Foodtruck in Düsseldorf

Jamie's Deli ist vorgefahren

Foodtruck in Düsseldorf: Jamie's Deli ist vorgefahren Foodtruck in Düsseldorf: Jamie's Deli ist vorgefahren Foto: Andreas Endermann
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Im Flughafen-Terminal gibt es einen Foodtruck der Marke Jamie Oliver. Der britische Starkoch eröffnet demnächst auch ein Restaurant.

Freundlich und süß sieht er aus, der Kleine. Nein, nicht Jamie Oliver selbst. Der Starkoch aus England ist noch nicht in Düsseldorf eingetroffen. Ein offizieller Termin für seinen Besuch steht auch noch aus. Den freundlichen Eindruck vermittelt vielmehr der kleine Foodtruck, der im Abflugterminal zwischen einer Filiale einer schwedischen Bekleidungsfirma und dem Zugang zu dem Gate C steht. Das Blech des Foodtrucks ist weiß aufpoliert, die Kotflügel sind ockergelb ebenso wie der große Schriftzug "Jamie's Deli".

"Arbeitet Jamie auch hier?", fragt eine englische Touristin lachend. Sie heißt Susan und kommt aus geschäftlichen Gründen oft mit Ehemann Max von London nach Düsseldorf. Sie sind ganz offensichtlich überrascht, am Düsseldorfer Flughafen auf eine Filiale des Briten zu stoßen. Max fällt in das Lachen der Frau ein und sagt: "Jamie macht wohl eine Pause oder räumt das Lager auf." Nein, Jamie sei nicht da, erklärt die im Truck arbeitende junge Frau und stellt die Bestellung zusammen.

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Das geht schnell, die Auswahl ist schon recht übersichtlich. Es gibt drei Salate - eine klassische Variante mit Grünzeug und Käse sowie einen mit Brokkoli, Körnern und Rote Bete. "Super Food und vegetarisch", erklärt die Angestellte. Das britische Paar entscheidet sich aber für den Salat mit Pastrami, einer britisch-irischen Fleischspezialität, die es roh und in dünnen Scheiben geschnitten zum Salat gibt oder als Sandwich.

"We are oft in Duseldorf, but Pastrami haben wir hier nock nie geseen", sagt der Mann erfreut und bestellt. Seine Frau möchte den Super-Food-Salat, dazu einen Wrap. Es gibt einige kleine Tische mit blauen hohen Hockern aus Metall. Max packt das Sandwich aus. "Not bad", sagt er und beißt kräftig in das Fleisch-Sandwich. Susan hingegen stochert etwas lustlos in der Salatschale. Sie ist aus Pappe und sieht aus wie ein übergroßer Pappbecher für Kaffee zum Mitnehmen. "Die Deutschen und ihre Körner in die Essen", sagt sie kopfschüttelnd. So etwas gebe es in London kaum.

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Besser als der Super-Food-Salat schmeckt ihr der Wrap. Fest eingerollt in dünnem Fladenbrot enthält er eine üppige Mischung aus verschiedenen Salatblättern, geraspelten Möhren und allerlei weiteren Gesundsachen, die Susan mit der in einem kleinen Plastiktopf bereitgestellten Joghurtsoße übergießt. "So ist es echt britisch", sagt sie und erzählt, in London gehören die Deli-Filialen von Jamie Oliver zum Alltag. "Etwas besseres Fast Food, really lecker, die Stores sind always voller Leute", sagt Max, der sich inzwischen noch einen Muffin und einen Kaffee im Pappbecher geholt hat. "Der ist o.k. Am Muffin kann keiner was falsch machen." Als Max sein Dessert verputzt hat, tippt Susan auf die Uhr. In 45 Minuten geht der Flieger nach London.

Max und Susan stehen vom Hocker auf, bereit zum Gehen. Was sie zurücklassen, ist der Tisch voller Abfall - die Pappschale für den Salat, Gabeln aus Holz, Papier und Alufolie vom Wrap, der Kaffeebecher. Flink räumt die Servicekraft den Tisch ab. Da bleibt Max noch einmal stehen, um ein Selfie vor dem Jamie-Oliver-Food-Truck zu machen. "Nice, das zeigen wir zu Hause", sagt Max. Die Mitarbeiterin im Truck macht das Selfie gelassen mit. Überraschend viele Flughafen-Besucher erkennen im Vorbeigehen den Schriftzug "Jamie's Deli" und machen von dem kleinen Food-Truck ein Foto mit ihrem Handy.

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Quelle: RP