Herzlichen Glückwunsch, Ernie und Bert!

Die Kultserie "Sesamstraße" feiert ihren 40. Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch, Ernie und Bert!: Die Kultserie "Sesamstraße" feiert ihren 40. Geburtstag Foto: NDR
zuletzt aktualisiert: 08.01.2013

"Tausend tolle Sachen, die gibt es schon seit 40 Jahr'n zu sehen, manchmal muss man jubeln, dass es sie noch gibt! Düp düp düp düp, dö dö dö döp!" Die "Sesamstraße" feiert am 8. Januar 2013 ihr wahnsinniges vierzigstes Jubiläum und (egal, wie alt) alle feiern mit. Schließlich gibt's wohl kaum jemanden, der beim Gedanken an Samson, Ernie und Bert nicht seine Kindheitserinnerungen vor dem inneren Auge aufziehen sieht.

WER (hat’s erfunden)?

Eigentlich sind es (wie so oft) die Amerikaner, denen wir die Sesamstraße zu verdanken haben. In den USA feierte die "Sesam Street" am 10. November 1969 ihre Fernsehpremiere und sollte das Medium Fernsehen erstmals für pädagogische Ziele nutzen. Vorschulkinder sollten in kurzen, unterhaltsamen und wiederholten Spots viel über das Leben,die Zahlen und das Alphabet lernen.

Foto: NDR Wer kennt sie nicht? Das Krümelmonster, Ernie und Bert, Oscar aus der Tonne, Elmo und Grobi.

Ein Jahr später wurden auch deutsche Fernsehmacher auf die Serie aufmerksam. Am 1. August 1972 flimmerte die allererste deutsch synchronisierte "Sesame Street" dann endlich auch über die deutschen Bildschirme. Die "Sesamstraße", die wir heute kennen – eine Mischung aus deutschen und amerikanischen Szenen – startete dann am 8. Januar 1973 ihren Siegeszug in die deutschen Kinderherzen. Unfassbar, dass sie am kommenden 8. Januar 2013 bereits 40 Jahre alt wird und Pokemon, Sailormoon, den Teletubbies und anderen Quatsch-Serien zum Glück erfolgreich die Stirn geboten hat – das ist wohl gerade in der heutigen Fernsehwelt ein Grund zu jubeln.

WIE (hat sich die Sesamstraße verändert)?

Lernen sollen die Kinder vor allem soziales Verhalten, Kreativität und Selbstbewusstsein. Anfangs bemängelten Eltern und Erzieher, dass die amerikanischen Straßenszenen nicht viel mit der Lebenswelt deutscher Kinder gemein hätten. Daher wurde die Sendung überarbeitet und ab 1978 kamen dann auch die neuen Puppen wie Samson, Tiffy, Rumpel und Finchen dazu.

MIt ihnen werden seit je her Geschichten erzählt, die für Kinder nachvollziehbar sind. Die "Sesamstraße" wuchs in den letzten Jahren immer weiter und ist wohl für viele "große Kinder" heute nicht mehr das, was sie früher einmal war. Puppen wie Tiffy, Herr von Bödefeld, Mutter Moni und Lena sind ausgezogen, neue Bewohner wie Wolle und das Pferd sind eingezogen. Und das ist auch gut so, findet NDR-Indendant Lutz Marmor: "Mit guten Fernsehformaten ist es ja ein bisschen wie mit Menschen: Nur, wenn sie ihre Fähigkeit zur Veränderung beibehalten, entwickeln sie sich und bleiben spannend. Nach vierzig Jahren sind viele Puppenstars der ersten Stunde noch dabei. Verändert hat sich trotzdem einiges. Angefangen damit, dass die Redaktion über die Jahre hinweg nie den aktuellen Bezug zum Leben aus den Augen verliert."

Geblieben ist die Heimat der Puppen: Sie werden auch heute noch in New York beim Sesame Workshop bestellt und in Kisten verpackt aus Amerika herübergeflogen. Wie süüüß!

WAS (verbindet ihr mit der Sesamstraße)?

Ob zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre alt: Jeder verbindet etwas mit der "Sesamstraße". Wir haben uns einmal umgehört und nach den Erinnerungen an die älteste Kinderserie der Welt gefragt. Vorhang auf für die Antworten der "Kinder von gestern" ;-)

"Mah na Mah na", "KEKSE :-D", "Tiffyyy!!!", "Ehrlich gesagt waren mir die zotteligen Monster in der Sesamstraße als Kind viel zu unheimlich. Dann doch lieber die Maus und der Elefant.", "Ernie und Bert - die besten Soft-Sticker auf den Elmex-Tuben aller Zeiten!", "Ich trage noch heute rote Bert-Antirutschsocken!", "Zottelfrisur, ansonsten rosa, gerne mal etwas arrogant, aber auch cool: Herr von Bödefeld war der Knaller!".

Foto: NDR

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