Interview mit DJ-Duo

Knabberspaß mit "Fisher & Fiebak" im Studio

Interview mit DJ-Duo: Knabberspaß mit "Fisher & Fiebak" im Studio Interview mit DJ-Duo: Knabberspaß mit "Fisher & Fiebak" im Studio Foto: TONIGHT.de/Ronny Hendrichs
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Es war an einem der wenigen heißen Sommertage in diesem Juni. Unsere Kollegin Jana Frey traf sich im Reissholzer "Band-House" mit dem DJ-Duo "Fisher & Fiebak", bestehend aus Marc Fisher und Sebastian Fiebak. Die ungewohnt hohen Temperaturen müssen der Grund gewesen sein, warum am Ende des Interviews der gesamte Studioboden mit Salzbrezeln, Chips und Partycrackern bedeckt war. Aber der Reihe nach.

"Wir wollten in die Stadt mit der längsten Theke der Welt"

Im Studio von "Fisher & Fiebak" | Sonntag, 9. Juni 2013 Im Studio von "Fisher & Fiebak" | Sonntag, 9. Juni 2013 Im Studio von "Fisher & Fiebak" | Sonntag, 9. Juni 2013 Im Studio von "Fisher & Fiebak" // So 09.06.13 Band-House 39 Fotos Auf der Suche nach größeren und besseren Partys machte sich Sebastian Fiebak vor rund zwanzig Jahren aus der verschlafen-ostfriesischen Stadt Leer auf nach Münster. Etwa zur gleichen Zeit – und wie jeder weiß, der einmal dort war, auch aus dem gleichen Grund – startete Marc Fisher in Bielefeld seine Reise nach Münster. Die beiden DJs trafen beim Auflegen im Club "Depot" aufeinander, fanden sich gleich super sympathisch und beschlossen, mal etwas zusammen zu machen. Wie das im Leben mit Plänen halt so ist, begannen sie erst mehr als zehn Jahre später „mal etwas zusammen zu machen“. Sie fuhren gedanklich mit dem Finger über die Landkarte Nordrhein-Westfalens und entschieden sich dann einfach mal für Düsseldorf. Warum? "Weil wir in die Stadt mit der längsten Theke der Welt wollten", erklärt Marc Fisher.

fisher and fiebak, studio düsseldorf - image/jpeg In ihrem Düsseldorfer Studio mixen Marc Fisher (links) und Sebastian Fiebak (rechts) täglich neue Songs. Ganz schön kompliziert für einen Laien wie Jana.

Erfolge als DJ-Duo

Das Kuriose: Ihre gemeinsames DJ-Projekt "Fisher & Fiebak" trägt zwar seit Jahren Früchte wie den Top 2-Hit "Saxation" (Beatport Charts), die eigenen Labels Deepartment Records, Tactical und Studio3000 Records, sowie Remixe mit und für "Houselegende" Todd Terry, George Morel, Mariah Carey, Bad Boy Bill, Onita Boone, Junior Vasquez, Soul Avengerz, Mark Knight, Funkagenda, Lissat & Voltaxx, Richard Dinsdale oder Superfunk. Ihr DJ-Reisepass ist zudem voll mit Stempeln aus Russland, Spanien, Türkei, Israel, Bulgarien, Schweiz, England und Ibiza – in diesem Sommer legen sie wieder bei "Ruhr in Love" und beim "kaZantip"-Festival in der Ukraine auf. Dazu Sebastian: "Wir sind seit 2007 jedes Jahr dabei. Bei kaZantip wird viel lockerer gefeiert als beispielsweise in Ibiza und die Leute gehen richtig ab. Wir haben immer noch richtig Bock mitzufeiern, schließlich sind wir ja echte Partykanonen"

"Die Düsseldorfer Clubszene ist wie eine eingeschworene Familie"

Kiesgrube | Sonntag, 9. Juni 2013 Kiesgrube | Sonntag, 9. Juni 2013 Kiesgrube | Sonntag, 9. Juni 2013 Kiesgrube // So 09.06.13 Kiesgrube 52 Fotos Nur in Düsseldorf, da liest man den Namen des DJ-Duos auf keinem Flyer. Leider, findet Marc: "Es ist unheimlich schwer als 'Fremder' in der Düsseldorfer Clubszene Fuß zu fassen, das ist wie eine eingeschworene Familie. Klar, würden wir gern auch in Düsseldorf auflegen." Wo sie vom Sound her reinpassen würden? "Auf jeden Fall ins 102 oder in die Kiesgrube – da würden wir garantiert nicht nein sagen. Wir wollen mit unserem Sound schließlich genau in diese undergroundige Clubszene", wünscht sich Marc. Wie ihr Sound klingt, beschreibt Sebastian: "Wir kommen ja beide ursprünglich aus der Vocal House-Szene. Das hört man auch heute noch, denn wir wollen auf keinen Fall monoton sein. Das Wichtigste: Es muss grooven!"

Von Salzbrezeln, Chips und Partycrackern auf dem Studioboden

Nach einem kleinen Einführungskurs in das Mixen von Songs (Mein Gott, ist das kompliziert!), Plaudereien über die Düsseldorfer Clubszene ("Die ist schon musikalisch gesehen schon sehr kommerziell, weil die Jugend leider wie überall durch die Medien beeinflusst wird, einen eher kommerziellen Musikgeschmack zu entwickeln", findet Sebastian) und Lobhymnen an "The winner is..."-Siegerin und Gospelsängerin Onita Boone, mit der sie einen Song aufnahmen ("Wir haben sie einfach bei Facebook angeschrieben. Schwups, war sie bei uns im Studio, schrieb mal eben mir nichts dir nichts die Lyrics in zwanzig Minuten und sang die geilen Vocals ein", erinnert sich Sebastian), standen noch ein paar obligatorische Fotos an. Schieben wir es einfach mal auf das nicht zu öffnende Fenster und die Hitze im Studio, dass plötzlich eine prallgefüllte Knabberspaß-Box über den beiden ausgekippt wurde und so super witzige Fotos entstanden sind. Fazit: Ja, es groovt!

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