Altbier

Schlüssel Alt kann auch in Köln gebraut werden

Altbier: Schlüssel Alt kann auch in Köln gebraut werden Altbier: Schlüssel Alt kann auch in Köln gebraut werden Foto: Bretz, Andreas
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Die Düsseldorfer Brauerei Zum Schlüssel widerspricht einem Branchenbericht, wonach große Mengen ihres Altbiers in Köln gebraut werden. Dies käme nur vor, wenn es technische Probleme gibt.

Düsseldorf ist bekannt für das Alt-Bier, Köln für sein Kölsch. So ist es seit Hunderten von Jahren. Und diese Regel beinhaltet natürlich auch, dass kein Kölsch in Düsseldorf und natürlich auch kein Alt im Schatten des Domes gebraut wird. Doch eine Altbierbrauerei hat nun das gefunden, was man in beiden Städten "rheinische Lösung" nennt. Denn wenn es Schwierigkeiten gibt, kann die traditionsreiche Brauerei Zum Schlüssel von der Bolkerstraße ihr Alt notfalls auch in Köln brauen lassen.

"Wir haben einen Vertrag mit der Brauerei Sünner in Köln. Wenn es bei uns technische Probleme gibt, zum Beispiel, wenn es brennt, dann können wir mit unserem Braumeister vorübergehend und in kleinen Mengen Schlüssel-Alt bei Sünner brauen und abfüllen", sagte Schlüssel-Inhaber Karl-Heinz Gatz-weiler jetzt im Interview mit unserer Redaktion. Im vergangenen Jahr sei dies auch kurzfristig gemacht worden, weil es einen Riss in einem Braukessel bei Schlüssel an der Bolkerstraße gab, so Gatzweiler. "Solche Verträge sind aus betriebswirtschaftlicher Sicht notwendig", sagt der Brauereichef.

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Gatzweiler widersprach aber einem Bericht des Branchen-Magazins "Inside", der besagt, dass größere Mengen Schlüssel-Alt in Köln gebraut würden. "Die Zahlen in dem Text sind falsch. Geradezu absurd sogar ist die Behauptung, dass wir Kölsch braun einfärben und dann als Altbier verkaufen. So etwas geht überhaupt nicht und ist – mit Verlaub – Schwachsinn", sagt Gatzweiler.

Vor einem Jahr gab Gatzweiler die Ergebnisse des Vorjahres bekannt. "2013 haben wir 22 200 Hektoliter Altbier abgesetzt", sagte Gatzweiler damals. Das ist ein Plus von knapp fünf Prozent. In den vergangenen zehn Jahren hat die Hausbrauerei ihren Ausstoß von 13 500 Hektoliter auf 22 200 Hektoliter steigern können – ein Plus von fast 68 Prozent seit 2003. Die Brauerei an der Bolkerstraße kommt damit an die Grenze ihrer Belastbarkeit. "Daher planen wir, die Kapazität unserer Brauanlage um etwa 5000 Hektoliter zu erweitern", sagt Gatzweiler. Das geschehe jetzt durch Umbau und Integration des Nachbargebäudes an der Bolkerstraße, so der Brauereichef.

Quelle: RP