augenblick vergessen, dass eigentlich Wetter für Handschuhe und Bommelmütze herrscht - die Mischung aus Reggae und Dubstep-Beats kommt gut an. Die Bühne erstrahlt in Rot und Gelb, und wer nicht gerade seinen Blick auf die riesige Ski-Rampe hinter dem Rücken wirft, vergisst, dass es beim Big Air eigentlich um Schnee und Wintersport geht.

Am lautesten wird der Jubel der Menge jedoch, als "Wir waren mal Stars" anklingt. "Hier kommt Torchmann", röhrt Jan Delay ins Mikro, die Ansage geht in Applaus, Pfiffen und begeistertem Schreien und Kreischen unter. Torch (Frederik Hahn) zählt zu den bekanntesten und wohl einflussreichsten Musikern der deutschen Rap- und Hip-Hop-Szene, seit den 1980er Jahren. Das Publikum im Hockeypark ist aus dem Häuschen, und es gibt noch eine Zugabe obendrauf: Als Nächstes stimmt Torch "Mikro in der Hand" an.

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Einige Minuten später schlagen die Jungs aus dem Norden ruhige Töne an: Bei "Kater" werden die Lichter gedimmt, und so ziemlich jeder im Publikum dürfte nachempfinden können, was mit "Mann, ich fühl mich Asbach Uralt - Doch wen wundert's nach 50 Kurzen" und "Versteck mich im Bett, denn so voll wie ich war, so leer bin ich jetzt" gemeint ist.

Doch am meisten springt der Funke bei den Klassikern. 1998, das erste große Album und die größten Ohrwürmer der Band: Bei "Füchse" und "Rock On" hält es keinen in der Menge mehr auf dem Platz.

Nach knapp einer Stunde Show wird es dunkel, die Boxen schweigen. Doch nur, um anschließend mit einer Zugabe zurückzukehren -darunter auch ein Song, der den Weg der Drei nach oben beschreibt. "Ihr wart Zeuge, wie ein kleiner Haufen cooler Hosenscheißer - Loszog von der Küste - In Turnschuh'n an die Spitze" heißt es in "Es war einmal ...". Nach satten eineinhalb Stunden verabschieden sie sich anschließend gemeinsam mit Torch.

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Quelle: RP