Oberkasseler Institution

Muggel: Filmkunstkino, Café, Bar und Restaurant

Oberkasseler Institution: Muggel: Filmkunstkino, Café, Bar und Restaurant Oberkasseler Institution: Muggel: Filmkunstkino, Café, Bar und Restaurant Foto: Muggel/Website

Savoir-vivre in Oberkassel: Wer die Welt des Muggel betritt, entert eine Welt des geordneten Chaos. Eine Mischung aus Filmkunstkino, Café, Bar und Restaurant.

Freundlich, aber bestimmt wird dem Gast deutlich gemacht, dass er sich noch gedulden muss, bis temperamentvoll ausdiskutiert wurde, welche Servicekraft zuerst an der Kasse ihren Bon ziehen darf. Dann kann der Gast dem Kellner folgen und mit ihm zusammen die Tische nach seinem Namen auf den Reservierungskärtchen absuchen.

Das Muggel ist seit den 1970er Jahren eine Institution in Oberkassel. Es beherbergt im Souterrain das kleinste Filmkunstkino der Stadt und ist außerdem Café, Bar und Restaurant in einem. Dementsprechend ist es im vorderen Bar-Bereich und an den Bistro-Tischen draußen etwas trubeliger, während im hinteren Gastraum fast Wohnzimmer- atmosphäre aufkommt. Dort serviert das Muggel-Team mittags und abends ab 18 Uhr Suppen, Salate, Nudel-, Fischund Fleischgerichte sowie ab 15 Uhr Tapas – Kneipenkost mit Pfiff, dafür ist das Muggel schon ewig stadtbekannt.

Tische im Kaffeehausstil

Sobald wir an einem der im Kaffeehausstil gehaltenen Tische Platz nehmen, beginnt der gemütliche Teil des Abends. Auf dem Tisch erwarten uns bereits alle Speisekarten – drei an der Zahl: die Standardkarte, die Abendkarte und die Spargelkarte. Wir wühlen uns durch die große Auswahl und entscheiden uns für die Fischsuppe (neun Euro) als geteilte Vorspeise, Steinpilzravioli (11,50 Euro) und Spargel mit Serrano (17,80 Euro). Von einer Extra-Portion Datteln im Speckmantel rät uns der freundliche, routinierte Kellner erst mal ab. "Wir sind nicht gerade für unsere kleinen Portionen bekannt", sagt er und empfiehlt uns, die Tapas-Spezialität später nachzubestellen, falls wir nicht satt werden sollten. Ein sehr guter Hinweis, denn tatsächlich verzichten wir am Ende darauf. Die Fischsuppe ist zwar recht bescheiden portioniert und könnte etwas mehr Fisch-Einlage vertragen, aber die Hauptspeisen sind in der Tat ordentliche Portionen.

Die Mousse ist warm, weich und vollmundig schokoladig

Zunächst wird uns zwar statt dem bestellten gekochten Spargel Salat von grünem Spargel gebracht, aber ohne viel Aufhebens wieder mitgenommen und einige Minuten später durch das richtige Gericht ersetzt. Das Gemüse ist genau richtig gegart und die Steinpilzravioli in sahniger Sauce sind gut gewürzt. Wir sehen die Mousse au Chocolat (fünf Euro) zum Nachbartisch wandern und können uns mit dem Gedanken nicht anfreunden, das Lokal zu verlassen, ohne die dunklen Creme-Kugeln probiert zu haben. Und tatsächlich lohnt es sich, die Mousse ist warm, weich und vollmundig schokoladig, dabei aber leicht und mit leckeren Beeren garniert – nicht nur ein Augenschmaus. Ein guter Abschluss für einen runden Abend.

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Quelle: Düsseldorf geht aus