Papa Yong in Düsseldorf

Hier ist der Gast der "Chef de Cuisine"

Papa Yong in Düsseldorf: Hier ist der Gast der "Chef de Cuisine" Papa Yong in Düsseldorf: Hier ist der Gast der "Chef de Cuisine" Foto: Papa Yong Facebook

Korean Barbecue, Palbochae oder Bibimbab: Die Tester vom Magazin "Düsseldorf geht aus!" habe das Restaurant Papa Yong in Unterbilk besucht. Und fest steht: Sie kommen wieder, ganz bestimmt!

In einem Restaurant zu essen, kann ja immer auch ein gastronomisches Erlebnis sein, von dem man noch Tage, wenn nicht Wochen zehrt, weil eben nicht nur die Speisen gut, sondern auch das Drumherum stimmig, bisweilen sogar aufregend ist. Das trifft in unbehohem Maße auf das Papa Yong in Unterbilk zu, wo das gemütliche Ambiente angenehm unaufgeregt dazu beiträgt, dass der Besucher den Abend gerne etwas nach hinten ausdehnt.

Und das liegt nicht zuletzt an der Art und Weise, wie hier aufgetischt wird. Insbesondere beim Korean Barbecue (ab zwei Personen, 12,50 bis 14,50 Euro) wird der Gast zum Koch und kann seine Fleisch- oder Fischstückchen selbst in einer kleinen Pfanne auf einem Gasgrill zubereiten. Das hat dann was von einem kulinarisch anspruchsvollen Fondue- Abend unter Freunden und führt dazu, dass der Aufenthalt im Papa Yong schnell mal zwei, drei oder mehr Stunden andauert, zumal der eine auch stets vom Essen des anderen probieren möchte, was bei den vielen Beigaben so gut wie nie ausbleibt.

Das ist natürlich eigentlich schlecht fürs Geschäft, da ein Tisch womöglich nur ein Mal "verkauft" werden kann, was dem Chef, der so heißt wie sein Lokal, nicht hoch genug anzurechnen ist. Belohnt wird dieses Konzept, indem es halt nicht bei einem Besuch bleibt, sondern man gerne immer wieder mal einen Ausflug in die südkoreanische Küche in Unterbilk macht.

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Heiße Platte, heißer Steintopf und das Barbecue

Bei unserem ersten Besuch waren wir noch etwas zurückhaltend, haben uns auf die heiße Platte und den heißen Steintopf beschränkt. Köstlich ist das Palbochae (12,50 Euro), ein Vielerlei aus Rind- und Hühnerfleisch, Garnelen und Tintenfisch mit Chili-Sauce. Mir kam auch vom Bibimbab (10,50 Euro), gemischter Reis mit Rindfleisch, Gemüse, Spiegelei und Chili-Sauce, nur Gutes zu Ohren. Die Vorspeisen – warmer Glasnudelsalat mit Rindfleisch, Spinat und Paprika (5,50 Euro) sowie die Mandu- Guk-Suppe mit Teigtaschen (3,90 Euro), gefüllt mit Schweinefleisch, Gemüse und Ei – sind uns ebenfalls in bester Erinnerung geblieben.

Dieses Mal muss es aber das Barbecue sein, bereits bei der Premiere haben wir bereits ein wenig neidisch auf das ausgelassene Treiben am Nebentisch geschielt. An dieser Stelle sollte vielleicht der einzige wirkliche Makel des Papa Yong nicht unerwähnt bleiben. Der Geräuschpegel in dem wuseligen, aber eben auch kleinen Laden kann schon mal ziemlich hoch sein, eine romantisch geprägte Unterhaltung im Flüsterton ist daher so gut wie ausgeschlossen. Während die Wahl meiner Begleiterin nun bei der Vorspeise auf das Kimbab fällt – Reis in Seetanghülle mit Thunfisch- Mayo, hätte etwas mehr sein können, kostet aber auch nur vier Euro – wage ich mich an die Hühnerspieße, die in süßlicher Soja-Sauce serviert werden. Und obwohl das Wort "süßlich" normalerweise bei mir eher abschreckende Wirkung hat, bereue ich die Bestellung nicht und verspreche mir selbst, auch künftig an meinen kulinarischen Vorurteilen zu arbeiten.

Papa Yong - image/jpeg Heißer Steintopf, heiße Steinplatte und verschiedene Beilagen - wer kann dazu schon Nein sagen?

Bulgogi: Das koreanische Barbecue

Dann kommt das Barbecue, der Experte sagt auch Bulgogi: Ente in feiner Soja-Marinade und Gemüse, mit 14,50 Euro das teuerste Gericht auf der Karte, sowie Tintenfisch in feuriger Chili-Marinade plus Gemüse (13 Euro). Wer was bestellt hat, ist nicht von Bedeutung, wir tauschen eh' untereinander. Die freundliche Servicekraft erklärt, wie die Zubereitung gelingt: nicht mehr als zwei Minuten von jeder Seite anbraten, dann mit Reis und Gemüse im Salatblatt einwickeln. Die separat gereichten Kleinigkeiten – vom scharfen Kimchi über eingelegten Rettich bis zum marinierten Weißkohl – kann man sich zwischendurch einverleiben oder auch mal mit ins Salatblatt einwickeln. Das würde der Koreaner vielleicht in dieser Form als arg experimentierfreudig einstufen, aber wir sind ja heute mal selbst der Chef de Cuisine an unserem Tisch. Schmeckt alles hervorragend, irgendwie neu und vor allem schön würzig, ohne dass die Schärfe überwiegt.

Die rustikalen Holztische kommen ohne Tischdecke oder Ähnliches aus, so dass man auch durchaus mal kleckern kann, ohne optischen Schaden anzurichten. Es ist schon spät, als wir uns noch jeder eines dieser süffigen koreanischen Biere bestellen und uns vornehmen, dass nächste Mal nicht ganz so reinzuhauen, um noch etwas Platz für einen Nachtisch zu lassen. Das selbst gemachte Eis aus grünem Tee und dunklem Sesam soll sehr lecker sein, aber man braucht ja einen triftigen Grund, um auf jeden Fall ein weiteres Mal wiederzukommen.

Fakten: www.papa-yong.de; Unterbilk, Neusser Straße 84; Telefon: 0211 98077585.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11.30 - 15 Uhr und von 17.30 - 23 Uhr. Samstag, Sonntag und Feiertag von 15.30 - 23 Uhr; Küche bis 22 Uhr.

  • EC/MASTER/VISA. Hauptgerichte: 10 - 14 Euro. Hot & Spicy Rang 7.

Weitere Top-Listen und Tests findet ihr in der aktuellen Ausgabe von "Düsseldorf geht aus!". Erhältlich im Handel oder online.

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Quelle: Düsseldorf geht aus!