Ausverkauft in knapp einer Stunde

Selbst 360.000 Karten fürs Tomorrowland waren zu wenig

Ausverkauft in knapp einer Stunde: Selbst 360.000 Karten fürs Tomorrowland waren zu wenig Ausverkauft in knapp einer Stunde: Selbst 360.000 Karten fürs Tomorrowland waren zu wenig Foto: TONIGHT.de/Ferda Akalin
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Schnell waren sie weg. Die "Full Madness"-Pässe, die zum uneingeschränkten Zugang zum Tomorrowland 2014 berechtigten. Der volle Wahnsinn – so lässt sich "Full Madness" am ehesten übersetzen – war einmal mehr auch der Ticketverkauf. Insgesamt 360.000 Tickets wurden in nicht ganz einer Stunde verkauft. Etwa sechsmal so viele hätten verkauft werden können. Die Freude bei denen, die ein Ticket ergattern konnten, kennt keine Grenzen. Genauso grenzenlos ist aber auch der Frust bei den weniger Erfolgreichen.

Hardwell, Paul Kalkbrenner: "Tomorrowland 2014": Das bisherige Line-up Hardwell, Paul Kalkbrenner: "Tomorrowland 2014": Das bisherige Line-up Hardwell, Paul Kalkbrenner: "Tomorrowland 2014": Das bisherige Line-up Hardwell, Paul Kalkbrenner "Tomorrowland 2014": Das bisherige Line-up 16 Fotos Das Tomorrowland feiert sein zehnjähriges Bestehen und so ließen sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen. Statt wie bislang immer nur ein Wochenende den ganzen Wahnsinn zu zelebrieren, lieferten sie den Fans auf der ganzen Welt ein zweites Wochenende an.

Zugriff aus 220 Ländern

Was dann am 15. Februar dieses Jahres auf der Tomorrowland-Seite passierte, lässt sich kaum in Worte fassen. Aus über 220 Ländern griffen die Menschen um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf die Seite zu. Alle wollten sie zu den Glücklichen gehören, die Nicky Romero, Steve Angello, David Guetta und viele andere Größen der elektronischen Musikszene beim besten Dance-Festival der Welt live erleben dürfen.

Tomorrowland 2013 | Sonntag, 28. Juli 2013 Tomorrowland 2013 | Sonntag, 28. Juli 2013 Tomorrowland 2013 | Sonntag, 28. Juli 2013 Tomorrowland 2013 // So 28.07.13 Tomorrowland 277 Fotos Insgesamt 360.000 Karten gab es im Verkauf. Keine 60 Minuten hat es gedauert, da waren sie auch schon wieder weg. Was noch viel erstaunlicher ist: Es hätten deutlich mehr verkauft werden können. Im letzten Jahr verzeichnete der Veranstalter 2 Millionen (!!!) Anfragen. Tendenz steigend!

Klingt unfassbar, ist es auch. Die bittere Kehrseite der Medaille jedoch: Viele der Glücklichen sicherten sich vier Karten, obwohl sie nur zwei Karten brauchten, um dann die restlichen schnellstmöglich auf verschiedenen Internetplattformen zu horrenden Preisen anzubieten. Unglaubliche vierstellige Beträge standen 2013 an der Tagesordnung für eine Karte, die im freien Handel keine 300 Euro gekostet hatte.

Line-up 2014 & Ticket-Verkauf startet diesen Samstag : "Tomorrowland 2014": Diese Artists spielen beim zehnjährigen Jubiläum Line-up 2014 & Ticket-Verkauf startet diesen Samstag "Tomorrowland 2014": Diese Artists spielen beim zehnjährigen Jubiläum Zum Artikel » Personalisierte Armbänder

Dieser Geldmacherei versuchen die Veranstalter nun Herr der Lage zu werden. Sofern das denn überhaupt möglich ist. So werden die Eintrittsbänder bereits im Vorfeld  an die glücklichen Käufer versendet. Alle personalisiert, mit Namen, Adresse und E-Mail der jeweiligen Person. Am Festivalgelände werden diese Bänder dann gescannt und mit dem Personalausweis abgeglichen.

So jedenfalls die Theorie, denn die Käufer müssen die finalen Namen bis zum 16. März an die Veranstalter verschickt haben. Als Gegenleistung erhalten sie dann die Armbänder – glaubt man verschiedensten Anzeigen auf ebay. Deswegen ist das neue System nur mit Vorsicht zu genießen, denn so haben Verkäufer einen ganzen Monat Zeit, um Preise jenseits der Realität zu verlangen.

Tomorrowland - Boom, Belgien Sonstiges Tomorrowland Mehr Infos » Die Verantwortlichen bauen also ganz offensichtlich auf die Ehrlichkeit der Menschen. Für die ehrlichen Fans, die aus welchen Gründen auch immer noch Karten übrig haben, wurde daher eine Tauschbörse für Tickets etabliert. Das heißt, Freunde des Tomorrowlands können dort ihre Karten wieder an den Veranstalter zurückgeben. Der widerum verteilt diese dann an User, die sich zuvor in der Warteliste angemeldet haben.

"First come, first serve"

Die Tickets werden dann nach dem "First come, first serve"-Prinzip verteilt. Eine gute Idee, sofern diese Plattform von den Fans genutzt wird. Der Erfolg dieser Plattform darf aber zumindest bezweifelt werden.