Yummy!

Betty & Samy - neu an der Nordstraße

Yummy!: Betty & Samy - neu an der Nordstraße Yummy!: Betty & Samy - neu an der Nordstraße Foto: Anne Orthen
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Anadolu hat inzwischen fünf Restaurants, vier davon in Düsseldorf. Nihal Baltaci, Tochter des Firmengründers, geht mit ihrem Café-Restaurant jedoch gastronomisch andere Wege - und hat dafür ihre eigene Gesellschaft gegründet.

1988 eröffnete der Vater von Nihal Baltaci ein Restaurant am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Es sollte eine Erfolgsgeschichte werden, denn aus dem Lokal wurde eine Kette mit inzwischen fünf Läden, einer davon in Köln. Hinzu kam eine zentrale Produktionsniederlassung in Oberbilk. Der Name, der dahintersteckt: Anadolu.

Nihal Baltaci hat lange im Betrieb der Eltern mitgearbeitet, sie kennt sich also aus in der Gastronomie. Ohnehin war ihr schon als Kind klar, wohin der Weg sie beruflich führen wird. "Meine Mutter hat nicht nur gut, sondern vor allem auch immer für sehr viele Personen gekocht. Ich konnte alle meine Freundinnen mitbringen, bei meinen Brüdern war das nicht anders." Mit 21 Jahren hat sie das erste Mal in einem Fast-Food-Restaurant gegessen. "Es hat mir nicht geschmeckt. Ich war von zu Hause aus gutes und gesundes Essen gewohnt." Die Mutter war es auch, die im Familienbetrieb anfangs kochte. "Sie springt heute noch manchmal ein, wenn jemand ausfällt, sie kann es einfach nicht lassen", erzählt Nihal Baltaci und muss lächeln.

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So viel zur Vorgeschichte. Gestern hat Nihal Baltaci ihr eigenes Restaurant an der Nordstraße eröffnet. Sie hat es Betty & Samy genannt, nach ihren Eltern. "Ich wollte endlich was Eigenes haben, und zwar etwas, dass nichts mit schnell, schnell zu tun hat. Es sollte gemütlich sein." Und wie es in der Familie üblich ist, hat Nihal Baltaci ihre eigene Gesellschaft gegründet. Alle Anadolu-Betriebe sind rechtlich selbstständig und werden von Familienmitgliedern geführt. Nebenan wird sie in einigen Wochen zusätzlich noch einen klassischen Imbiss eröffnen: Currygold. "Aber immer schön eines nach dem anderen, ich will erst mal hier ankommen", sagt sie.

In der Immobilie an der Nordstraße 87 war vorher ein Stockheim-Café, nach wenigen Monaten war aber schon wieder Schluss. "Die haben sich zu sehr auf Kaffee und Kuchen beschränkt", glaubt Baltaci, die ihr gastronomisches Konzept breiter angelegt hat - sehr viel breiter, dafür mit kleiner Karte. Es geht los mit Frühstück, "und zwar den ganzen Tag". So etwas habe in Düsseldorf bisher gefehlt, "in Berlin oder Hamburg ist es kein Problem, nach 20 Uhr noch ein Spiegelei mit Bacon zu bekommen".

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Die Spezialität des Hauses: das herzhafte TLV-Frühstück, bei dem zu den üblichen Bestandteilen auch noch Feta, Tomaten-Gurkensalat, Dips oder Oliven gereicht werden. Mittags gibt es eine Karte mit drei Gerichten zur Auswahl. Wichtig: "Ich will ständig wechseln, Steak, Burger, Pasta, auch mal asiatisch." Das gilt natürlich auch für den Abend, wenn die einzige wirkliche Neuerung in dem zuvor ja bereits fast frisch renovierten Lokal zum Einsatz kommt: die Bier-Zapfanlage. "Es ist ein Restaurant, ein Café, kann aber durchaus auch zur Kneipe oder Weinbar werden", erklärt Nihal Baltaci.

Geöffnet werden soll um 8.30 Uhr, den Feierabend bestimmt der Gast. Das kann Nihal Baltaci nicht alles alleine schaffen, daher teilt sie sich die Leitung mit Tochter Aylin (23). "Eine von uns ist immer da", verspricht die Chefin, die den Standort am Dreieck als ideal empfindet. "Die Nordstraße ist noch eine von den wirklich guten Einkaufsstraßen abseits der Innenstadt. Hier gehe ich auch selbst gerne shoppen. Und ein Restaurant an dieser Ecke hat wirklich noch gefehlt."

Acht Mitarbeiter hat die Geschäftsführerin aktuell, "das sollte erst mal reichen". Und wenn nicht, "wir sind ja ein Familienbetrieb, hier packt jeder mit an". Zur Not eben die Mutter.

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Quelle: RP