Die "Töchter Düsseldorfs" sind umgezogen

Mädchenband hat neue Proberäume

Die "Töchter Düsseldorfs" sind umgezogen: Mädchenband hat neue Proberäume Die "Töchter Düsseldorfs" sind umgezogen: Mädchenband hat neue Proberäume Foto: Andreas Endermann
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Die "Töchter Düsseldorfs" sind von Lierenfeld nach Derendorf umgezogen. Dort teilen sie sich mit anderen Musikern zwei Räume und können wieder mit viel Engagement für ihre Auftritte proben.

Sie singen, spielen Saxofon, Klavier, Schlagzeug und sind eine eingeschworene Gemeinschaft - die Mädchenband "Töchter Düsseldorfs". Nach sechs Jahren seit Gründung hat sich die Band zu einem reifen professionellen Ensemble entwickelt, das bis auf Drums und Klavier noch in Erstbesetzung auftritt. "Allerdings werden bald die ersten Abiturienten die Band verlassen, um zu studieren", sagt Gründerin und Musikpädagogin Cornelia Hornemann (Der kleine Musicus).

Doch Nachwuchs sei bereits da, der von den langjährigen Bandmitgliedern als "Patenkinder" an die Hand genommen und mit der Band vertraut gemacht worden sei. "Und wenn es das bevorstehende Studium zulässt, dann wird in gewohnter Weise leidenschaftlich weiter miteinander musiziert."

Nach etlichen Auftritten wie zuletzt bei der "Auszeit" der Rheinischen Post, sind die Mädchen dabei, eine CD mit den 14 schönsten Titeln aus sechs Jahren aufzunehmen. "Es wird richtig professionell werden", freut sich Cornelia Hornemann, "denn erzählt wird auch die Geschichte der Band, wobei Freunde und Förderer ebenfalls zu Wort kommen werden".

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Der erste Part sei bereits im März eingespielt worden, die abschließenden Aufnahmen erfolgen jetzt im Juni. Zu den wichtigsten Förderern zählt David Lückhof mit seinem Unternehmen "Music-Mix". "Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet, weil er uns uneigennützig unterstützt und auch für das Studio gesorgt hat." Denn Fördergelder bekomme die Band bisher leider nicht, bedauert die Oberkasselerin. Froh sei sie, dass die Mädchenband noch immer unter der Schirmherrschaft des "Weißen Rings" stehe. "Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die Mädels im Sinne unseres Slogans ,Mädchen stark machen - wir haben uns und die Musik' zu fördern."

Ein weniger erfreuliches Kapitel in der Band-Geschichte ist inzwischen abgeschlossen. Denn nach langer Suche hat die Musikpädagogin nun in Derendorf geeignete Probenräume gefunden. "Wir fühlen uns dort sehr wohl, haben Platz für die Instrumente und zwei fast schon luxuriöse Zimmer." Erleichterung bei allen, denn die zwei Jahre im Probenbunker am Gather Weg sollen schnell vergessen werden. "Bei einer Miete von zehn Euro pro Quadratmeter haben wir wenigstens eine regelmäßige Reinigung der Treppenhäuser erwartet", so Cornelia Hornemann. Weil auf ihre Bitten nichts geschah, habe sie gekündigt und neue Räume gesucht." Jetzt sei sie glücklich mit der neuen Situation in Derendorf.

Eine gute Voraussetzung für die Musikerinnen, sich auf das besondere Highlight in diesem Jahr vorzubereiten. Denn beim NRW-Fest werden sie bei Konzerten gleich auf drei Bühnen ihr Können zeigen. Cornelia Hornemann: "Auf der Bühne wird noch einmal die Originalbesetzung der Band stehen: Maria als Sängerin, Vera und Malou als Dream-Team mit ihren Saxofonen, Neele und Julia am Piano/Keyboard, die ,große' Anna am Kontrabass und die ,kleine' Anna an den Drums." Sie selbst werde wie gehabt Saxofon spielen.

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Um die Zukunft macht sich die Oberkasselerin keine Sorgen, denn ganz aktuell hat sie gemeinsam mit ihrem Mann einen "Ort der Begegnung" im Bergischen geschaffen. "Dieses ,Andersland' entsteht neben einem 250 Jahre alten Bauernhof, den wir gerade restaurieren." Alles bleibe erhalten - der alte Kuhstall mit den Milchkannen und dem Butterfass, die Tenne mit den Strohballen und die Häckselmaschine aus dem vergangenen Jahrhundert. "Und die Stiefel des alten Bauern stehen auch noch im Haus."

Geplant seien Wochenenden für Kinder, Jugendliche und Familien, die Ruhe und Besinnung finden wollen. Denn: "Besonders bei den Proben mit all' meinen Musikgruppen habe ich festgestellt, dass es wichtig ist, einmal aus dem Alltag herauszukommen."

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Quelle: RP